Mittwoch, 20. August 2014

Fish – Vigil In A Wilderness Of Mirrors




Fish – Vigil In A Wilderness Of Mirrors


Besetzung:

Fish (Derek W. Dick) – vocals


Gastmusiker:

Frank Usher – guitars (tracks 1, 2, 3, 4, 6, 7, 9)
Hal Lindes – guitars (1, 2, 3, 4, 5, 7)
Janick Gers – guitars (8)
John Giblin – bass guitars (1, 2, 3, 4, 6, 7, 8, 9)
Mickey Simmonds – keyboards (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9)
Davy Spillane – pipes (1), whistles (1)
Phil Cunningham – whistles (1, 4), accordion (4), bodhrán (4)
Aly Bain – violin (4)
Gavyn Wright – violin (4)
Mark Brzezicki – drums (1, 2, 4, 6, 7, 8, 9)
John Keeble – drums (3)
Luís Jardim – percussion (2, 3, 4, 9)
Carol Kenyon – backing vocals (2, 3, 7, 9)
Tessa Niles – backing vocals (2, 7, 9)


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1990


Stil: NeoProg


Trackliste:

1. Vigil (8:43)
2. Big Wedge (5:19)
3. State Of Mind (4:42)
4. The Company (4:04)
5. A Gentleman's Excuse Me (4:15)
6. The Voyeur (I Like To Watch) (nicht auf der LP enthalten) (4:42)
7. Family Business (5:14)
8. View From A Hill (6:38)
9. Cliché (7:01)

Gesamtspieldauer: 50:38




Fish hatte Marillion verlassen und seine ehemalige Band legte vor, indem sie ein Jahr zuvor das wirklich gute Album „Seasons End“ mit dem neuen Sänger Steve Hogarth einspielte und veröffentlichte. Nun, da wollte sich Derek Dick alias Fish natürlich nicht lumpen lassen und brachte 1990 sein erstes Solo-Album unter dem Titel „Vigil In A Wilderness Of Mirrors” auf den Markt.

Als Marillion-Liebhaber müsste man im Grunde genommen dankbar über diese Trennung sein, denn nicht nur „Seasons End” war gelungen, das ist auch „Vigil In A Wilderness Of Mirrors”. Der Fan bekam nun also den doppelten Output ihrer beziehungsweise seiner Lieblingsmusik. An vielen Stellen klingt Fish auf „Vigil In A Wilderness Of Mirrors” so, wie auf den ersten Marillion-Platten. Bestes Beispiel ist gleich das erste Lied und der Titelsong „Vigil”. NeoProg vom Feinsten bekommt der Hörer hier zu hören. Schöne Melodien, verschiedene Parts, spannender Aufbau und immer wieder wechselnde Rhythmen. Sehr gelungen. Auch bei den Titeln „Family Business”, „Cliché” und „View From A Hill” hört man die Ursprünge von Marillion deutlich heraus. Von daher schein „Vigil In A Wilderness Of Mirrors” irgendwie eine kleine Zeitreise zu sein.

Wunderschön auch das etwas folkige „The Company“. Ein Lied, welches über eine Melodie verfügt, die sich sofort und unauslöschlich im Musikzentrum des Hörers festsetzt. Eines der besten Lieder von Fish, zweifelsohne. Ein wenig seltsam klingt dagegen „Big Wedge”. Diese Bläsereinlagen, die ein wenig einen Big Band Sound kreieren, passen nicht so ganz zur Musik des Derek Dick und irgendwie auch nicht so ganz auf diese Platte. Wesentlich besser gelungen ist da schon die sehr ruhige Ballade „A Gentleman's Excuse Me”, wenn auch die Streicher den Titel ganz nah am Schmalz entlanggleiten lassen – aber zum Glück wird dieser Zustand nicht vollkommen erreicht. Auch sonst gibt es nichts zu meckern, die Titel haben alle etwas, was es lohnt, gehört zu werden und einen richtigen Ausfall sucht man auf diesem ersten Solo-Werk von Fish vergebens.

Fazit: „Vigil In A Wilderness Of Mirrors” ist zwar keines der ersten beiden Marillion Alben „Script For A Jerster’s Tear“ oder „Fugazi“, kommt diesen allerdings näher, als so manche Marillion-Veröffentlichung, die nach diesen beiden Platten entstand. Von daher lohnt sich dieses erste Solo-Album von Fish natürlich für alle diejenigen, die Marillion gerade am Anfang ihrer Karriere auch auf deren Höhepunkt sahen und hörten. „Vigil In A Wilderness Of Mirrors” macht Spaß und verliert auch im Laufe vieler Jahre nichts von seinem Reiz. Ein schönes Album angefüllt mit NeoProg. Elf Punkte.

Anspieltipps: Vigil, Family Business, The Company



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