Montag, 17. November 2014

Led Zeppelin – Presence




Led Zeppelin – Presence


Besetzung:

John Bonham – drums, percussion
John Paul Jones – four and eight-string bass guitars
Jimmy Page – guitars
Robert Plant – lead vocals, harmonica on "Nobody's Fault But Mine"


Label: Swan Song Records


Erscheinungsdatum: 1976


Stil: Blues Rock, Hard Rock


Trackliste:

1. Achilles Last Stand (10:25)
2. For Your Life (6:24)
3. Royal Orleans (3:00)
4. Nobody's Fault But Mine (6:16)
5. Candy Store Rock (4:12)
6. Hots On For Nowhere (4:44)
7. Tea For One (9:27)

Gesamtspieldauer: 44:28




„Presence“ nannten die vier Musiker von Led Zeppelin ihr siebtes Studioalbum. Im Jahr 1976, also ein Jahr nach dem wirklich gelungenen Doppelalbum „Physical Graffiti“ veröffentlicht, lässt diese Scheibe selbst bei einigen Led Zeppelin Fans ein etwas zwiespältiges Gefühl zurück. Mitunter wird „Presence“ sogar als der Anfang vom Ende der Band bezeichnet. Nun, ganz soweit muss man sicherlich nicht gehen, allerdings ist „Presence“ durchaus anders geworden, als noch die Vorgänger.

Was zunächst einmal auffällt, ist die dieses Mal geänderte Instrumentierung. So hört man auf „Presence“ weder ein Keyboard und auch keine akustische Gitarre mehr. Letzteres weist schon mal auf den Umstand hin, dass hier keine Balladen zu hören sind, von denen Led Zeppelin auf den vorherigen Scheiben einige grandiose Vertreter veröffentlichte. Die Musik auf „Presence“ ist zum Teil sehr viel rockiger, geht oftmals ganz gerade in die Richtung Hard Rock. Und natürlich darf der Blues Rock auch nicht zu kurz kommen. Stellvertretend dafür steht die letzte Nummer der Platte „Tea For One“.

Gut, also härter klingt „Presence“, wieder ein wenig bluesiger vielleicht auch. Und jetzt komme ich zu einem Punkt, der mir auf diesem siebten Led Zeppelin Album sofort auffiel und bis heute auffällt: Es fehlen ein wenig diese Melodien, diese Eingängigkeiten, die ein Lied auch längerfristig im Ohr verweilen lassen. Praktisch völlige Fehlanzeige, die Nummern laufen einfach ein wenig durch, ohne hängenzubleiben. Klar, musikalisch ist das alles perfekt umgesetzt, trotzdem wirken die einzelnen Titel irgendwie nicht so, wie auf früheren Veröffentlichungen. Nun, aber eine Ausnahme gibt es dann doch, ein Titel, der vielleicht doch ein wenig herausragt: der Opener „Achilles Last Stand“. Mit knapp zehneinhalb Minuten ist dieses Lied das drittlängste im Songmaterial von Led Zeppelin und ein richtiger Rocker, der angeblich sogar das Genre Metal streift, was ich hier allerdings nicht ganz so heraushöre. Allerdings ein wirklich gutes und überzeugendes Lied, welches weit aus dem Rest dieser Platte heraussticht.

Fazit: Vielleicht ist es mein nicht vorhandenes Gen den Blues zu spüren, vielleicht meine immer vorhandene Suche nach „der besonderen“ Melodie – ich weiß es nicht. Mit „Presence“ werde ich nicht richtig warm und wurde es auch noch nie und ich befürchte… „Presence“ ist wahrlich kein schlechtes Album und Blues-Fans und auch viele Led Zeppelin Freunde lieben es, für mich ist und bleibt es jedoch eher Durchschnitt. Acht Punkte.

Anspieltipps: Achilles Last Stand



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