Montag, 18. Mai 2015

The Smashing Pumpkins – Siamese Dream




The Smashing Pumpkins – Siamese Dream


Besetzung:

Billy Corgan – lead vocals, lead guitar, bass guitar, mellotron on "Spaceboy", string arrangements
James Iha – rhythm guitar, backing vocals
D'arcy Wretzky – bass guitar, backing vocals
Jimmy Chamberlin – drums


Gastmusiker:

Mike Mills – piano on "Soma"
Eric Remschneider – string arrangements and cello on "Disarm" and "Luna"
David Ragsdale – string arrangements and violin on "Disarm" and "Luna"


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1993


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Cherub Rock (4:58)
2. Quiet (3:41)
3. Today (3:19)
4. Hummer (6:57)
5. Rocket (4:06)
6. Disarm (3:17)
7. Soma (6:39)
8. Geek U.S.A. (5:13)
9. Mayonaise (5:49)
10. Spaceboy (4:28)
11. Silverfuck (8:43)
12. Sweet Sweet (1:38)
13. Luna (3:20)

Gesamtspieldauer: 1:02:16




Es hatte ganz schön gekracht bei den Smashing Pumpkins seit dem letzten und ersten Album „Gish“. Billy Corgan litt an Depressionen, Jimmy Chamberlin kam dem Heroin zu nahe und war kurz vor dem Verbrennen und James Iha sowie D'arcy Wretzky hatten sich getrennt und waren gerade auch nicht so gut drauf. Nun, manches Mal sollen solch Krisen allerdings auch hilfreich sein, neue Wege zu gehen oder noch kreativer zu werden. Nun, geht man nach der Meinung der Fangemeinde der Smashing Pumpkins, dann trifft das hier vollkommen zu. „Siamese Dream“, die zweite Smashing Pumpkins Scheibe, gilt dort häufig als das Meisterwerk der Band schlechthin – zu vergleichen nur noch mit Nirvana‘s „Nevermind“, welches zwei Jahre zuvor, 1991, erschienen war.

Nun, ganz so weit möchte ich mich nicht aus dem Fenster lehnen, obwohl „Siamese Dream“ natürlich eine tolle Scheibe geworden ist. Wer auf kraftvollen und häufig auch kompromisslosen Rock steht, die oder der dürfte hier auch sein Nirwana finden. Einige der Lieder knallen vom ersten bis zum letzten Takt durch. Andererseits gibt es allerdings auch die ruhigeren, besinnlichen Momente, während denen man dann in wunderschönen Melodien schwelgen kann. Das klingt schon alles sehr überzeugend, aber und es darf an dieser Stelle auch nicht unerwähnt bleiben, dass man zunächst jedoch einige Durchläufe der Scheibe benötigt, damit die einzelnen Titel auch wirklich ins Ziel treffen können.

Es ist die Mischung aus dieser harten Gitarrenmusik in Verbindung mit dem Gesang des Billy Corgan, die die Smashing Pumpkins unverwechselbar werden lassen. Dass die vier Musiker es auch ruhiger können, beweisen sie zum Beispiel mit „Disarm“ und hier wird die wunderschöne Melodie auch gleich mitgeliefert. Auch „Today“ geht ziemlich schnell ins Ohr, obwohl es deutlich härter eingespielt wurde. Ebenfalls sehr hörenswert: „Rocket“. Hier ist es der coole Gitarrenlauf, der einen immer wieder aufhorchen lässt. Na und wer es mal so richtig abgefahren mag, die oder der sollte sich das knapp neunminütige „Silverfuck“ reinziehen. Viel härter kann Rock nicht klingen und dazu gesellen sich auch noch ein paar schrägere Töne sowie ein ganz entspannter Mittelteil, der von Billy Corgan wohl nur deshalb mit eingebaut wurde, da jeder Mensch mal eine Pause benötigt.

Fazit: Cool ist „Siamese Dream“ geworden, da besteht überhaupt keine Frage. Wer auf harte Gitarren-lastige Musik steht, wird jede Menge Spaß an „Siamese Dream“ haben. Einige Durchläufe benötigt man zwar, dann jedoch wird alles viel vertrauter und klingt plötzlich deutlich eingängiger. So ist schließlich alles dabei. Musik zum Träumen, Musik zum Headbanging und Musik, um ungebetene Gäste schnell loszuwerden. Abwechslung pur, Rockerherz was begehrst Du mehr? Elf Punkte.

Anspieltipps: Today, Rocket, Disarm, Spaceboy



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