Samstag, 13. Juni 2015

Heaven 17 – Penthouse And Pavement




Heaven 17 – Penthouse And Pavement


Besetzung:

Glenn Gregory – vocals
Ian Craig Marsh – synthesisers, saxophone, percussion
Martyn Ware – synthesisers, linn lm-1, piano, percussion and backing vocals


Gastmusiker:

Malcolm Veale – synthesizers, saxophone
Josie James – vocals on "Penthouse And Pavement"
Steve Travell – piano on "Soul Warfare"
The Boys of Buddha – synthetic horns
John Wilson – bass guitar, guitar and guitar synthesisers on "Pavement Side"


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1981


Stil: Synthie Pop, Funk, New Wave


Trackliste:

1. (We Don't Need This) Fascist Groove Thang (4:19)
2. Penthouse And Pavement (6:22)
3. Play To Win (3:37)
4. Soul Warfare (5:03)
5. Geisha Boys And Temple Girls (4:33)
6. Let's All Make A Bomb (4:07)
7. The Height Of The Fighting (3:00)
8. Song With No Name (3:35)
9. We're Going To Live for A Very Long Time (3:20)

Gesamtspieldauer: 38:01



Was sich da so alles im Laufe der Jahre ansammelt, wenn man regelmäßig Platten und CD’s kauft. Nicht alles davon findet man gut, obwohl es natürlich immer wieder auch gut ist, seinen eigenen musikalischen Horizont ständig zu erweitern. Das macht Musikhören viel spannender und abwechslungsreicher. Allerdings befinden sich dann darunter auch Platten, mit denen man einfach so gar nichts anfangen kann. Eine davon ist das Debut von Heaven 17 mit dem Titel „Penthouse And Pavement“ aus dem Jahr 1981. Ian Craig Marsh und Martyn Ware hatten The Human League verlassen, mit Sänger Glenn Gregory Heaven 17 gegründet und wollten es nun ein bisschen anders machen als bei The Human League.

Synthi-Pop ist schon mal so eine Sache. Manchmal beinhaltet dieser jedoch auch richtig tolle Melodien, etwas, was sehr schnell ins Ohr geht. Hier auf „Penthouse And Pavement“ finden sich solche Nummern allerdings nicht – vielleicht sollte ich allerdings auch sagen: Sie erschließen sich mir nicht. Andere Hörer könnten das durchaus anders sehen. Nun, jetzt kommt zu diesem, für mich plastikmäßigen Sound auch noch ein Schuss Funk hinzu und da gehen bei mir dann alle Warnblinklichter im Ohr an und jemand flüstert mir zu, dass ich ohne Hektik, allerdings durchaus zügig, diesen Ort verlassen sollte. Wahnsinn, ich bekomme körperliche Schmerzen, wenn ich solch Nummern wie „Play To Win“ oder „Soul Warfare“ zu hören bekomme.

Nun, aber es muss doch auch etwas Gutes, Hörenswertes auf „Penthouse And Pavement“ geben. Gewiss, gewiss, festzuhalten ist nämlich auf jeden Fall, dass die ehemalige zweite LP-Seite doch ein wenig besser gelungen ist, als die ersten vier Nummern, die unter der „Überschrift“ „Pavement“ aufgeführt wurden. Bei den Titeln „Geisha Boys And Temple Girls“ und „Let's All Make A Bomb” bekommt man immerhin noch Harmonien zu hören, die zumindest etwas ins Ohr gehen. Auch die hierauf folgenden Titel heben sich diesbezüglich noch ganz leicht von den ersten Nummern der Scheibe ab. Zumindest leicht.

Fazit: Nein, das ist definitiv keine Musik für mich. Das klingt alles so künstlich, irgendwie nach Plastik eben. Die Melodien sind wahrlich rar gesät auf „Penthouse And Pavement“ und auch die Texte sprühen jetzt nicht gerade vor Geistesreichtum. Synthie-Pop ist eben eine „gefährliche“ Sache, die durchaus sehr nervig wirken kann. Funkiger Synthie-Pop ist dann noch mal eine entsprechende Steigerung. Schlimm. Drei Punkte.

Anspieltipps: Geisha Boys And Temple Girls, Let's All Make A Bomb



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