Donnerstag, 16. Oktober 2014

The Murder City Devils – In Name And Blood




The Murder City Devils – In Name And Blood


Besetzung:

Spencer Moody – vocals
Leslie Hardy – organ, keyboards
Dann Gallucci – guitars, vocals, mellotron
Derek Fudesco – bass, vocals
Nate Manny – guitars, vocals
Coady Willis – drums, vocals
Gabe – roadie


Gastmusiker:

Ron Heathman – lead guitar on “Lemuria Rising”
Kim Warnick – background on “I’ll Come Running”


Label: Sub Pop Records


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Rock


Trackliste:

1. Press Gang (3:51)
2. I Drink The Wine (3:14)
3. Bunkhouse (3:15)
4. Idle Hands (2:40)
5. Rum To Whiskey (3:09)
6. I'll Come Running (3:17)
7. Demon Brother (2:36)
8. Lemuria Rising (2:47)
9. Somebody Else's Baby (2:44)
10. In This Town (2:43)
11. No Grave But The Sea (2:32)
12. Fields Of Fire (4:22)

Gesamtspieldauer: 37:10




Oh, mal wieder so eine Platte, von der ich noch nicht einmal wusste, dass ich sie überhaupt besitze. The Murder City Devils mit „In Name And Blood“ aus dem Jahr 2000. Bekommen habe ich das Album meinen Aufzeichnungen nach zu Weihnachten 2000 – und da scheint es das Christkind echt gut mit mir gemeint zu haben…

The Murder City Devils sind eine Band aus Seattle im US-Bundesstaat Washington, die sich 1996 gründete und mit „In Name And Blood“ ihr drittes Album vorlegte. Der Stil der Band wird im Internet mit Garage Punk angegeben, einer Mischung aus Garage Rock und modernem Punk. Garage Punk zeichnet sich durch einen eher dreckigen, abgehackten Gitarrensound aus, kombiniert mit Texten, die sich mit schlechtem Geschmack und Rebellion auseinandersetzen. Gut, dafür extra ein eigenes Musikgenre zu kreieren muss nicht unbedingt sein, denn man hätte das auch deutlich einfacher umschreiben können: Die Musik von The Murder City Devils klingt nach Rock, mit ein paar Punk Einsprengseln.

Doch das ist es noch nicht ganz. Die Musik ist hart, kraftvoll und es wird gerockt. Nichts für empfindliche Seelen oder Leute, die eher auf die sanfte Muse stehen. Dazu gesellt sich jedoch etwas, was ich bisher so noch nicht in dieser Konsequenz gehört habe. Ein Keyboard, welches munter und laufend seine Soli über die Lieder hinweg spielt. Ein klein wenig erinnert das an „Light My Fire“ von den Doors, dieser Keyboard-Part des Ray Manzarek, der hier fast bei jedem Lied in verschiedenen Variationen dargeboten wird. Das klingt hier zwar völlig anders, erinnert aber ein wenig daran. Aber genau dieses Zusammenspiel von sehr hartem Rock mit einem einfach nicht still werden wollenden Keyboard, verleiht dieser Musik etwas durchaus Außergewöhnliches, so bisher noch nicht allzu oft Gehörtes. Einzige Ausnahme dabei ist der Titel „I'll Come Running”, der eher ein Rock-Pop-Stück darstellt und damit fast schon total aus der Reihe tanzt. Dafür dürfte allerdings genau jene Nummer den Freunden der Melodiösität wohl am ehesten zusagen.

Fazit: Jeder der auf Rock steht, der wird hier auch etwas für sich entdecken können. Die Lieder sind fast alle im selben Stil gehalten, was natürlich nur relativ wenig Abwechslung mit sich bringt. Andererseits könnte man hier, wenn man es denn gut meint, auch von Konsequenz sprechen. Etwas Negatives darf hier allerdings auch nicht unerwähnt bleiben. Im Booklet zur CD werden alle Musiker mehrfach als Mordopfer dargestellt. Viel Blut gibt es da zu sehen, zum Teil sind das schon grauenvolle Bilder. Über Geschmack lässt sich da sicherlich trefflich streiten. Egal, musikalisch gesehen ist „In Name And Blood“ ein Hard Rock Album mit Berührungspunkten zum Punk, welches durch den Einsatz des Keyboards etwas Besonderes in sich trägt. Spannend. Elf Punkte.

Anspieltipps: Press Gang, Bunkhouse



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