Mittwoch, 21. Oktober 2015

Calexico – Carried To Dust




Calexico – Carried To Dust


Besetzung:

Joey Burns – vocals, guitars, bass, cello, keyboards, accordion, percussion, vibraphone
John Convertino – drums, percussion, piano
Paul Niehaus – steel guitar, guitars
Jacob Valenzuela – trumpet, keyboards, vibraphone, vocals
Martin Wenk – trumpet, guitar, keyboards, accordion, glockenspiel, vibraphone, harmonica & french horn)
Volker Zander – standup bass, electric bass


Label: City Slang


Erscheinungsdatum: 2008


Stil: Independent Rock, Americana


Trackliste:

1. Víctor Jara's Hands (3:19)
2. Two Silver Trees (3:49)
3. The News About William (2:47)
4. Sarabande In Pencil Form (0:39)
5. Writer's Minor Holiday (3:09)
6. Man Made Lake (3:00)
7. Inspiración (3:34)
8. House Of Valparaíso (2:46)
9. Slowness (3:35)
10. Bend To The Road (3:17)
11. El Gatillo (Trigger Revisited) (3:07)
12. Fractured Air (Tornado Watch) (3:15)
13. Falling From Sleeves (1:20)
14. Red Blooms (3:24)
15. Contention City (4:16)

Gesamtspieldauer: 45:24




„Carried To Dust“ heißt das siebte Album der US-amerikanischen Band Calexico, welches im September 2008 veröffentlicht wurde. Und darauf hört man wieder diese für Calexico unverwechselbare Mischung aus Independent Rock, Folk, Latin, Mariachi und Country. Wahrscheinlich verstecken sich aber wohl noch mehr musikalische Genres auf dieser dreiviertel Stunde Musik, alles scheint bei dieser Band irgendwie zusammenzupassen.

Calexico verstehen dieses Spielen mit unterschiedlichen Musikrichtungen, welches jederzeit spannend und überzeugend bleibt. Die Band klingt hier auch ein klein wenig mehr wie noch in den Anfängen, die „mexikanische und nordamerikanische Karte“ wird immer wieder deutlich ausgespielt. Poppig klingt die Platte kaum, dafür rockig, nicht hart, sondern eher sanft bis hin zum Mid-Tempo hinauf. Dieser Independent Rock überzeugt auch deshalb so, da die Melodien wirklich zu überzeugen wissen. Mag das beim ersten Hören noch „nett“ klingen, stellt man beim zweiten Durchlauf bereits fest, dass sich diese Harmonien bereits fest im Ohr verankert haben.

Die Musik von Calexico auf „Carried To Dust“ klingt nach Weite, nach Sehnsucht, nach Freiheit – und falls diese noch nicht erreicht wurde, dann zumindest nach dem Verlangen danach. Das ist alles durchaus originell und gar nicht so alltäglich. Am allerbesten klingt die Band, wenn es sich irgendwie mystisch oder auf eine Art verwunschen anhört, wie zum Beispiel beim sehr überzeugenden „Man Made Lake“. Ebenfalls in diese Kategorie fällt das sehnsüchtige „Bend To The Road“, bei dem die Musiker ihre Herkunft wieder mal überhaupt nicht verbergen können, was nicht nur am Einsatz einer Lap Steel Guitar liegt. Das kurze Instrumentalstück „Falling From Sleeves“ überzeugt dagegen durch absolute Melodiösität, was ebenfalls auf das etwas verspieltere „Two Silver Trees“ zutrifft.

Fazit: Calexico machen alles, nur keine 08/15-Musik. Und man muss kein Fan mexikanischer und US-amerikanischer Folklore sein, um auf „Carried To Dust“ etwas für sich entdecken zu können. Die Musik von Calexico klingt, ist melodiös, eingängig und die Texte sind durchaus ebenfalls lesenswert. Das ist schon mal eine ganze Menge. Und da die Atmosphäre auf dieser Scheibe ebenfalls eine besondere, so nicht immer zu hörende ist, wird auch dieses Album zu einer lohnenden Anschaffung, wenn man denn Interesse an Rock Musik hat und Spaß daran, mal den Mainstream hinter sich zu lassen. Elf Punkte.


Anspieltipps: Two Silver Trees, Man Made Lake, Bend To The Road, Falling From Sleeves



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