Freitag, 22. Mai 2015

Roger Hodgson – Open The Door




Roger Hodgson – Open The Door


Besetzung:

Roger Hodgson – vocals, guitars, 12 string guitar, keyboards, harmonium, piano, pipe organ, harpsichord, bass guitar


Gastmusiker:

Alan Simon – high whistle, bodhran, harmonica
Loïc Ponthieu – drums, wavedrum
Laurent Verneret – bass guitar
Denis Banarrosh – percussion
Gerry Conway – percussion, drums
Christophe Negre – saxophone
Bruno Le Rouzic – bagpipe
Pascal Martin – uilleann pipe
Arnaud Dunoyer – hammond organ
Jean Louis Roques – accordion
Jean Pierre Meneghin – scottish drums
Gurvan Houdayer – Scottish drums
Marco Canepa – morse code
Trevor Rabin – electric guitar, keyboards, vocals
Olivier Rousseau – piano
Didier Lockwood – violin
Jean-Jacques Milteau – harmonica
Claude Samard – banjo, dobro slide guitar, bouzouki, pedal steel guitar, oud
Dominique Regef – rebec, vielle a roue
Jeff Phillips – drums
Alan Thomson – bass guitar
Zdenek Rys – oboe
Pavel Belohlavek – cello
Michel Gaucher – flute
Manuel Delgado – spanish guitar, palmas
Dan Ar Braz – arpegg. guitar
Ilana Russell (Alana Cunningham) – children's choir
Sierrah Dietz – children's chorus
Justine Black – children's chorus
Molly Katwman – children's chorus
The Symphonic Orchestra of Prague – conducted by Mario Klemens
The Bulgarian Voices "Philippopolis" – conducted by Hristo Arabadjiev


Label: Epic Records


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Pop


Trackliste:

1. Along Came Mary (6:24)
2. The More I Look (4:56)
3. Showdown (5:19)
4. Hungry (4:27)
5. The Garden (2:15)
6. Death And A Zoo (7:32)
7. Love Is A Thousand Times (3:29)
8. Say Goodbye (3:57)
9. Open The Door (8:55)
10. For Every Man (4:44)

Gesamtspieldauer: 52:02




Doch, doch, das ist schon irgendwie Supertramp-Musik, die man da auf dem dritten Solo-Album von Roger Hodgson zu hören bekommt. Und zwar jene Supertramp-Musik, für die sich ausschließlich Roger Hodgson auszeichnete. Die sehr viel eingängigere also, als jene von seinem Supertramp-Kollegen Rick Davies. Im Jahr 2000 ist „Open The Door“ erschienen und da diese Scheibe bisher auch die letzte war, die von Roger Hodgson veröffentlicht worden ist – im Jahr 2010 erschien lediglich noch ein Live-Album – ist zu befürchten, dass die kreative Phase des Engländers aus Portsmouth endgültig erschöpft ist.

Nun, die Platte reicht nicht an die Qualität der Supertramp Platten heran, obwohl sich einige sehr schöne Stücke darauf befinden, allerdings auch ein paar Füller, die nun so gar nicht mehr überzeugen können. Richtig gelungen ist gleich der Opener „Along Came Mary“, der nach den schottischen Highlands klingt, nach Weite, nach süßer Melancholie. Versehen mit einer tollen Melodie ist dieses Stück einer jener Ohrwürmer, für die Roger Hodgson schon immer stand. Die nächste wirklich sehr gelungene Nummer ist „The Garden“ sehr spärlich instrumentiert ist es auch hier wieder die Melodie, die sich einbrennt. Leider ist dieses Stück nur viel zu kurz. Und dann gibt es da noch das letzte Lied der Platte. Es startet wie ein Folk-Song und fast schon ein wenig zu süßlich, steigert sich dann im weiteren Verlauf aber auch deutlich und entwickelt sich ebenfalls zu einem sehr gelungenen Ohrwurm.

Nun und der Rest? Der Titelsong hält mit seinen knapp neun Minuten einiges für den Hörer parat. Geht ebenfalls ins Ohr und steigert sich schön und konsequent. Durchaus hörenswert, jedoch irgendwie nicht mehr ganz so überzeugend. Bei „Showdown“ wollte Herr Hodgson mal wie Herr Davies klingen. Ist etwas ungewohnt so einen doch eher groovenden und rockigeren Titel von ihm zu hören, aber durchaus noch gelungen. Richtig schwierig wird es allerdings mit „Hungry“. Solch simplen Pop, nein sowas möchte man irgendwie nicht hören vom ehemaligen Supertramp Mitglied und passt eher zu Bands der Kategorie „Typisch Dieter Bohlen“. Dann gibt es noch so ein paar Nummern, die wahrlich etwas zu lieblich beziehungsweise süßlich klingen, nicht ganz mein Ding, wird jemand anderes aber wieder ganz anders beurteilen – wie immer: Geschmackssache.

Fazit: Wer die Musik von Supertramp mag, die oder der wird auch „Open The Door“ von Roger Hodgson mögen. Aber selbstverständlich ist „Open The Door“ kein „Crime Of The Century“ oder „Breakfast In America“ mehr. Die einzelnen Lieder können auf „Open The Door“ mal mehr, mal etwas weniger überzeugen. Trotzdem macht die Platte in ihrer Gesamtheit Spaß und lässt an vielen Stellen durchaus nostalgische Gefühle aufkommen. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Along Came Mary, The Garden, Open The Door



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