Dienstag, 30. September 2014

Klaus Schulze – Moondawn




Klaus Schulze – Moondawn


Besetzung:

Klaus Schulze – moog, arp 2600, arp odyssey, ems synthi-a, farfisa syntorchestra, crumar keyboards, sequenzer synthanorma 3-12


Gastmusiker:

Harald Grosskopf – drums


Label: Brain Records


Erscheinungsdatum: 1976


Stil: Elektronische Musik, Instrumentalmusik


Trackliste:

1. Floating (27:15)
2. Mindphaser (25:22)

Gesamtspieldauer: 52:37




Mich hat es schon immer interessiert in so ein Raumschiff, eine Rakete einzusteigen. Ich werde unfassbar stark gegen meinen Sitz gepresst, als die Rakete versucht, der Anziehungskraft der Erde zu entgehen. Alles wird plötzlich schwarz und dann sehe ich ihn neben mir, den Mond, der mir zusätzlich noch einmal Schwung verleiht. Ich nähere mich Mars, dessen „Kanäle“ ich von hier aus bestens sehen kann. Der gewaltige Jupiter, mit seinem roten Fleck und den galileischen Monden, Io, Europa, Ganymed und Callisto erscheint. Alles sieht so wunderschön aus, so friedlich, so ruhig und auch so farbenprächtig. Und dann sehe ich Saturn mit seinem eindrucksvollen Ring und ich bin fasziniert und jetzt wird mir auf einmal auch die Musik um mich herum wieder gewahr. Ich öffne die Augen, sehe mich auf dem Sofa liegen, doch diese Musik zwingt mich erneut die Augen zu schließen und meine Reise in Richtung Neptun und Uranus fortzusetzten. Es gibt noch so viel zu entdecken hier.

Leider ist der Weltraum still. Absolut still, nur ganz selten ist da mal etwas zu hören. Wenn dieser jedoch mit Musik angefüllt wäre, dann bin ich mir sicher, würde man Klaus Schulzes „Moondawn“ hören. Und außerdem, sein sechstes Album muss er einfach auf einem Trip zu den Sternen hin geschrieben haben. Anders lässt sich diese sphärische Musik, die durchaus auch treibend und „fließend“ ist, wie es ein Titel bereits aussagt, einfach nicht komponieren. Synthesizer-Musik, die unweigerlich Assoziationen zum Weltraum und den Sternen aufkommen lässt. Dicht gepackt, voll und intensiv wird hier der Geist auf die Reise geschickt. Das ist mitunter durchaus meditativ, denn allzu viel passiert auch nicht in diesen etwas über fünfzig Minuten. Und doch ist es unglaublich anregend, für Geist und Seele.

Fazit: Esoterische Musik ist das nicht, aber meditative auf jeden Fall. Mal was ganz anderes und sehr entspannendes. „Moondawn“ kann man zugegebenermaßen nicht immer hören, jedoch findet sich auch immer wieder eine Gelegenheit dafür. Wer sphärische Synthesizerklänge liebt, wird dieses Album lieben, denn damit bekommt er die volle Ladung davon. Elf Punkte.

Anspieltipps: Floating



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