Samstag, 28. Februar 2015

Jean Michel Jarre – Equinoxe




Jean Michel Jarre – Equinoxe


Besetzung: 

Jean-Michel Jarre – arp 2600 synthesizer, ems synthi aks, vcs 3 synthesizer, yamaha cs-60, oberheim tvs-1a, rmi harmonic synthesizer, rmi keyboard computer, elka 707, korg polyphonic ensemble 2000, eminent 310u, mellotron, arp sequencer, oberheim digital sequencer, geiss matrisequencer 250, geiss rythmicomputer, ems vocoder


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 1978 / 2014


Stil: Elektronische Instrumentalmusik


Trackliste:

1. Equinoxe, Part 1 (2:23)
2. Equinoxe, Part 2 (5:02)
3. Equinoxe, Part 3 (4:59)
4. Equinoxe, Part 4 (7:05)
5. Equinoxe, Part 5 (3:52)
6. Equinoxe, Part 6 (2:46)
7. Equinoxe, Part 7 (7:48)
8. Equinoxe, Part 8 (5:09)

Gesamtspieldauer: 39:07




Nun, diese Besprechung kann ich getrost sehr kurz halten, denn was für „Oxygene“ galt, das gilt auch zu hundert Prozent für „Equinoxe“. Jean Michel Jarre kreierte auf seinem dritten Studioalbum erneut einmal mehr unglaublich eingängige und melodiöse elektronische Musik, in die man einfach eintauchen möchte und durchaus auch kann. Anders, als zum Beispiel bei Klaus Schulze, klingen die einzelnen Titel nun deutlich weniger nach Weltraum oder an Fahrten in irgendwelche „andere“ Dimensionen. Allerdings ist das auch keine Esoterik-Musik, die uns der Franzose hier darbietet. Vielmehr stellen die einzelnen Titel abgeschlossene Instrumentalstücke dar, die mal mehr, mal weniger Songstruktur aufweisen. Dies bedeutet, dass die einzelnen Nummer zwar durchaus ineinander übergehen, jedoch auch isoliert voneinander gehört werden könnten.

Klar macht dies keinen wirklichen Sinn, denn genau wie bei „Oyxgene“ zählt das Gesamtwerk, welches den Eindruck hinterlässt. „Equinoxe“, was im Französischen für die Tag- und Nachtgleichheit steht und somit wohl den Frühlings- wie Herbstanfang musikalisch nachzeichnen möchte, weist wieder jede Menge wunderschöner Melodien und Harmonien auf, die man sich als Untermalung diverser filmischer Szenen vorstellen könnte. Allerdings muss es sich dabei immer um sehr entspannte Ausschnitte handeln, denn sehr viel relaxter als auf „Equinoxe“ kann Musik kaum klingen.

Fazit: Und hier jetzt die Genießeranleitung: Das Wohnzimmer auf angenehme 21 °C temperieren. Handy und Telefon ausschalten beziehungsweise in weit entfernten Räumen lagern. Lieblingskissen auf dem Sofa drapieren, Musikanlage einschalten, „Equinoxe“ einlegen. Freudig die bereitliegenden Kopfhörer aufsetzen, es sich so bequem wie nur irgendwie möglich machen, die Augen schließen und die innerliche Reise beginnen. Wirkt wie ein ganzer Urlaubstag, diese knapp vierzig Minuten Beschallung und lohnt sich sehr. Elf Punkte.

Anspieltipps: Hier gilt dasselbe wie bei „Oxygene“: Muss man durchhören.



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