Dienstag, 28. April 2015

Danielle de Picciotto – Tacoma






Label: Moabit Musik


Erscheinungsdatum: 2015


Trackliste:

1. Tacoma (7:08)
2. I Have Love (5:48)
3. Luminous (3:00)
4. Es Gibt Kein Zurück (5:34)
5. In Transit (5:22)
6. Per Aspera Ad Astra (5:49)
7. Home Sweet Home (8:21)
8. Horchata (2:14)
9. The Veil (9:26)

Gesamtspieldauer: 52:42



Wer nach Seattle will, muß zuerst nach Tacoma. SeaTac ist der internationale Flughafen von Seattle. Tacoma ist eine Vorstadt und der Titel der neuen Platte von Danielle de Picciotto. "Tacoma" ist wie eine musikalische Durchreise, um diese Multimedia Künstlerin erfassen zu können.

Irgendwie hatte ich sie lange nicht auf dem Schirm, bis ich die Gemeinschaftsarbeit von ihr und ihrem Ehegatten Alexander Hacke (Einstürzende Neubauten) “The Ship of Fools” vor mir liegen hatte. Ein grandioses Album. Dazu trafen wir drei uns im Café de la Press in San Francisco für ein Interview.

Das liegt nun schon ein paar Jahre zurück. Und seitdem war Danielle auf einmal immer da. Interessiert las ich mit, was sie auf facebook verkündete. In Interviews und Artikeln tauchte immer wieder ihr Name auf. Ich lernte mehr über den Werdegang dieser Ausnahmekünstlerin, die ich vorher so gar nicht kannte, was ich im Nachhinein sehr bedauere. Seit 1987 war sie in Berlin und wurde zum festen Teil und zur treibenden Kraft der dortigen Musikszene. Danielle de Picciotto ist eine kreative Kulturschaffende in jeder Beziehung.

Und nun “Tacoma”, ein Album, das all das zusammenfasst, was ich in den letzten zwei Sätzen geschrieben habe. Kreativ, treibend…. dazu noch weit offen für die verschiedensten Einflüsse. Danielle ist eine Weltbürgerin, die den Klang Berlins genauso erfassen kann, wie die Weite auf einem einsamen Highway im Südwesten der USA. Beim Durchhören dieses Albums erlebt man eine unvergleichliche Klangreise. Es ist ein grenzenloser Soundtrack mit so vielen Bildern, die man entdecken muß. Danielle de Picciotto versetzt einen mit ihrer Musik in Szenen, die man dann selbst füllen kann und muß. Es hängt vom Hörer ab, wie viel Zeit und Fantasie er aufbringen will, um in diese Klanglandschaften hinein gezogen zu werden. Mir fällt beim Hören von “Tacoma” der Begriff “Theater im Kopf” ein. Die Musik ist die Bühne, was man daraus macht, ist einem selbst überlassen.

Danielle de Picciottos Album “Tacoma” ist ein beeindruckendes, ein zärtliches, ein klangreiches Album, das mich absolut fasziniert.[nbsp]



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