Dienstag, 10. November 2015

Oysterband – Granite Years (Best Of 1986 To 1997)




Oysterband – Granite Years (Best Of 1986 To 1997)


Besetzung:

John Jones – lead vocal, melodeon, accordion, piano
Alan Prosser – guitars, mandolin, banjo, violin, vocal
Chopper – bass, cello, vocal
Lee – drums, vocal
Ian Telfer – violin, concertina


Gastmusiker:

Keine Angaben


Label: Cooking Vinyl


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Britischer Folk Rock


Trackliste:

CD1:

1. When I'm Up I Can't Get Down (3:29)
2. Road To Santiago (3:30)
3. Nantive Son (4:40)
4. By Northern Light (3:48)
5. We Could Leave Right Now (5:35)
6. Rambling Irishman (5:04)
7. Be My Luck (2:45)
8. Shouting End Of Life (3:26)
9. We'll Be There (3:21)
10. Mississippi Summer (3:18)
11. Deserter (5:11)
12. Love Vigilantes (4:06)
13. We Shall Come Home (4:18)
14. Hal An Tow (4:26)
15. Molly Bond (4:31)


CD2:

1. Granite Years (4:19)
2. Everywhere I Go (3:49)
3. One Green Hill (3:14)
4. Another Quiet Night In England (3:22)
5. Put Out The Lights (3:34)
6. Voices (4:44)
7. Here's To You (3:15)
8. Blood Wedding (4:04)
9. Milford Haven (3:43)
10. Jam Tomorrow (4:08)
11. Sailor's Bonnet (2:20)
12. 20th Of April (3:38)
13. All That Way For This (4:21)
14. Oxford Girl (4:08)
15. Coal Not Die / The Bells Of Rhymney (7:12)

Gesamtspieldauer CD1 (1:01:36) und CD2 (59:58): 2:01:34




Wer Spaß an typisch britischem Folk hat, so mit Fiddeln und Akkordeon und allem Drum und Dran, manchmal auch irisch klingend, die oder der dürfte an diesem Kompilationsalbum der englischen Formation Oysterband sehr viel Spaß haben. Die Band aus Canterbury, die unter den Namen Fiddler's Dram, Oyster Ceilidh Band, Oyster Band und eben Oysterband seit 1978 bereits 23 Studioalben veröffentlichte, ist hier, auf „Granite Years“, mit Liedern aus den Jahren 1986 bis 1997 vertreten.

Manchmal klingt die Musik der Oysterband sehr, sehr britisch. Dann allerdings glaubt man eher wieder irgendwelche Westernhelden à la John Wayne im Wilden Westen mit einer eng geschnürten Schönheit das Tanzbein schwingen zu sehen. Im Grunde genommen jedoch ganz egal. Immer klingt es nach englischsprachiger Folklore und den einzelnen Liedern kann eine gewisse Eingängigkeit keinesfalls abgesprochen werden. Das klingt durchaus alles sehr melodiös und oftmals auch mitreißend, sodass Menschen, die solche Musik mögen und dazu noch gerne tanzen, hiermit wohl ihren Himmel auf Erden finden dürften. Keine Westernparty also ohne die Oysterband.

Der Schwerpunkt liegt ganz klar auf den etwas schnelleren Titeln, obwohl jedoch auch ruhigere Nummern mit auf diesem Kompilationsalbum vertreten sind. Bei letzteren fühlt man dann schon manchmal diese britische Melancholie, die vielleicht durch das Wetter begründet zu sein scheint – oder doch eher durch diese Leere im Norden der Insel? Ganz egal, durchaus gelungen ist das auf jeden Fall. Wenn es allerdings zu lustig, zu fröhlich wird, dann schrammt das Ganze manches Mal etwas knapp am aufgesetzten Kitsch vorbei, an überbunter Folklore, die Eingeborene darbieten, wenn die Touristenmassen mal wieder einfallen.

Fazit: Das klingt wahrlich nicht schlecht, was die Oysterband hier in diesem zwölfjährigen Zeitraum von 1986 bis 1997 auf Platte presste. Was wirklich dabei überzeugt, das ist, neben all dieser Melodiösität und Eingängigkeit, die Spannbreite, die die Musiker hier ihren Hörern bieten – auch wenn nicht immer alles gleich gut gefallen kann. Manchmal klingt es ein wenig zu sehr aufgesetzt, irgendwie gar nicht mehr authentisch. Dann wird es schwierig. Aber bei dreißig Titeln ist auch genug dabei, was gefällt. Lieder, die mal nachdenklich klingen, mal mitreißend, mal sanft, mal rockig – und eben auch überzeugend. Zehn Punkte.

Anspieltipps: We Could Leave Right Now, 20th Of April, Coal Not Die / The Bells Of Rhymney



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