Montag, 22. Dezember 2014

Yes – Union




Yes – Union


Besetzung:

Jon Anderson – lead vocals
Steve Howe – guitar, backing vocals
Trevor Rabin – guitar, backing vocals
Chris Squire – bass, backing vocals
Tony Kaye – keyboards, backing vocals
Rick Wakeman – keyboards
Bill Bruford – drums
Alan White – drums, backing vocals


Gastmusiker:

Jonathan Elias – synthesizer, keyboards, vocals
Tony Levin – bass guitar, chapman stick
Jimmy Haun – guitar
Billy Sherwood – bass, guitars, keyboards, vocals
Allan Schwartzberg – percussion
Gary Barlough – synthesizer
Jerry Bennett – synthesizer, percussion
Jim Crichton – synthesizer, keyboards
Gary Falcone – vocals
Deborah Anderson – vocals
Ian Lloyd – vocals
Tommy Funderburk – vocals
Sherman Foote – synthesizer
Brian Foraker – synthesizer
Chris Fosdick – synthesizer
Rory Kaplan – synthesizer
Alex Lasarenko – synthesizer, keyboards
Steve Porcaro – synthesizer
Michael Sherwood – vocals
Danny Vaughn – vocals


Label: Arista Records


Erscheinungsdatum: 1991


Stil: Progressive Rock, Rock, Pop


Trackliste:

1. I Would Have Waited Forever (6:33)
2. Shock To The System (5:09)
3. Masquerade (2:17)
4. Lift Me Up (6:30)
5. Without Hope You Cannot Start The Day (5:19)
6. Saving My Heart (4:42)
7. Miracle Of Life (7:30)
8. Silent Talking (4:01)
9. The More We Live - Let Go (4:54)
10. Angkor Wat (5:24)
11. Dangerous (Look In The Light Of What You're Searching For) (3:39)
12. Holding On (5:25)
13. Evensong (0:52)
14. Take The Water To The Mountain (3:12)
15. Give & Take (4:29)

Gesamtspieldauer: 1:09:56




„Union“ haben die Musiker von Yes ihr dreizehntes Album getauft, welches 1991 veröffentlicht wurde. Und man muss es so sagen, es ist eine etwas seltsame Scheibe geworden. Das liegt vor allen Dingen daran, dass hier acht Yes-Musiker Musik machen – allerdings irgendwie nicht zusammen. Dazu muss man wissen, dass Jon Anderson, Bill Bruford, Rick Wakeman und Steve Howe vorher unter dem Titel „Anderson, Bruford, Wakeman, Howe“ unterwegs waren, den Namen „Yes“ jedoch nicht benutzen durften, da Chris Squire die Rechte daran hielt. Ein „Anderson, Bruford, Wakeman, Howe“-Album hatte es 1989 bereits gegeben, da sollte nun die zweite Platte folgen. Jetzt trafen sich allerdings Jon Anderson und Chris Squire, der zusammen mit Trevor Rabin, Tony Kaye und Alan White weiterhin Yes am Leben erhielt. Die beiden spielten sich ihre neuen Songs vor und kamen sich wieder näher. So nahe sogar, dass man beschloss beide Bands wieder unter dem Namen „Yes“ zu firmieren. So und da waren nun also acht Musiker, die anscheinend parallel fünfzehn Lieder einspielten. Die eine Gruppe die „Yes-Lieder“, die andere die „Anderson, Bruford, Wakeman, Howe-Stücke“. Irgendwie schien das jedoch noch nicht ganz zu reichen, denn Produzent Jonathan Elias und zahlreiche weitere Musiker legten noch zusätzliche Spuren darüber.

Nun zur Musik. Darin erkennt man durchaus noch die Band Yes – immer wieder mal. Leider ist auf „Union“ auch Mainstream-Pop vorhanden, der dann eher von Trevor Rabin, wie beim völlig missratenen „Saving My Heart”, stammt. Die Stücke, die Anderson, Bruford, Wakeman und Howe geschrieben haben, erinnern sehr wohl an ihr erstes Album unter diesem langen Namen und auch ein wenig mehr an Yes. „Masquerade“ ist zum Beispiel wieder solch eine kurze Gitarrensolo-Nummer von Steve Howe, die auf vielen Yes-Alben zu finden ist. „Without Hope You Cannot Start The Day” ist ebenfalls sehr gelungen und knüpft nahtlos an das erste „A, B, W & H” (um das jetzt mal abzukürzen) an. Dann wird mal mehr, mal weniger gerockt. Richtig überzeugend ist das alles jedoch irgendwie nicht mehr. „Angkor Wat” klingt zumindest noch ganz interessant, aber ob das ein Qualitätsmerkmal für einen Song darstellt, das sei mal so dahingestellt. Erwähnenswert ist schließlich noch „Lift Me Up“, auch ein Rabin-Stück. Das ist dann gut gemachte Pop-Musik. Mit Yes hat das nur noch wenig zu tun, jedoch war das bei den beiden vorherigen Alben auch schon so gewesen.

Fazit: Progressive Rock ist das jetzt nur noch am Rande, was die acht Musiker von Yes hier auf „Union“ präsentieren. Warum auf der Platte auch noch elf (!) Gastmusiker auftauchen, die ein Keyboard oder einen Synthesizer bedienen, erschließt sich wohl wirklich niemandem. Oftmals glaubt man zu spüren, dass hier zwei verschiedene Bands ein Album einspielen, das dann von Studiomusikern nochmals glattgebügelt wurde. Allerdings ganz schlecht ist das Gehörte auch nicht, immer wieder mal zwar schon, dafür jedoch auch an manchen Stellen durchaus hörenswert. Durchschnitt eben. Acht Punkte.

Anspieltipps: Masquerade, Lift Me Up, Without Hope You Cannot Start The Day



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