Sonntag, 22. Februar 2015

Camel – Rain Dances




Camel – Rain Dances


Besetzung:

Andrew Latimer – electric guitar, acoustic guitar, 12-string guitar, panpipes, flute, fretless bass, electric piano, piano, minimoog, synthesizer, fuzz guitar, rhythm guitar, bass, glockenspiel, backing vocals, lead vocals
Peter Bardens – organ, piano, electric piano, minimoog, synthesizer, clavinet
Andy Ward – drums, percussion, ocarina, glockenspiel, talking drum
Richard Sinclair – bass, lead vocals
Mel Collins – alto saxophone, tenor saxophone, soprano saxophone, clarinet, bass flute, brass arrangements


Gastmusiker:

Martin Drover – trumpet, flugelhorn
Malcolm Griffiths – trombone
Brian Eno – minimoog, electric piano, piano
Fiona Hibbert – harp


Label: Decca Records


Erscheinungsdatum: 1977


Stil: Progressive Rock, ArtPop, Mainstream, Pop


Trackliste:

1. First Light (4:59)
2. Metrognome (4:20)
3. Tell Me (4:08)
4. Highways Of The Sun (4:30)
5. Unevensong (5:35)
6. One Of These Days I'll Get An Early Night (5:54)
7. Elke (4:29)
8. Skylines (4:28)
9. Rain Dances (3:00)


Bonus Tracks der remasterten Albumfassung:

10. Highways Of The Sun (Single Version) (4:04)
11. First Light (BBC "Sight And Sound" In Concert 1977) (5:01)
12. Metrognome (BBC "Sight And Sound" In Concert 1977) (4:55)
13. Unevensong (BBC "Sight And Sound" In Concert 1977) (5:47)
14. Skylines (BBC "Sight And Sound" In Concert 1977) (5:36)
15. Highways Of The Sun (BBC "Sight And Sound" In Concert 1977) (4:59)
16. One Of These Days I'll Get An Early Night (BBC "Sight And Sound" In Concert 1977) (4:12)

Gesamtspielzeit: 1:16:05



Ihr fünftes Album nannten die Engländer von Camel „Rain Dances“. Die Band stand immer für sehr melodischen Progressive Rock. Dieser Pfad wurde auf „Rain Dances“ jedoch immer wieder mal verlassen, denn hier hört man nun auch durchaus poppige Töne, die oftmals einfach langweilig und belanglos klingen.

Und dabei fängt doch alles so gut an. „First Light“ ist eine Instrumentalnummer und zwar eine richtig gute. Schön eingängig und abwechslungsreich und man freut, sich beim ersten Hören der Scheibe, auf das, was da noch so alles kommen wird. Nun mit „Metrognome” folgt sogleich der erste Dämpfer. Obwohl dies zwar sicherlich auch Progressive Rock darstellt, dieser süßliche Gesang klingt dazu jedoch allzu schmalzig und das Lied gewinnt erst im weiteren Verlauf wieder an Stärke, dann wenn eben nicht mehr gesungen wird. Sehr sphärisch und wieder ein klein wenig zu süßlich folgt dann „Tell Me“. Anschließend bekommt man den Tiefpunkt der Platte auf die Ohren, der auch als Single ausgekoppelt wurde, um einen Charterfolg zu generieren. „Highways Of The Sun” ist eine seichte Pop-Nummer, die man einfach nicht gehört haben muss.

Es folgen weitere Titel, die zwar nicht zum Davonlaufen sind, überzeugend klingt das alles allerdings auch nicht mehr wirklich. Zu hören ist eine Mischung aus Pop und Progressive Rock, in seiner sehr sanften Ausführung. „One Of These Days I'll Get An Early Night” klingt für mich sogar ein wenig jazzig, was sicherlich auf den neuen Bassisten Richard Sinclair zurückzuführen ist. Auch „Skylines“ driftet für mich noch ein klein wenig in diese Richtung. Beides sind übrigens Instrumentalnummern, die sich mir leider jedoch völlig verschließen. Ebenfalls ein Instrumentaltitel ist „Elke“. Dieser ist jetzt allerdings wiederum sowas von leicht und luftig, dass er jede Menge Spaß macht und mit dem Opener „First Light“ zu den Höhepunkten der Platte zählt. Zu diesen darf man auch noch den letzten Titel und gleichzeitig auch das Titellied der ganzen Platte „Rain Dances“ hinzufügen. Wieder instrumental eingespielt, enthält die Nummer eine sehr schöne Melodie, die durchaus auch ein wenig Ohrwurmcharakter aufweist.

Der remasterten Fassung des Albums wurden ganze sieben Titel hinzugefügt. Dabei hat man das „Glück“ die Nummer „Highways Of The Sun“ gleich noch mal in einer Single-Fassung und live hören zu dürfen. Auch die restlichen fünf Lieder sind live eingespielte Stücke, bereits auf dem Album vorhandener Titel. Diese werden auch praktisch 1:1 so gespielt, wie in der Studioversion, was somit keinen besonderen Mehrwert darstellt.

Fazit: Mit Camel habe ich echt so meine Schwierigkeiten. Ab und an gibt es durchaus mal ein Lied oder auch mehrere, die mich überzeugen. Dann ist da allerdings auch wieder jede Menge Stückwerk, 08/15 Kompositionen, poppiger Ausschuss, der einfach nicht begeistern kann. Dieser Art der Musik gibt es, neben für mich nicht zugänglichen Canterbury Jazz, auf „Rain Dances“ eine ganze Menge. „Rain Dances“ stellt sicherlich kein Album dar, welches ich bewusst auflege, da ich mich danach sehne. Sieben Punkte.

Anspieltipps: First Light, Elke, Rain Dances



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