Donnerstag, 15. Oktober 2015

Dream Theater – Awake




Dream Theater – Awake


Besetzung:


James LaBrie – lead vocals
John Petrucci – guitar, backing vocals
Kevin Moore – keyboards, co-lead vocals on "Space-Dye Vest"
John Myung – bass
Mike Portnoy – drums, percussion, backing vocals on "The Mirror"


Gastmusiker:

John Purdell – backing vocals on "The Silent Man"
Duane Baron – backing vocals on "The Silent Man"
Rich Kern – programming on "Space-Dye Vest"


Label: East West Records


Erscheinungsdatum: 1994


Stil: Progressive Metal


Trackliste:

1. 6:00 (5:31)
2. Caught In A Web (5:28)
3. Innocence Faded (5:42)
4. A Mind Beside Itself: I. Erotomania (6:44)
5. A Mind Beside Itself: II. Voices (9:53)
6. A Mind Beside Itself: III. The Silent Man (3:47)
7. The Mirror (6:45)
8. Lie (6:33)
9. Lifting Shadows Off A Dream (6:05)
10. Scarred (10:59)
11. Space-Dye Vest (7:29)

Gesamtspieldauer: 1:15:01



„Awake“ von Dream Theater erschien im September 1994 und stellt das dritte Studio-Album der US-amerikanischen Progressive Metal Band dar. Sehr viel härter fällt die Musik auf „Awake“ aus, deutlich härter, als noch auf den beiden Vorgängeralben. Die Musik ist dabei allgemein dunkler und düsterer geraten, eine Art tiefe Schwermut scheint sich beim Hören über die Musik zu legen.

Gleichzeitig ist „Awake“ auch das letzte Dream Theater Album, an dem Keyboarder Kevin Moore beteiligt war. Unmittelbar nach Fertigstellung der Scheibe verließ er die Band auf eigenen Wunsch. Allerdings verabschiedete er sich mit dem letzten Titel „Space-Dye Vest“, einem der wenigen ruhigen Titel auf „Awake“. Und „Space-Dye Vest“ hat es wahrlich in sich. Wunderschöne Melodie, das Piano beziehungsweise Keyboard steht, neben dem Gesang, im Vordergrund. Der Refrain entwickelt sich immer weiter und hat diesen Ohrwurmcharakter, der ein Lied langfristig nachhallen lässt. Dazu werden immer wieder Gesprächsfetzen eingeblendet, die zusätzlich zur Spannung der Nummer beitragen. Ein schönes Abschiedsgeschenk, was Kevin Moore seiner Ex-Band hinterlassen hat, der hier übrigens auch beim Gesang zu hören ist.

Auch die Nummer davor, „Scarred“, hat es verdient hier besonders erwähnt zu werden. Sicherlich jedoch nicht, weil das Lied mit seinen fast elf Minuten Spieldauer das längste auf dem Album ist. Vielmehr ist „Scarred“ auch der abwechslungsreichste Titel der Platte. Hier gibt es schöne balladeske Abschnitte, genau wie sehr kraftvollen Metal. Das macht schon Laune, sich hier auf diese „Reise“ einzulassen und dem Lied genau zu lauschen. „Scarred“ ist trotz seiner Härte ebenfalls durchaus mit melodiös zu umschreiben. Auch dieser Titel geht ins Ohr und besitzt diesen gewissen Wiedererkennungswert. Dabei enthält dieses Lied zudem ein wirklich hörenswertes Gitarrensolo.

Nun auch der Rest der Scheibe gefällt, bei dem die härteren Töne deutlich die sanfteren, ruhigeren übertreffen. Nicht alles funktioniert dabei sofort. Manches muss anscheinend erst im Ohr der Hörerin des Hörers reifen. Dies passiert jedoch mit jedem weiteren Durchlauf der Platte, die dann immer besser überzeugt.

Fazit: Wer schwere Gitarren liebt, der oder dem dürfte „Scarred“ durchaus gefallen. Dies ist allerdings auch eine Voraussetzung, um mit diesem Album „warm werden“ zu können. Auch wenn sich der Höhepunkt der Scheibe am Ende der Platte fast schon versteckt und im Grunde genommen recht untypisch, da ruhig und sanft, für dieses Album ist, so liegt der Schwerpunkt der Musik auf „Awake“ ganz klar auf dem Progressive Metal. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Scarred, Space-Dye Vest



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen