Samstag, 28. November 2015

Chris de Burgh – Man On The Line




Chris de Burgh – Man On The Line


Besetzung:

Chris de Burgh – guitar, vocals


Gastmusiker:

Tina Turner – vocals
Rupert Hine – synthesizer, vocals, orchestral arrangements
John Giblin – bass
Howard Jones – piano
Ian Kojima – synthesizer, guitar, saxophone
Al Marnie – bass, vocals
Danny McBride – guitar
Trevor Morais – drums
Glenn Morrow – synthesizer
Phil Palmer – guitar
Jeff Phillips – drums, percussion


Label: A&M Records


Erscheinungsdatum: 1984


Stil: Pop


Trackliste:

1. The Ecstasy Of Flight (I Love The Night) (4:01)
2. Sight And Touch (3:14)
3. Taking It To The Top (4:00)
4. The Head And The Heart (3:59)
5. The Sound Of A Gun (4:29)
6. High On Emotion (4:26)
7. Much More Than This (2:57)
8. Man On The Line (4:25)
9. Moonlight And Vodka (3:39)
10. Transmission Ends (5:59)

Gesamspieldauer: 41:04




Mit seinem siebten Album, „Man On The Line“ räumte der Ire Chris de Burgh einmal mehr charttechnisch so richtig ab, denn auch diese Platte belegte in Deutschland Platz Eins der Album-Hitparaden und wurde mit Platin ausgezeichnet. Gleichzeitig war Chris de Burgh allerdings nochmal sehr viel angepasster geworden, das ganze Album klingt geradezu so, als wolle jeder einzelne Titel darauf dauernd im Radio gespielt werden. War das Vorgängeralbum „The Getaway“ schon ein großer Schritt in diese Richtung des kommerziellen Pops, so war Chris de Burgh mit diesem Album hier jetzt angekommen.

So, damit könnte ich jetzt im Grunde genommen schon aufhören. „Man On The Line“ ist ein Mainstream-Pop-Album, welches einfach nur nervt. Darauf klingt Chris de Burgh mal poppig, in einer Art und Weise, die man auch in Discos auflegen könnte. Dann allerdings hört sich das alles sehr, sehr süßlich an, irgendwie klebrig. Spaß macht das definitiv keinen mehr, zumindest nicht, wenn man auf etwas anspruchsvollere Musik steht oder diese Scheibe mit früheren Werken des Iren vergleicht. Aber was soll es schon, der Erfolg gab ihm ja Recht. Stromlinienförmig muss es sein, ganz schnell ins Ohr gehend, ohne Ecken und Kanten. All das, genau diese Musik gibt es auf „Man On The Line“. Erfolgreicher Pop sicherlich, jedoch keine begeisternde Musik mehr.

Fazit: Wenn ich gefragt werde, welches Album langweilt Dich, dann kann es durchaus sein, das mir ganz spontan „Man On The Line“ von Chris de Burgh einfällt – wundern würde es mich zumindest nicht. Die Platte ist angefüllt bis oben hin mit Kommerz-Pop. Lieder befinden sich darauf, die geradezu danach schreien im Radio in der Endlosschleife zu laufen. Die dazu notwenige Länge haben sie, diese schnelle Eingängigkeit ohne jegliche Tiefe auch. So kreiert man musikalische Verkaufsschlager. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Sight And Touch, The Sound Of A Gun, Moonlight And Vodka



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