Dienstag, 9. September 2014

Bachman-Turner Overdrive – Not Fragile




Bachman-Turner Overdrive – Not Fragile


Besetzung:

C.F. Turner – bass guitar, vocals
Randy Bachman – lead guitar, vocals
Blair Thornton – second lead guitar, background vocals
Bob Bachman – drums, percussion


Gastmusiker:

Frank Trowbridge – slide guitar (on "Blue Moanin'")


Label: Mercury Records


Erscheinungsdatum: 1974


Stil: Rock


Trackliste:

1. Not Fragile (4:08)
2. Rock Is My Life, And This Is My Song (5:06)
3. Roll On Down The Highway (4:00)
4. You Ain't Seen Nothing Yet (3:58)
5. Free Wheelin (3:48)
6. Sledgehammer (4:36)
7. Blue Moanin' (3:46)
8. Second Hand (3:24)
9. Givin' It All Away (3:49)

Gesamtspieldauer: 36:32




Doch „Ja“, ein bisschen Patina versprüht dieses Album von Bachman-Turner Overdrive aus dem Jahr 1974 schon – oder „Nein“, das stimmt nicht? „Not Fragile“ ist auf jeden Fall die dritte Platte der Kanadier aus Winnipeg und wurde vor allem durch den Titel „You Ain't Seen Nothing Yet“ ein Erfolg. Sicherlich ein Lied, was man auch heute noch ab und an im Radio zu hören bekommt.

Erstmals hat hier Blair Thornton seinen Auftritt als Gitarrist bei der Band, er hatte nun Tim Bachman ersetzt. Und sein Zusammenspiel mit Randy Bachman hat durchaus etwas Besonderes. Beide Gitarren ergänzen sich perfekt und die Musik klingt voll und perfekt abgestimmt. Musikalisch kann zwar nicht alles restlos überzeugen auf „Not Fragile“, allerdings befinden sich auf dem Album durchaus sehr hörenswerte Stücke. Da ist zum Beispiel der Opener und gleichzeitig das Titellied „Not Fragile“. Sehr kraftvoll und rockig klingen Bachman-Turner Overdrive hier. Wie übrigens überhaupt an all jenen Stellen, an denen ordentlich gerockt wird und die Band so richtig Spaß an dem hat, was sie da gerade produziert – so hört sich das dann zumindest an. Klar auch „You Ain't Seen Nothing Yet” sollte man als Rock-Freund mal gehört haben und hat man sicherlich auch. Eines jener Lieder, die sofort ins Ohr gehen und dort auch längerfristig hängenbleiben.

Auch die Instrumentalnummer „Free Wheelin“ lohnt das Anhören, da sie manches Mal sogar in etwas experimentelle Bereiche abdriftet, was die Musik nur noch spannender werden lässt. Auch die restlichen Titel haben zumeist etwas, was durchaus hörenswert ist. Vielleicht mit Ausnahme des letzten Liedes „Givin‘ It All Away“. Hier wird zwar auch gerockt, aber der Gesang klingt dann schon sehr nach den Les Humphries Singers. Muss man heutzutage nicht mehr unbedingt haben. Aber auch so etwas findet garantiert seine Freunde.

Fazit: Es ist der Rock der härteren Sorte, der dieses Album hörenswert werden lässt und für die damalige Zeit gar nicht so selbstverständlich war. „You Ain't Seen Nothing Yet” fällt dabei sogar aus dem Rahmen, denn erstens ist das eher Pop als Rock und zweitens ist die Nummer sogar ziemlich untypisch für die Platte. Und „Nein“, an Patina erinnert hier auf „Not Fragile“ im Grunde genommen nur wenig bis gar nichts. Hört man diese Scheibe zum ersten Mal, kommt man kaum auf ein Alter von nun bereits 40 Jahren. Nicht alles ist darauf zwar restlos überzeugend, aber doch sehr viel. Lohnt sich also auch heute noch, hier mal reinzuhören. Neun Punkte. 

Anspieltipps: Not Fragile, You Ain't Seen Nothing Yet, Free Wheelin



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