Freitag, 9. Oktober 2015

Marla Glen – This Is Marla Glen




Marla Glen – This Is Marla Glen


Besetzung:

Marla Glen – vocals, harmonica


Gastmusiker:

Michel Crosio – piano, organ, keyboards
Michel Amsellem – piano
Slim Batteau – organ
Carolin Petit – keyboards, orchestral conduction
Slim Pezzin – guitars
Michel Ayme – guitar
Bernard Paganotti – bass
Thierry Fanfant – bass
Claude Salmierie – drums
Jean-Philippe Fanfant – drums
Jaco Largent – percussion
Richard Galliano – accordion, bandoneon
The Cherub’s Gospel Choir – gospels
Anne Calvert – backing vocals
Debbie Davis – backing vocals
Quatuor Aloysia – strings
Bruno Ribera – tenor saxophone
Alex Perdigon – trombone
Eric Giausserand – trumpet


Label: Disques Vogue


Erscheinungsdatum: 1993


Stil: Blues, Soul


Trackliste:

1. The Cost Of Freedom (3:49)
2. Believer (5:06)
3. Destiny (To Get Up Again) (4:29)
4. Enough (4:20)
5. Personal (4:39)
6. Control (3:58)
7. Travel (4:48)
8. Feet On The Ground (3:24)
9. You Hurt Me (3:42)

Gesamtspieldauer: 38:34




Marla Glen ist wahrlich eine außergewöhnliche Sängerin. Denn würde man es nicht wissen, dass sie eben eine Sängerin ist und nur die Musik hören, so könnte man ihren Gesang, aufgrund ihres tiefen Timbres, durchaus immer wieder mal mit dem eines Mannes verwechseln. Nicht an jeder Stelle ihres ersten, mit „This Is Marla Glen“ betitelten Albums aus dem Jahr 1993, jedoch an vielen. Und genau dieser Umstand macht die Platte durchaus zu etwas Besonderem.

Die Musik ist dabei wohl am besten mit soulig bis bluesig zu umschreiben, geht dabei auch sofort ins Ohr. In der Instrumentierung zeigt sich die US-Amerikanerin, die inzwischen allerdings in Deutschland lebt, auch sehr abwechslungsreich. Diese ist mal hauchzart gehalten oder gleich sehr orchestral aufbereitet. Mit beiden Begleitungen überzeugt Marla Glen, ihre tiefe Stimme steht zu jederzeit und bei jedem Titel im Zentrum der Musik. Dies ist so bei allen neun Titeln des Albums, welches keine Ausfälle aufweist.

Höhepunkte der Scheibe sind „Believer“, das wohl bekannteste Lied der Marla Glen, welches auch schon in der Werbung zum Einsatz kam. Wahrlich gelungen ist auch, das zunächst vom Piano getragene „Enough“. Diese Nummer geht ebenfalls sofort ins Ohr, wird im weiteren Verlauf immer orchestraler, voller, heftiger und nistet sich im Ohr von Hörerin und Hörer ein und verlässt diese auch so schnell nicht mehr. Genau wie die letzte Nummer der Platte, „You Hurt Me“. Cello, Piano und Streicher sorgen für den melodiösen Einstieg in das Lied, in dem Marla Glen die ganze Bandbreite ihrer Stimme einbringt und ausspielt. Angefüllt mit Harmonien besitzt diese Nummer absoluten Ohrwurmcharakter. Allein hierfür lohnt sich die Platte.

Fazit: Klar ist das Soul und Blues. Sicherlich auch ein nicht geringer Anteil an Pop ist hier enthalten, aber sei’s drum. Soul? Blues? Und mir gefällt es. Da sage noch mal jemand, ich sei einseitig in meinem Musikgeschmack. Marla Glen überzeugt auf ihrer ersten Scheibe. Alles auf „This Is Marla Glen“ klingt überaus melodisch und harmonisch und geht schnell ins Ohr. Dazu gesellt sich eben noch diese außergewöhnliche Stimme der Sängerin und fertig ist das außergewöhnliche Album. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Believer, Enough, You Hurt Me



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