Sonntag, 5. April 2015

Jean Michel Jarre – Magnetic Fields




Jean Michel Jarre – Magnetic Fields


Besetzung:

Jean Michel Jarre – mdb poly sequencer, rsf kobol, oberheim ob-x, arp 2600, fairlight cmi, ems synthi aks, ems synthi vcs3, korg kr 55, elka 707, eminent 310u, moog taurus pedal synthesizer, ems vocoder 1000, korg vc-10, electro-harmonix echoflanger


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 1981


Stil: elektronische Musik


Trackliste:

1. Magnetic Fields, Pt. 1 (17:58)
2. Magnetic Fields, Pt. 2 (3:58)
3. Magnetic Fields, Pt. 3 (4:10)
4. Magnetic Fields, Pt. 4 (6:25)
5. Magnetic Fields, Pt. 5 (3:30)

Gesamtspieldauer: 36:04




Nein, „Magnetic Fields“ ist weder so gut wie „Oxygene“ noch so gut wie „Equinoxe“ geworden. Drei Jahre nach „Equinoxe“ erschien dieses vierte Album des Franzosen, allerdings beinhaltet es deutlich weniger dieser Melodien, die die beiden Vorgängeralbum durchaus zu etwas Besonderem werden ließen.

Der Opener, „Magnetic Fields Part 1“ ist auch gleich das längste Stück des Albums. Die Nummer ist selbst aus mehreren Teilen zusammengesetzt und lässt sich durchaus gut anhören, wenn man denn mit dieser synthetischen Musik etwas anzufangen weiß. Treibendere Parts gehen hier in langsamere und weichere über. Dazu kommen nun auch noch stark verfremdete Sounds, völlig ohne Melodie. Kleine Klangkollagen also, die in die umgebende Musik eingebettet sind. Da macht das Ganze zugegebenermaßen spannend und man ist immer gespannt, welche Melodie oder welcher Sound wohl als nächstes zu erhören sein wird. Richtig eingängig sind diese Passagen allerdings nur noch bedingt oder immer wieder mal.

Nun, das kann man von „Magnetic Fields Part 2“ allerdings überhaupt nicht sagen, denn dieses Stück ist ein Ohrwurm, ob er einem gefällt oder nicht. Diese Musik geht sofort ins Ohr und verfügt auch über diesen gewissen Wiedererkennungswert. Der dritte Teil beginnt dann mit Industriegeräuschen, um schließlich in leicht fernöstlich angehauchte Klänge überzugehen. Teil 4 der „magnetischen Felder“ groovt dann wieder deutlich mehr. Besitzt auch eine durchaus eingängige Melodie, klingt allerdings irgendwie noch etwas synthetischer als der Rest der Platte. Nun, dann gibt es da zum Abschluss noch „Magnetic Fields Part 5“. Eine Rumba, die genau so klingt, als ob sie gerade vom Alleinunterhalter auf dem 90. Geburtstag von Oma Martha auf einem billigen Keyboard gespielt werden würde. Das ist dann schon recht schwer verdauliche Kost und kann irgendwie nur als kleiner Scherz des Herrn Jarre verstanden werden.

Fazit: Nein, schlecht ist auch sein viertes Album, „Magnetic Fields“, von Jean Michel Jarre nicht geworden. Allerdings muss ich zugeben, dass ich beim ersten Hören, als ich mir die Platte damals angeschafft hatte, durchaus etwas enttäuscht war, da die beiden Vorgänger wirklich sehr überzeugend klangen. Diese beiden Scheiben hatte sich bereits mein lieber Bruder Arndt zugelegt. Da wir jedoch nicht alles doppelt haben wollten, liehen wir uns also immer wieder mal verschiedene Alben zum Anhören aus. Mit dabei, bei diesem Austausch, war auch die Musik von Jean Michel Jarre. Oftmals hörte ich dann in meinem Zimmer also „Oxygene“ und „Equinoxe“. Er irgendwie jedoch nur ein oder zweimal „Magnetic Fields“. Jetzt weiß ich endgültig warum… Die vielen tollen Melodien der vorherigen Platten, die sind hier auf einige geschrumpft. Neun Punkte.

Anspieltipps: Magnetic Fields Part 1 & 2



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