Sonntag, 29. März 2015

Spock’s Beard – Spock’s Beard




Spock’s Beard – Spock’s Beard


Besetzung:

Nick D'Virgilio – lead and backing vocals, drums, timpani, percussion, electric and acoustic guitars
Alan Morse – electric and acoustic guitars, backing vocals, lead vocals on "Sometimes They Stay, Sometimes They Go"
Ryo Okumoto – keyboards, backing vocals
Dave Meros – bass guitar, bass synth, sitar, backing vocals


Gastmusiker:

Leah Katz – viola
Eric Gorfain – violin
Daphne Chen – cello
Leah Katz – viola
Richard Dodd – cello
Stephanie O'Keefe – french horn
Jon Titmus – french horn
Jon Papenbrook – trumpets & flugelhorn
Eric Jorgensen – trombone
Ray Yslas – percussion
Kaylene Peoples – flute
Kiko Izumi – erhu
John Boegehold – vocals, additional guitar, synthesizers
Stan Ausmus – vocals, additional guitar
Rich Mouser – voices
The Barnhart Chorus – kids voices


Label: InsideOut Music


Erscheinungsdatum: 2006


Stil: Melodic Rock, Mainstream, Progressive Rock


Trackliste:

1. On A Perfect Day (7:45)
2. Skeletons At The Feast (6:33)
3. Is This Love (2:51)
4. All That’s Left (4:45)
5. With Your Kiss (11:46)
6. Sometimes They Stay, Sometimes They Go (4:31)
7. The Slow Crash Landing Man (5:47)
8. Wherever You Stand (5:09)
9. Hereafter (5:01)
10. As Far As The Mind Can See
I. Dreaming In The Age Of Answers (4:44)
II. Heres A Man (3:28)
III. They Know We Know (3:15)
IV. Stream Of Unconsciousness (5:22)
14. Rearranged (6:08)

Gesamtspieldauer: 1:17:11



Schlicht und ergreifend mit „Spock’s Beard“ betitelten die Musiker der gleichnamigen Band ihr neuntes Studio-Album, welches 2006 erschien. Nach dieser Scheibe sollten die Abstände zwischen den einzelnen Platten deutlich größer werden. Hier auf „Spock’s Beard“ servieren die vier verbliebenen Stammmusiker der amerikanischen RetroProg-Band erneut eine durchaus gelungene Mischung aus Progressive Rock, Mainstream Rock und teilweise mit leicht poppigen Anwandlungen unterfütterten Nummern.

Dass bei solch einer Mischung kein Meisterwerk mehr herausspringen kann, das versteht sich von selbst. Allerdings hat die Platte durchaus ihre Stärken. Das beginnt gleich mit dem Opener „On A Perfect Day”. Eine richtig gute und proggige Nummer, die immer wieder überraschende Moment für den Hörer bereithält. Dazu gesellt sich eine tolle Melodie, die sich sofort im Ohr festsetzt. Das hat was. Genau wie „All That‘s Left“. Hier bewegen sich Spock’s Beard jetzt im Grenzgebiet zwischen Rock und Pop. Der Titel ist wieder mit einer wunderschönen Melodie ausgestattet und gerade der mehrstimmige Gesang im Refrain, lässt das Lied zu etwas Besonderem werden.

Und dann ist da noch das Stück „As Far As The Mind Can See”, welches nicht nur aufgrund seiner Laufzeit von knapp 17 Minuten deutlich in die Richtung Progressive Rock driftet. Aus vier Teilen aufgebaut, wirkt diese Nummer zunächst etwas zurückhaltend im ersten Part, wird dann etwas jazziger im zweiten Teil und entfaltet seine ganze Pracht in den Abschnitten drei und vier. Hier wirkt die Musik von Spock’s Beard jetzt wieder spannend wie zu besten Neal Morse Zeiten. Auch bei dieser Nummer ist der mehrstimmige Gesang wieder besonders herauszuheben, der gerade im dritten Teil, zusammen mit der Bläserfraktion, schon etwas besonders darstellt, was man so sonst nicht unbedingt zu hören bekommt – sehr überzeugend. Dazu immer wieder überraschende Stimmungswechsel, Langeweile kommt hierbei ganz bestimmt nicht auf.

Auch sonst hat die Platte immer wieder etwas zu bieten. Sei es eine schöne Melodie, ein tolles Solo oder aber einen härteren Teil, der richtig gut zum Mitwippen animiert. Klar ist das alles meistens nichts mehr ganz Neues, nichts, was nicht schon irgendwie mal da war – aber sich laufend neu erfinden, das ist keineswegs einfach.

Fazit: Dieses, mit „Spock’s Beard“ selbstbetitelte neunte Album der Amerikaner, ist ein gutes geworden. Musik, die man gerne mal wieder auflegt, die einen nicht durchgängig wegknallt vor Ehrfurcht, die jedoch auch ihre sehr schönen Seiten hat. Wer die Musik der Band mag, wird sicherlich auch die schönen Stellen auf der Platte für sich entdecken. Wer mit Spock’s Beard noch nie so richtig warm wurde, der oder dem wird es mit „Spock’s Beard“ allerdings wieder genauso ergehen. Zehn Punkte.

Anspieltipps: On A Perfect Day, All That’s Left, As Far As The Mind Can See



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