Samstag, 19. Dezember 2015

Steve Howe – Beginnings




Steve Howe – Beginnings


Besetzung:

Steve Howe – electric and acoustic guitars, bass, lap steel, vocals, mandolin, moog, organ


Gastmusiker:

Alan White – drums
Graeme Taylor – guitar
Malcolm Bennett – bass, flute
Dave Oberlé – drums
Colin Gibson – bass
Patrick Moraz – piano, harpsichord, moog, mellotron
Bud Beadle – saxophone
Mick Eve – saxophone
Patrick Halling – violin
William Reid – violin
John Meek – viola
Peter Halling – cello
Chris Laurence – double bass
James Gregory – flute, piccolo
Sidney Sutcliffe – oboe
Gwyd Brooke – bassoon
Bill Bruford – drums 


Label: Atlantic Records


Erscheinungsdatum: 1975


Stil: ArtPop


Trackliste:

1. Doors Of Sleep (4:09)
2. Australia (4:14)
3. The Nature Of The Sea (3:58)
4. Lost Symphony (4:42)
5. Beginnings (7:34)
6. Will O' The Wisp (6:00)
7. Ram (1:53)
8. Pleasure Stole The Night (2:58)
9. Break Away From It All (4:20)

Gesamtspieldauer: 39:51




Im Jahr 1975 veröffentlichten Yes keine neue Platte, was lag da also näher, ein Solo-Album zu veröffentlichen. Dies machte auch Yes Gitarrist Steve Howe und holte sich dabei gleich Unterstützung durch ehemalige oder aktuelle Bandkollegen. So ist bei fünf Nummern Alan White am Schlagzeug zu hören, bei zwei weiteren Bill Bruford. Am Piano, Cembalo, Synthesizer und Mellotron hört man Patrick Moraz. Damit hätte das erste Solo-Album des Steve Howe auch durchaus ein nettes werden können, nur leider kam niemands auf die Idee dem Yes Gitarristen mitzuteilen, dass er leider so überhaupt nicht singen kann.

Genau das ist das große Manko dieser Scheibe, der Gesang, der äußerst gewöhnungsbedürftig ist. Und Steve Howe trifft bei Weitem nicht alle Töne. Das hört sich dann schon mal relativ schräg an, an manchen Stellen sogar unfreiwillig komisch. Schade, denn die Musik auf „Beginnings“ ist gar nicht mal so schlecht geraten. Man kann zwar nicht behaupten, dass man hier Yes-Musik geboten bekommt, jedoch in die Richtung dieser progressiven Voreiter-Band geht die Musik schon. Eine Ausnahme bildet hier das Titellied, welches mit Orchester eingespielt wurde und sich eher wie ein klassisches Stück anhört und mit Rock Musik so gar nichts mehr zu tun hat. Jedoch macht diese Nummer Spaß, mit jedem Hören sogar noch ein wenig mehr. Streicher, Flöte und Oboe geben alles und so schafft es auch dieses Lied sich einen Platz im Ohr von Hörerin und Hörer zu erobern.

Im Übrigen sind alle Titel auf „Beginnings“ überaus melodiös und gehen ins Ohr, auch wenn sie vielleicht nicht ganz die gleiche Wirkung entfalten, wie jene, die Steve Howe mit seinen Yes-Kollegen einspielte. Trotzdem ist das gut anzuhörender, in die Richtung „progressiv“ gehender Rock, bis eben jener traurige Gesang einsetzt. Vielleicht gewöhnt man sich auch im Laufe des Hörens an diese Stimme, denn zumindest gegen Ende der Scheibe scheint es mit den gesanglichen Qualitäten des Steve Howe irgendwie aufwärts zu gehen – aber vielleicht ist das alles auch nur Einbildung.

Fazit: Ein schlechtes Album ist „Beginnings“ wahrlich nicht geworden. Es wäre ein noch besseres, wenn dieser Gesang nicht wäre und sich Steve Howe um einen ordentlichen Rocksänger bemüht hätte. Interessant bleibt es trotzdem. Die einzelnen Lieder gehen ins Ohr und auch, wenn man „klassisch angehauchte“ Musik von Rockmusikern immer mit Vorsicht genießen muss, so bleibt auch der Titeltrack als Besonderheit hängen – aber da wird ja auch nicht gesungen. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Beginnings, Will O' The Wisp



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