Samstag, 31. Oktober 2015

Blue Öyster Cult – Blue Öyster Cult




Blue Öyster Cult – Blue Öyster Cult


Besetzung:

Eric Bloom – lead vocals, stun guitar, keyboards
Albert Bouchard – drums, lead vocals ("Cities On Flame With Rock And Roll")
Joe Bouchard – bass, lead vocals ("Screams")
Allen Lanier – rhythm guitar, keyboards
Donald "Buck Dharma" Roeser – lead guitar, lead vocals ("Then Came The Last Days Of May" and "Before The Kiss, A Redcap")


Label: Columbia Records


Erscheinungsdatum: 1972


Stil: Hard Rock


Trackliste:

1. Transmaniacon MC (3:20)
2. I'm On The Lamb But I Ain't No Sheep (3:10)
3. Then Came The Last Days Of May (3:30)
4. Stairway To The Stars (3:42)
5. Before The Kiss, A Redcap (4:56)
6. Screams (3:10)
7. She's As Beautiful As A Foot (2:56)
8. Cities On Flame With Rock And Roll (4:02)
9. Workshop Of The Telescopes (4:00)
10. Redeemed (3:50)

Gesamtspieldauer: 36:41




Manchmal scheint es fast so, als könne man sich manche Alben, manche Band, „schönhören“. Je öfters man das Album auflegt, desto besser gefällt es einem plötzlich. Irgendwie geht es mir so bei der ersten Scheibe von Blue Öyster Cult aus dem Jahr 1972. Lief dieses selbstbetitelte Album zuerst nur so durch, ohne auch nur die geringsten Spuren in meinem musikalischen Kosmos zu hinterlassen, änderte sich das jedoch mit der Zeit, nachdem die Platte einige Durchläufe hinter sich hatte und ihr garantiert bereits schwindelig war, nach so vielen Umdrehungen.

Leider wird dieses Album jedoch trotzdem nie zu meinen Favoriten zählen, denn das verhindern zwei ganz wichtige Umstände. Zum einen ist da etwas, was ich sonst wirklich nur ganz selten bemängele, nämlich der Sound. „Blue Öyster Cult“ von Blue Öyster Cult ist wahrlich schlecht abgemischt, das klingt alles irgendwie dumpf und unterdrückt. Und das Schlimme an der Sache ist, dass die remasterte CD-Fassung praktisch denselben Sound bietet, wie die Albumausgabe von 1972. Auch 1972 konnten Platten bereits brillant klingen, dafür gibt es genügend Beispiele, jedoch ist das nicht so bei „Blue Öyster Cult“, die dann wohl zwar digital remastert wurde, jedoch denselben, sehr misslungenen Sound auch auf CD aufweist.

Punkt Nummer zwei, warum dieses Album zwar okay ist, jedoch – zumindest bei mir – niemals Kultstatus erreichen kann, ist das Liedmaterial selbst auf der Platte. Zwar wachsen die einzelnen Nummer durchaus, jedoch so einen richtigen Ohrwurm, solch ein Lied, an welches man sich immer wieder erinnert, denkt man an das Debut von Blue Öyster Cult, das haben die fünf US Amerikaner aus Long Island, New York hier nicht hinterlassen. Alles nett und mit der Zeit auch eingängiger Hard Rock aus den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts, jedoch leider keiner, der einen die Knie erweichen lässt. Dazu ist die Musik der Band hier auch viel zu „normal“, hat wenig Überraschendes zu bieten. Etwas härterer Rock eben, das war es dann aber leider auch schon.

Fazit: Ein handwerklich gut gemachtes Album ist das Debut von Blue Öyster Cult sicherlich. Handwerklich gut gemacht, wenn es um die Instrumente geht, jedoch nicht mehr, wenn damit die Abmischung, der Sound selbst gemeint ist, denn dieser ist deutlich zu dumpf geraten. Die einzelnen Titel sind in Ordnung, wachsen mit den Durchläufen der Scheibe, ohne wirklich ganz große Lieder zu werden. So ist für mich diese Scheibe kein großartiges Album geworden. Eher eine Platte, auf der Hard Rock aus den 70ern zu hören ist, der in genau dieser Zeit beheimatet ist und nur wenig auffällt. Acht Punkte.

Anspieltipps: Then Came The Last Days Of May, Screams, She's As Beautiful As A Foot



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