Sonntag, 15. März 2015

Jethro Tull – The Broadsword And The Beast




Jethro Tull – The Broadsword And The Beast


Besetzung:

Ian Anderson – vocals, flute, fairlight cmi, acoustic guitar
Martin Barre – electric & acoustic guitars
Peter Vettese – keyboards, piano, synthesizer, vocals
Dave Pegg – bass guitar, mandolin, vocals
Gerry Conway – drums and percussion


Label: Chrysalis


Erscheinungsdatum: 1982


Stil: Art Rock, Folk Rock


Trackliste:

1. Beastie (4:00)
2. Clasp (4:18)
3. Fallen On Hard Times (3:13)
4. Flying Colours (4:39)
5. Slow Marching Band (3:39)
6. Broadsword (5:03)
7. Pussy Willow (3:55)
8. Watching Me Watching You (3:41)
9. Seal Driver (5:10)
10. Cheerio (1:16)


Bonus Tracks der remasterten Albumfassung aus dem Jahr 2005:

11. Jack Frost And The Hooded Crow (3:22)
12. Jack A Lynn (4:40)
13. Mayhem Maybe (3:06)
14. Too Many Too (3:28)
15. Overhang (4:29)
16. Rhythm In Gold (3:08)
17. I'm Your Gun (3:19)
18. Down At The End Of Your Road (3:31)

Gesamtspieldauer: 1:08:05




Nachdem Jethro Tull auf ihrem letzten Album einigermaßen synthetisch – aber trotzdem gut – klangen, so legte Ian Anderson mit „The Broadsword And The Beast“ wieder einen Gang zurück ein, denn dieses vierzehnte Album von Jethro Tull aus dem Jahr 1982 klingt wieder sehr viel mehr nach Folk, als nach Pop.

Erneut hatte es auch wieder Veränderungen in der Besetzung gegeben. Am Schlagzeug saß nun Gerry Conway und mit Peter Vettese bekam Jethro Tull auch wieder einen festen Keyboarder. Die Musik lehnt sich, wie bereits erwähnt, eher an die Folk Phase der Band an. Das soll jedoch nicht bedeuten, dass auf „The Broadsword And The Beast“ nicht auch gerockt wird. Eines Besseren belehrt den Hörer da gleich der erste Titel „Beastie“, der durchaus rockig aus den Boxen quillt. Immer wieder wird das Tempo auf dem Album mal ein wenig angezogen, ohne jedoch in die ganz harte Ecke des Rocks abzudriften.

Dazu gesellen sich selbstverständlich, wie im Grund genommen immer bei Jethro Tull, tolle Melodien und eingängige Harmonien, die durchaus das Potential haben, sehr viel länger im Ohr des Hörers zu verweilen, als nur für diesen Augenblick des Abspielens. Dazu muss man bedenken, dass genau zu jener Zeit, Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts, der Synthie-Pop in aller Munde beziehungsweise in aller Ohr war. Auch hier, auf „The Broadsword And The Beast“, gibt es den ein oder anderen Ton, der in diese Richtung tendiert, jedoch ist dieser dann meisterlich verpackt, sodass es niemals oberflächlich klingt. Zudem wird das Keyboard immer flankiert von analogen Instrumenten, die das Album dadurch sehr viel geerdeter wirken lassen. Übrigens steht die Querflöte bei diesen weiteren Instrumenten gar nicht mal so sehr im Mittelpunkt, sondern spielt auf „The Broadsword And The Beast“ eher in einer für Jethro Tull ungewohnten Nebenrolle.

Die remasterte Version des Albums weist dazu noch sage und schreibe acht weitere Titel auf, die ebenfalls alle in der Zeit Anfang der 80er Jahre entstanden. So wünscht man sich Bonustitel, denn auch diese besitzen durchaus Qualität und runden das gute Bild dieses Album noch einmal ab.

Fazit: Sicherlich nicht das beste Jethro Tull Album, da die Titel zwar gut, jedoch nicht unbedingt außergewöhnlich sind, wahrlich jedoch keine schlechte Scheibe. Ian Anderson und seine Mitmusiker haben es schon immer raus gehabt, wunderschöne Melodien zu kreieren, die einfach Spaß machen, gefallen können und auch hängenbleiben. Ausfälle gibt es auf „The Broadsword And The Beast“ ebenfalls keine zu beklagen, alles besitzt Qualität, sodass allen, die auf gut gemachten, nicht allzu lauten Rock stehen, der eindeutig nach Jethro Tull klingt, dieses Album rundherum empfohlen werden kann. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Fallen On Hard Times, Broadsword



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