Dienstag, 28. Juli 2015

Billy Idol – Billy Idol




Billy Idol – Billy Idol


Besetzung:

Billy Idol – vocals, guitar, arrangements


Gastmusiker:

Steve Stevens – guitars, arrangements
Phil Feit – bass
Steve Missal – drums


Label: Chrysalis


Erscheinungsdatum: 1982


Stil: Rock, New Wave


Trackliste:

1. Come On, Come On (3:59)
2. White Wedding - Part 1 (4:10)
3. Hot In The City (3:38)
4. Dead On Arrival (3:53)
5. Nobody's Business (4:05)
6. Love Calling (4:55)
7. Hole In The Wall (4:08)
8. Shooting Stars (4:32)
9. It's So Cruel (5:07)
10. Congo Man (1:08)
11. Dancing With Myself (3:16)

Gesamtspieldauer: 42:03




1982 erschien das selbstbetitelte Debut des Billy Idol, jenes Sängers und Musikers, der so herrlich seine Lippen schürzt und damit – unfreiwillig (?) – so manch einen Lacher sofort auf seiner Seite hatte. Billy Idol gab sich damals gerne als Punk, ist das allerdings mit Sicherheit nun nicht mehr, zumindest nicht auf seiner Debut-Platte – vielleicht aber immer noch ganz tief drin in seinem Herzen, wer weiß das schon… Auf dem Album „Billy Idol“ hört man eine Mischung aus Rock mit einigen kleineren New Wave-Anleihen. Alles sehr eingängig komponiert und gestaltet, damit die Musik auch möglichst sofort beim Hörer ankommt du zündet.

Billy Idol hatte Generation X verlassen, von daher wohl auch noch die Aura des Punk, die ihn umgab und mit der Single „Dancing With Myself“, die 1981 veröffentlicht worden war, bereits einen Erfolg gefeiert. Seltsamerweise war dieses Lied auf der ursprünglichen Ausgabe der Platte gar nicht vorhanden, sondern wurde erst der neuerlichen Auflage der Scheibe im Jahr 1983 am Ende hinzugefügt. Was man also auf „Billy Idol“ hört ist ein rockiger New Wave Mix, eingängig und ziemlich schnörkellos. Die Stärken der Platte liegen dabei ganz klar bei den beiden „Hits“ der Scheibe.

Da ist zum einen „White Wedding - Part 1“, welches übrigens so heißt, da es wirklich einen Part 2 gibt, der auf der 12-Inch-Single-Version vorhanden war und sehr viel mehr Synthesizer-lastig ist. Auch dem Kompilations-Album „Vital Idol“ ist die Nummer beigefügt worden. „White Wedding - Part 1“ ist auf jeden Fall eine sehr gelungene Nummer, ein Rocker, den man auch viele Jahre später noch sehr gerne hört und den man, nach dem ersten Genuss, auch nicht mehr vergisst. „Dancing With Myself“ ist schließlich viel eher dem New Wave zuzurechnen. Jedoch auch hier gilt, dass das Lied ziemlich schnell hängenbleibt und eben über eine Melodie verfügt, die es durchaus zu einem Ohrwurm werden lässt. Einmal gehört nicht mehr vergessen.

Nun und der Rest der Scheibe? Ich glaube gar nicht mal, dass man da von „Füllmaterial“ sprechen kann, neun Nummern wären dafür auch definitiv zu viele. Jedoch schaffen es diese Titel längst nicht mehr so zu begeistern und wollen einfach irgendwie nicht so richtig zünden Das kann man alles ganz gut anhören, es bleibt jedoch nur relativ wenig davon hängen. Schade eigentlich.

Fazit: Das Debut des Billy Idol lebt von seinen zwei Höhepunkten, von denen einer ursprünglich gar nicht mit auf der Platte vorhanden war. Allgemein ist das gut eingängiger Rock, den man hier zu hören bekommt, der manches Mal ins Genre des New Wave wildern geht. Viele der Nummer laufen jedoch leider nur mit durch, ohne großartig Spuren beim Hörer zu hinterlassen. Schlecht ist das alles jedoch gewiss nicht, absolut überzeugend allerdings auch nur an zwei Stellen. Acht Punkte.

Anspieltipps: White Wedding – Part 1, Dancing With Myself



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