Sonntag, 23. August 2015

Yello – Flag




Yello – Flag


Besetzung:

Dieter Meier – vocals, synthesizer
Boris Blank – vocals, synthesizer


Gastmusiker:

Billy Mackenzie – backing vocals
Leos Gerteis – clarinet
Chico Hablas – guitars
Beat Ash – drums, percussion


Label: Fontana Records


Erscheinungsdatum: 1988


Stil: Synthie Pop


Trackliste:

1. Tied Up (6:05)
2. Of Course I'm Lying (5:56)
3. 3rd Of June (4:50)
4. Blazing Saddles (3:53)
5. The Race (8:08)
6. Alhambra (3:38)
7. Otto Di Catania (3:20)
8. Tied Up In Red (8:23)
9. Tied Up In Gear (3:58)

Gesamtspieldauer: 49:01




„Rhythmischen Synthie-Pop“ machen Dieter Meier und Boris Blank, alias Yello, die im Jahr 1988 ihr sechstes Album unter der Überschrift „Flag“ veröffentlichten. 2009 gab es übrigens die bisher letzte Veröffentlichung, das zwölfte Studioalbum der beiden Schweizer. Der alles beherrschende Titel auf „Flag“ ist natürlich „The Race“. Ein achtminütiger Parforce-Ritt, der durchaus die Stimmung eines Rennens wunderbar musikalisch einfängt. So wundert es auch nicht weiter, dass der Titel bereits von Eurosport als Trailer Verwendung fand und auch schon in einem Soundtrack auftauchte.

Hier klingen Yello auch wahrlich mitreißend. Dabei setzt sich die Nummer sogar aus mehreren Teilen zusammen, die für zusätzliche Spannung sorgen. Der Rhythmus, der Beat steht bei „The Race“ ganz oben auf der Agenda, wird immer wieder in rein rhythmischen Abschnitten betont, jedoch wird auch die Melodie des Titels keineswegs über Bord geworfen. Wirklich eine überzeugende Nummer, auch wenn man eher auf Rock Musik steht und mit synthetischen Klängen deutlich weniger anzufangen weiß.

Yello klingen immer dann am Besten, wenn sie in der Art von „The Race“ klingen. Dies ist zweifelsohne beim Opener der Fall. „Tied Up“ hört sich wie eine kleine Einführung zu „The Race“ an. Jedoch auch „3rd Of June“ klingt sehr überzeugend, obwohl oder gerade weil es sogar noch ein wenig vielschichtiger aufgebaut ist. Jedoch bei Weitem nicht alles auf „Flag“ kann überzeugen. „Otto Di Catania“ nervt einfach gewaltig, wenn der Gesang beziehungsweise Sprechgesang beginnt. Vielleicht liegt das allerdings auch daran, dass mich das Lied persönlich an manchen Stellen an solch musikalische Grausamkeiten wie Eros Ramazzotti erinnert. Auch das ebenfalls über achtminütige „Tied Up In Red“ zerrt ein wenig an den Nerven. Rhythmus ist toll, jedoch nur Rhythmik mit Synthie Pop, ohne nennenswerte Melodie muss man eben mögen.

Fazit: Die Höhepunkte gibt es ganz klar auf „Flag“. Dies sind „3rd Of June“ sowie „The Race“. Dann gibt es da noch ein paar ganz nette Titel und eine genau so große Anzahl weniger überzeugender Nummern. Das macht aus der Platte „Flag“ jedoch noch kein Durchschnittsalbum. Die positiven Lieder überwiegen irgendwie, die weniger gelungenen Stücke fallen dann gar nicht mehr so schwer ins Gewicht. Und da die Musik auch wirklich irgendwie eigen, ungewöhnlich und auch etwas Besonderes ist, lohnt es sich immer wieder Mal, da reinzuhören. Zehn Punkte.

Anspieltipps: 3rd Of June, The Race



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