Samstag, 11. Oktober 2014

Grace Jones – Slave To The Rhythm




Grace Jones – Slave To The Rhythm


Besetzung:

Grace Jones – lead vocals


Gastmusiker:

Ambrosian Singers – background vocals, choir, chorus
Guy Barker – trumpet
Pete Beachill – trombone, trumpet
J.J. Belle – guitar, percussion, bass, vocals, hi hat
Dave Bishop – tenor saxophone
Stuart Brook – trumpet
David Gilmour – guitar samples
Glenn Gregory – background vocals
Luis Jardim – percussion, bass
Stephen Lipson – guitar, bass, keyboards, synclavier, assisting production
Andy Macintosh – tenor saxophone
Gary Maughan – keyboards
John McCarthy – conductor, choir, chorus
Ian McShane – voice-overs
Andra Faye McIntosh – baritone saxophone
Paul Morley – interview
Paul Cooke – jovial Interview
Richard Niles – arrangements
Tessa Niles – harp, background vocals
Geoff Perkins – trombone
John Pignegny – french horn
Andrew Richards – guitar, keyboards, background vocals
Andy Richards – drums, keyboards
Frank Ricotti – percussion, arrangements
Jon Sinclair – keyboards
David Snell – harp, french horn
Stan Sulzmann – alto and tenor saxophone
James Talbert – alto saxophone
John Thirkell – percussion, trumpet
Shorty Tim – percussion
Philip Todd – alto saxophone
Wallmen – keyboards
Bruce Woolley – guitar, bass, keyboards, background vocals


Label: Island Records


Erscheinungsdatum: 1985


Stil: R’n’B, Pop


Trackliste:

1. Jones The Rhythm (5:23)
2. The Fashion Show (4:05)
3. Operattack (2:17)
4. Slave To The Rhythm (6:12)
5. The Frog & The Princess (7:34)
6. The Crossing (Ooh The Action) (4:52)
7. Don't Cry - It's Only The Rhythm (2:48)
8. Ladies And Gentleman: Miss Grace Jones (4:28)

Gesamtspieldauer: 37:41




„Slave To The Rhythm“ ist das siebte Album der Jamaikanerin Grace Jones, die auch durch ihre Tätigkeit als Schauspielerin größere Bekanntheit erlangte. Die Platte ist ein Konzeptalbum, bei dem ein einziges Lied in acht verschiedenen Interpretationen dargeboten wird. Damit jedoch keine Langeweile aufkommt, unterscheiden sich die einzelnen Nummern fast schon radikal voneinander, sodass man manchmal nur schwerlich auf die Idee kommt, dass dies nun eine weitere Abwandlung von „Slave To The Rhythm“ darstellt. Die bekannteste Interpretation dieses Titels versteckt sich hinter der letzten Nummer „Ladies And Gentleman: Miss Grace Jones“, welche in den 80ern häufig im Radio zu hören war und auch den regelmäßigen Einsatz in den Diskos dieser Welt fand.

Wenn jemand jedoch mit dieser Platte in seiner Jugend oder den 80ern zu schwelgen gedenkt, so eignet sich die Scheibe nur bedingt, denn hauptsächlich bekannt davon ist eben lediglich dieser letzte Titel – der dann allerdings auch in den vorherigen sieben Nummern immer wieder auftaucht beziehungsweise angedeutet und interpretiert wird. Man hört auf dem Album zumeist sehr rhythmisch orientierte Musik, die größtenteils auch zum Tanz animieren möchte. In den einzelnen Nummern wird das Grundthema mal mehr orchestral, ein anderes Mal sehr viel sphärischer interpretiert. Das wirkt alles durchaus sehr spannend und auch gelungen und kann sogar Hörer einfangen, die mit R’n’B Musik nicht ganz so viele Berührungspunkte haben.

Diese Spannung wird zudem durch solch einen Titel wie „Operattack“ hervorgerufen, welcher im Grunde genommen eine sprachliche Soundkollage darstellt und am ehesten wohl mit den Worten „Experimentelle Musik“ zu umschreiben ist. Ganz anders hört sich das bei „The Crossing (Ooh The Action)“ an. Hier ist die Musik jetzt sehr sphärisch und schwebend und auf die Perkussion wird ausnahmsweise fast vollständig verzichtet. Man hört Vogelgezwitscher, schwebende, fast schon esoterische Klänge und plötzlich findet man sich dann doch ebenfalls in einem Experiment wieder.

Fazit: Wahrlich kein 08/15-Album. Wer hier ununterbrochen Musik à la „Slave To The Rhythm“ erwartet, wird vielleicht enttäuscht, zumindest jedoch überrascht werden. Diese Scheibe ist sehr viel vielschichtiger und auch wenn auf dieser Scheibe lediglich ein Titel acht Mal interpretiert wird, so befinden sich auf dem Album doch acht ganz verschiedene Nummern. Acht Punkte.

Anspieltipps: Operattack, Ladies And Gentleman: Miss Grace Jones



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