Sonntag, 25. Januar 2015

Jethro Tull – Too Old To Rock ’n’ Roll: Too Young To Die!




Jethro Tull – Too Old To Rock ’n’ Roll: Too Young To Die!


Besetzung:

Ian Anderson – vocals, acoustic guitar, flute, harmonica, occasional electric guitar and percussion
Martin Barre – electric guitar
John Evan – pianos, keyboards
Barriemore Barlow – drums, percussion
John Glascock – bass guitar, vocals


Gastmusiker:

David Palmer – saxophone on track 5, piano on track 11
Maddy Prior – backing vocals on track 8
Angela Allen – backing vocals on tracks 2 & 7
David Palmer – orchestration


Label: Chrysalis


Erscheinungsdatum: 1976


Stil: Folk Rock, Blues Rock, Progressive Rock


Trackliste:

1. Quizz Kid (5:09)
2. Crazed Institution (4:48)
3. Salamander (2:51)
4. Taxi Grab (3:54)
5. From A Dead Beat To An Old Greaser (4:09)
6. Bad-Eyed And Loveless (2:12)
7. Big Dipper (3:35)
8. Too Old To Rock 'N' Roll (5:44)
9. Pied Piper (4:32)
10. The Chequered Flag (Dead Or Alive) (5:32)


Bonus Tracks der remasterten Fassung von 2002:

11. A Small Cigar (3:39)
12. Strip Cartoon (3:17)

Gesamtspieldauer: 49:29




„Too Old To Rock ’n’ Roll: Too Young To Die!” ist das neunte Studioalbum von Jethro Tull und wurde im Jahr 1976 veröffentlicht. Es handelt sich hierbei zwar um ein Konzeptalbum, erzählt wird die Geschichte eines alternden Rockstars, aber nicht mehr wirklich um eine Platte mit Progressive Rock, auch wenn dieses musikalische Genre immer wieder mal mehr oder weniger durchscheint. Den Schwerpunkt des Albums stellt eine Art Folk Adaption dar, die auf den Jethro Tull Sound zugeschnitten wurde. Die „normale“ Songstruktur wurde dabei so gut wie immer eingehalten, von der Instrumentierung her reicht die Spannweite von akustischer Gitarre bis hin zum ganzen Orchester. Im Vordergrund steht dabei jedoch immer ganz klar die weiche und ruhige Atmosphäre in der Musik.

Das opulente „The Chequered Flag (Dead Or Alive)” stellt den orchestralen Abschluss auf „Too Old To Rock ’n’ Roll: Too Young To Die!” dar, ist allerdings bezüglich der Instrumentierung nicht richtungsweisend für die ganze Scheibe, da diese oftmals mit nur sehr dezenter Instrumentierung ebenfalls zu überzeugen weiß. Ruhig und sanft klingt dieses Album meist, welches mit den Liedern „Salamander“ und „From A Dead Beat To An Old Greaser“ zwei weitere Höhepunkte aufweisen kann. Sicherlich beides keine Rock-Stücke, jedoch sehr gefühlvolle und ruhige Nummern, etwas für die leiseren Stunden des Lebens. Nun und es gibt noch eine ganze Menge mehr zu entdecken auf „Too Old To Rock ’n’ Roll: Too Young To Die!”. Da ist zum Beispiel das Titellied und wohl eines der bekanntesten Werke von Jethro Tull überhaupt. Oder „Pied Piper“, was irgendwie noch am ehesten nach Jethro Tull von ein paar Jahren zuvor klingt. Im  Grunde genommen könnte man hier als „hörenswert“ fast jeden Titel aufzählen, denn einen Ausfall, den gibt es auf diesem neunten Album der Band nicht zu beklagen.

Zwei weitere Titel wurden der remasterten Ausgabe des Albums mit „A Small Cigar“ und „Strip Cartoon“ hinzugefügt. Ersterer ist eine ganz ruhige Nummer, bestehend zunächst nur aus dem Gesang des Ian Andersen und der Begleitung mit akustischer Gitarre. Und die zweite Zugaben-Nummer ist zwar ein wenig flotter, jedoch genau wie „A Small Cigar“ eine über aus melodische Angelegenheit. In solch einem Fall hat man dann auch was von den hinzugefügten Bonus Tracks, denn ein Lied zweimal auf einer Wiederveröffentlichung zu hinterlegen, wobei Version 2 kaum von ersterer zu unterscheiden ist, erscheint irgendwie sinnlos, wird den Käufern allerdings auch immer wieder angeboten.

Fazit: Mit „Too Old To Rock ’n’ Roll: Too Young To Die!” hat Ian Anderson seiner Band die Zukunft vorgezeichnet. Denn ab jetzt sollte die eher Folk-orientierte Phase in der Geschichte von Jethro Tull beginnen. Alles auf „Too Old To Rock ’n’ Roll: Too Young To Die!” ist melodiös und harmonisch gehalten. Sicherlich ist es nicht das beste Album von Jethro Tull, bei weitem jedoch auch nicht die schlechteste Platte. Wer auf „angefolkte“ Musik steht, wird hier viel Spaß mit der Scheibe haben, Jethro Tull Fans haben das sowieso. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Salamander, Pied Piper, The Chequered Flag (Dead Or Alive)



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen