Donnerstag, 20. November 2014

Pearl Jam – No Code




Pearl Jam – No Code


Besetzung:

Jeff Ament – bass guitar, guitar, chapman, vocals,
Stone Gossard – guitar, vocals, lead vocals on "Mankind"
Jack Irons – drums
Mike McCready – guitar, piano
Eddie Vedder – lead vocals, guitar, harmonica


Gastmusiker:

Brendan O'Brien – piano


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 1996


Stil: Alternative Rock, Grunge


Trackliste:

1. Sometimes (2:41)
2. Hail, Hail (3:42)
3. Who You Are (3:50)
4. In My Tree (3:59)
5. Smile (3:52)
6. Off He Goes (6:03)
7. Habit (3:36)
8. Red Mosquito (4:04)
9. Lukin (1:02)
10. Present Tense (5:47)
11. Mankind (3:29)
12. I'm Open (2:58)
13. Around The Bend (4:35)

Gesamtspieldauer: 49:38




No Code” nannten Pearl Jam ihr viertes Album, welches 1996 veröffentlicht wurde. Neben Nirvana wird Pearl Jam mit als Erfinder des Grunge gehandelt, kein Wunder, sie kommen ebenfalls aus Seattle… Inzwischen sind Pearl Jam auch die einzigen, die noch regelmäßig Platten veröffentlichen. Nun, dann legt man „No Code“ in den CD-Spieler ein und denkt sich: „Grunge? Komisch, klingt meistens wie Alternative Rock. Aber die Platte ist doch von 1996, da war Grunge doch noch richtig in.“

Im Grunde genommen egal, wie das hier bediente Musikgenre genannt wird, es geht immer um die Musik selbst, die muss eben gefallen beziehungsweise etwas in sich tragen. Und genau das können die einzelnen Titel auf „No Code“ durchaus. Guter und eingängiger Alternative Rock wird hier zumeist geboten, der auch ohne große Umwege ziemlich schnell ins Ohr geht. Aber es ist natürlich nicht nur Alternative Rock, der hier zu hören ist. Selbstverständlich verwöhnen Pearl Jam die Ohren der Hörer auch mit Grunge, wie bei „Hail, Hail“, „Habit“ oder „Mainkind“. Dann gibt es mit „Lukin“ sogar einen sehr kurzen Punk-Ausflug. Haben Pearl Jam jemals schon einmal härter geklungen? Nun und „I’m Open“ ist fast schon als kleiner Ausflug in die experimentelle Musik zu sehen.

Die Spannbreite ist also enorm auf „No Code“. Und egal in welcher musikalischen Atmosphäre sich die Musiker um Eddie Vedder auch bewegen, die einzelnen Titel wirken immer. Einige wenige Durchläufe genügen da bereits, um die einzelnen Perlen für sich zu entdecken. Genauso breit gefächert wie das Musikgenre ist auch das Tempo der einzelnen Tracks. Hier gibt es den sanften Titel, neben einigen Nummern, die im Mid-Tempo angesiedelt sind und auch laute Kracher, die das Pendel zur sehr rockigen Seite ausschlagen lassen. An der Qualität der Lieder ändert dies jedoch ebenfalls nichts, hörenswert bleibt das alles allemal.

Fazit: Das vierte Album noch Pearl Jam ist ein sehr abwechslungsreiches geworden. Lief der Verkauf dieser Scheibe zunächst noch recht schleppend an, da viele Fans von Pearl Jam Grunge in Reinkultur hören wollten und sonst anscheinend nichts, so wird die Platte inzwischen sogar als Geheimtipp für die Wahl zum besten Pearl Jam Album gehandelt. Sei’s drum, dies bleibt natürlich Geschmackssache, festzuhalten ist auf jeden Fall, dass „No Code“ eine gute und unterhaltsame Platte geworden ist, die über keinerlei Ausfälle verfügt. Macht Spaß, wenn man auf Rock steht. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Sometimes, Smile, Red Mosquito, I’m Open



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