Sonntag, 30. August 2015

Steve Winwood – Junction Seven




Steve Winwood – Junction Seven


Besetzung:

Steve Winwood – vocals, rhythm guitar, guitar solos, hammond b-3 organ, lead guitar, acoustic piano, synth sax solo, clavinet, acoustic guitar, claves, percussion, additional keyboards, horn arrangement


Gastmusiker:

Jimi Fischer – wah-wah guitar, additional drum programming, bass guitar, guitar
Lenny Kravitz – guitar
Nile Rodgers – guitar
Des'ree – vocals
Vernon "Ice" Black – guitar
Jeff Cressman – trombone
Walfredo Reyes, Jr. – drums, percussion
Walfredo Reyes, Sr. – percussion, timbales
Myron Dove – bass guitar
Louis Fasman – trumpet
Greg "Gigi" Gonaway – midi drums, percussion
Jerry Hey – trumpet, horn arrangement, string arrangements & conductor
Nathan Rubin – concertmaster
Melecio Magdaluyo – saxophone
Rebeca Mauleón-Santana – acoustic piano, horn arrangement
Michael McEvoy – keyboards, drum programming, bass guitar, bass programming, dobro, synth vibes, acoustic piano, synth strings
Narada Michael Walden – bass guitar, drums, percussion, keyboards, drum programming, b-3 bass, synth, hammond b-3 organ, cymbals, synth bass
José Neto – acoustic & nylon electric guitars
Bill Ortiz – trumpet
Marc Russo – saxophone
Marc Van Wageningen – bass guitar
Wayne Wallace – trombone
Daniel Reyes – congas
Frank Martin – keyboards & programming
Gary Brown – bass guitar
Ruby Turner – background vocals
Tony Lindsey – background vocals
Nikita Germaine – background vocals
Sandy Griffith – background vocals
Skyler Jett – background vocals
Claytoven Richardson – background vocals
Annie Stocking – background vocals
Simone Sauphanor – background vocals
Tina Gibson – background vocals
Eugenia Winwood – background vocals


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1997


Stil: Rock


Trackliste:

1. Spy In The House Of Love (4:46)
2. Angel Of Mercy (5:02)
3. Just Wanna Have Some Fun (4:57)
4. Let Your Love Come Down (5:47)
5. Real Love (5:22)
6. Fill Me Up (4:27)
7. Gotta Get Back To My Baby (4:52)
8. Someone Like You (4:38)
9. Family Affair (5:17)
10. Plenty Lovin' (5:57)
11. Lord Of The Street (6:26)

Gesamtspieldauer: 57:31




Steve Winwood kennt man von der Spencer Davies Group, von Traffic, von Blind Faith, von Go – oder eben also Solo-Künstler. In vielen Bands hat der englische Sänger und Multiinstrumentalist mitgewirkt, ist im Rock, wie im Pop, im Rhythm and Blues, im Funk, sogar im Jazz zu Hause. Hier, auf seinem siebten Studioalbum, „Junction Seven“ aus dem Jahr 1997, bewegt sich Steve Winwood ganz klar im Bereich des Funk und Soul. Hierfür hatte er extra den US-Amerikaner und Soul-Spezialisten Narada Michael Walden engagiert, der die Titel des Albums mit komponierte, mit produzierte und auch mit einspielte.

Nicht weiter verwunderlich also, dass man auf „Junction Seven“ weder Pop noch Rock hört, sondern eben eher funkige Musik. Diese wird noch angereichert mit einer Prise Soul und auch ein paar karibische Töne verirren sich mit auf diese Scheibe. Nun, im Grunde genommen kann ich hier die Rezension beenden, denn das ist absolut nicht meine Musik. Mich langweilt das extrem, alle diese musikalischen Genres, zumindest, wenn sie so dargeboten werden, wie es Steve Winwood hier macht. Alles irgendwie gleich klingend und langweilig. Der Fairess halber sei jedoch festgestellt, dass Steve Winwood genau die Stimme hat, die man wohl als Weißer benötigt, möchte man denn Soul und funkige Musik machen. Die Titel sind klasse abgemischt, nicht überfrachtet und grooven zum Teil auch gut. Bläser und ein toller Background-Chor sorgen für die entsprechende Fülle, Abwechslung und eben dieses funkige bis soulige Gefühl.

Leider nur wirken die einzelnen Titel sehr ähnlich, zwar werden auch Balladen dargeboten, diese wirken allerdings so etwas von unfassbar schmalzig, dass man selbst beim Schreiben auf der Tastatur ausrutscht, wenn gerade diese Musik im Hintergrund läuft. Die Titel unterscheiden sich leider allgemein nicht großartig voneinander, die Scheibe läuft durch und man fragt sich, ob da überhaupt etwas war. Nachwirkende Musik wirkt eben, diese nicht. Und dazu gesellt sich noch einmal mehr dieses Manko mit den Texten. Dauernd nur diesen Liebesschmalz zu hören, nervt irgendwann nur noch und geht einem auf den Zeiger. Wenn man wirklich auch an den Texten interessiert ist, dann ist Steve Winwood ein Totalausfall mit seinem ewigen und langweiligen Liebesgeszülze. Absolut grausam.

Fazit: Mag sein, dass Freunde des Funk und des Soul dieser Scheibe etwas abgewinnen können. Wer eher auf Rock steht, wird Schwierigkeiten mit dieser Scheibe haben – und die dürften nicht zu klein sein. Steve Winwood singt seine schmalzigen Texte zwar toll, das Album ist bestens produziert, doch überzeugen kann das Ganze in keinster Weise. Irgendwie klingt alles gleich, gleich langweilig. Drei Punkte.

Anspieltipps: Real Love



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