Donnerstag, 23. Oktober 2014

Ayreon – Universal Migrator Part I & II




Ayreon – Universal Migrator Part I & II


Besetzung: (Universal Migrator I / The Dream Sequencer)

Arjen Lucassen – electric and acoustic guitars, bass guitar, analog synthesizers, mellotron, hammond, and additional keyboards, vocals track 8


Gastmusiker:

Lana Lane – backing vocals on tracks 4 and 5, vocals on tracks 1, 3 and 6
Johan Edlund – vocals track 2
Floor Jansen – vocals track 2
Edward Reekers – vocals track 4
Mouse – vocals track 5
Jacqueline Govaert – vocals track 7
Damian Wilson – vocals track 9
Neal Morse – vocals track 10
Mark McCrite – backing vocals on track 10
Rob Snijders – drums
Erik Norlander – analog synthesizers, piano, vocoder, hammond, and additional keyboards
Clive Nolan – synth solo on track 3
Peter Siedlach – strings


Besetzung: (Universal Migrator II / Flight Of The Migrator)

Arjen Lucassen – electric and acoustic guitars, bass guitar, analog synthesizers, mellotron, hammond, additional keyboards; guitar solos on tracks 1, 4, 5, 7, 8, 9


Gastmusiker:

Lana Lane – vocals voice on track 1; backing vocals on tracks 4, 5, 6, and 9
Russell Allen – vocals track 2
Damian Wilson – vocals backing vocals on track 2
Ralf Scheepers – vocals track 3
Andi Deris – vocals track 4
Bruce Dickinson – vocals track 5
Fabio Lione – vocals track 6
Timo Kotipelto– vocals track 7
Robert Soeterboek – vocals track 8
Ian Parry – vocals track 9
Ed Warby – drums
Erik Norlander – analog synthesizers, vocoder, Taurus pedal, hammond, additional keyboards; synth solos on tracks 1, 3 (hammond), 4, 5, 7
Michael Romeo – guitar solo on track 2
Oscar Holleman – second guitar solo on track 4
Gary Wehrkamp – guitar and synth solo on track 6
Rene Merkelbach – last synth solo on track 4
Clive Nolan – second synth solo on track 5
Keiko Kumagai – synth solo on track 9 (plus hammond)
Peter Siedlach – strings


Label: InsideOut Music


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Progressive Rock, Progressive Metal


Trackliste:

CD1 (Universal Migrator I / The Dream Sequencer):

1. The Dream Sequencer (5:09)
2. My House On Mars (7:49)
3. 2084 (7:42)
4. One Small Step (8:46)
5. The Shooting Company Of Captain Frans B Cocq (7:58)
6. Dragon On The Sea (7:09)
7. Temple Of The Cat (4:11)
8. Carried By The Wind (3:59)
9. And The Druids Turned To Stone (6:36)
10. The First Man On Earth (7:20)
11. The Dream Sequencer Reprise (3:38)


CD2 (Universal Migrator II / Flight Of The Migrator):

1. Chaos (5:11)
2. Dawn Of A Million Souls (7:45)
3. Journey On The Waves Of Time (5:48)
4. To The Quasar (8:43)
5. Into The Black Hole (10:25)
6. Through The Wormhole (6:05)
7. Out Of The White Hole (7:10)
8. To The Solar System (6:12)
9. The New Migrator (8:17)

Gesamtspieldauer CD1 & CD2: 2:15:52



Im Juni 2000 veröffentlichte Arjen Lucassen, alias Ayreon, zwei Alben unter den Titeln „Universal Migrator I und II, versehen mit den Untertiteln „The Dream Sequencer“ und „Flight Of The Migrator“. Im Jahr 2004 gab es dann beide Alben in Form einer Doppel-CD, da der Niederländer nun die Plattenfirma gewechselt hatte. Und so bekommt man nun über zweieinviertel Stunden Musik auf die Ohren, in der eine Fantasy Story erzählt wird. Der erste Teil, „The Dream Sequencer“, fußt inhaltlich auf dem ersten Ayreon-Album „The Final Experiment“ aus dem Jahr 1995. In der Geschichte schreiben wir nun das Jahr 2084. Der letzte große Weltkrieg hat letztendlich alles Leben auf der Erde zerstört, einige Menschen schafften es jedoch, sich auf den Mars zu retten. Dort ist es allerdings ebenfalls nicht ganz so einfach und die Leute sterben, sodass auf „The Dream Sequencer“ die Geschichte des letzten Menschen in der Marskolonie erzählt wird. Dieser hat nie auf der Erde gelebt, kann allerdings mit Hilfe einer Maschine, dem „Dream Sequencer“, in verschiedene frühere Leben reisen, die hier dann erzählt werden. Na, wenn das mal nicht echte „Fantasy“ ist.

Nun und in Teil 2 der Story wird es jetzt noch ein wenig abgefahrener, denn nun reist unser Protagonist mit seiner Maschine noch weiter zurück. Und zwar bis vor den Urknall, als lediglich Chaos in der Welt herrschte. Er beobachtet die Erschaffung der ersten „Seele“ mit dem Namen „Universal Migrator“. Reist mit diesem durch alle möglichen galaktischen Strukturen wie schwarze Löcher, Wurmlöcher, Supernovae, Quasare, Pulsare und noch vieles mehr, bis er schließlich unser Sonnensystem erreicht. Das ist jetzt leider zu viel für die Maschine, diese geht durch Überlastung kaputt, wobei auch unser Held, der letzte Mensch auf dem Mars, stirbt. Allerdings erhält er dabei vom Universal Migrator noch die Nachricht, dass er nun in die Ewigkeit eingeht und selbst zum neuen Universal Migrator wird. Also doch noch ein Happy End.

Genauso aufwendig wie die Story ist auch die Musik. So eine Mischung aus New Progressive Rock und Metal mit einem Schuss Space Rock. Und es ist unfassbar viel, was es da zu hören gibt. Dabei lässt sich die erste Platte sehr gut von der zweiten unterscheiden. Auf Album Nummer 1 ist alles viel eingängiger und melodiöser und vor allem auch softer gehalten. „Flight Of The Migrator“ ist dagegen sehr viel rockiger, hier wird vermehrt auch Metal eingesetzt. Was jedoch nicht unbedingt heißen soll, dass dies nicht auch eingängig wäre. Trotzdem sind Melodiösität und Harmonie deutlich mehr auf „The Dream Sequencer“ vertreten. Und hier hört man auch bestens heraus, dass Arjen Lucassen anscheinend ein ganz großer Pink Floyd Fan ist. Immer wieder gibt es einen Keyboardlauf, der an Rick Wright erinnert oder ein Gitarrensolo, welches so eindeutig auch von David Gilmour hätte stammen können. Auch manche Arrangements erinnern sehr stark an die Briten.

Fazit: „Universal Migrator I & II ist kein Album, bei welchem man sich immer wieder mal ein Lied anhört. Nein das sollte man schon in seiner Gesamtheit hören, zumindest Platte 1 oder eben Platte 2. Beides hintereinander ist wahrlich unglaublich viel. Und wenn man sich dann auch noch auf die Geschichte konzentrieren möchte, kann das durchaus anstrengend werden. Die Musik macht allerdings Spaß, wobei der erste Teil „The Dream Sequencer“ besser gelungen ist, als das ursprünglich zweite Album. Trotzdem, Arjen Lucassen mag es nicht einfach, er mag es lang, er mag Geschichten erzählen und das ist ihm hier alles auch wieder gelungen. Spaß macht das schon irgendwie. Zehn Punkte.

Anspieltipps: 2084, Temple Of The Cat



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