Montag, 4. August 2014

John Frusciante – The Will To Death




John Frusciante – The Will To Death


Besetzung:

John Frusciante – vocals, guitar, piano, synthesizer, bass guitar on "Far Away", "Unchanging" and "The Will To Death"
Josh Klinghoffer – drums, bass, keyboards, guitar on "Helical" and "The Will To Death"


Label: Record Collection


Erscheinungsdatum: 2004


Stil: Rock, Blues


Trackliste:

1. A Doubt (4:20)
2. An Exercise (3:47)
3. Time Runs Out (4:00)
4. Loss (5:21)
5. Unchanging (3:54)
6. The Mirror (3:02)
7. A Loop (4:34)
8. Wishing (2:49)
9. Far Away (2:18)
10. The Days Have Turned (2:24)
11. Helical (2:13)
12. The Will To Death (3:48)

Gesamtspieldauer: 42:29




Im Jahr 2004 veröffentlichte John Frusciante, im Laufe einer Pause bei den Red Hot Chili Peppers, mehrere Solo-Alben. „The Will To Death” ist eines davon und kam im Juni auf den Markt. Nach den Red Hot Chili Peppers klingt die Musik jedoch nicht unbedingt – sogar überhaupt nicht. Des Weiteren kann man beim Hören von „The Will To Death” wahrlich nicht behaupten, dass hier irgendetwas überproduziert wäre. Alles klingt sehr roh und rein. Da scheppert schon mal der Bass oder das Schlagzeug. Die Platte wurde in kürzester Zeit eingespielt, als einzige Unterstützung hatte sich John Frusciante dazu die Mitarbeit von Josh Klinghoffer gesichert.

„The Will To Death” ist ein sehr ruhiges Album geworden. Das Tempo wird allerhöchstens mal in den Mid-Tempo-Bereich angezogen. Die ruhige, entspannte Atmosphäre überwiegt jedoch deutlich. Und so reiht sich hier Lied an Lied, welche anscheinend alle zum Träumen und Relaxen gedacht sind und dementsprechend eingespielt wurden. Sehr schöne Melodien hat John Frusciante kreiert und lässt diese sich in deren Verlauf entwickeln. Die einzelnen Titel sind dabei alle sehr eingängig und harmonisch gehalten. Nachdem jeglicher „Ballast“ bezüglich der Produktion ignoriert wurde, liegt hier ein pures und reines Album vor, welches gerade durch diesen „Minimalismus“ überzeugen kann. Es klingt fast so, als ob die Musik bereits dreißig Jahre vorher entstanden wäre. Mitunter fühlt man sich da musikalisch sogar ein wenig an Bob Dylan erinnert. Die Überraschung, der nicht ganz so überzeugenden Stimme, entwickelt sich dabei schnell in etwas sehr Vertrautes, welches bestens zu dieser sehr ruhigen Stimmung passt – und bei Bob Dylan ist das ja auch nichts anderes…

Fazit: Ein schönes und ruhiges Album ist „The Will To Death” geworden. Alles klingt melodiös und harmonisch. Auf großartiges Überarbeiten wurde verzichtet, der Sound klingt ganz ehrlich und man fühlt sich gerade so, als ob man neben John Frusciante und Josh Klinghoffer im Studio stehen würde, während diese ihre Songs einspielen. Mal was ganz anderes. Zehn Punkte.

Anspieltipps: A Doubt, Loss, The Mirror



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