Freitag, 8. Januar 2016

The Rolling Stones – Some Girls




The Rolling Stones – Some Girls


Besetzung:

Mick Jagger – lead and backing vocals, electric guitar, piano on "Faraway Eyes"
Keith Richards – electric and acoustic guitars, backing vocals, lead vocals on "Before They Make Me Run", bass guitar on "Some Girls" and "Before They Make Me Run", piano on "Faraway Eyes"
Ronnie Wood – electric, acoustic, pedal steel and slide guitar, backing vocals, bass guitar and bass drum on "Shattered"
Bill Wyman – bass guitar, synthesizer on "Some Girls"
Charlie Watts – drums


Gastmusiker:

Sugar Blue – harmonica on "Miss You" and "Some Girls"
Ian McLagan – electric piano on "Miss You"; organ on "Just My Imagination"
Mel Collins – saxophone on "Miss You"
Simon Kirke – congas on "Shattered"


Label: Rolling Stones Records


Erscheinungsdatum: 1978


Stil: Rhythm And Blues, Rock And Roll, Blues, Country


Trackliste:

1. Miss You (4:44)
2. When The Whip Comes Down (4:20)
3. Just My Imagination (Running Away With Me) (4:38)
4. Some Girls (4:36)
5. Lies (3:11)
6. Far Away Eyes (4:24)
7. Respectable (3:06)
8. Before They Make Me Run (3:25)
9. Beast Of Burden (4:25)
10. Shattered (3:48)

Gesamtspieldauer: 40:45




Die Frage stellte sich immer vielen Leuten, beziehungsweise wurde sie gestellt: Beatles oder Stones? Mir stellte sich diese Frage nie, obwohl ich auch bei den Rolling Stones ein paar gute Nummern für mich entdeckte und mir auch ein paar Scheiben zulegte. Jedoch unterscheidet sich die Musik dieser beiden Bands dadurch, dass die Beatles innovativ waren, neue Wege bestritten, geniale Lieder schrieben, die Rolling Stones jedoch machen Rock’n‘Roll und Rhythm’n‘ Blues.

Gut, dies ist eben nicht jedermanns Stil, es kann einem ja auch nicht alles gefallen. Jedoch manches Mal wird es in der Musik der Rolling Stones leider sogar richtig krass. Denn die fünf Musiker wollten mit ihrem vierzehnten britisch / europäischen und sechzehnten US-amerikanischen Album, welches 1978 auf dem eigenen Label unter der Überschrift „Some Girls“ erschien, noch ein wenig mehr in den USA absahnen. Nichts lag also näher, genau für diesen Markt gleich noch ein Country Lied mit auf die Scheibe zu pressen. „Far Away Eyes“ heißt dieses und es fehlen einem die Worte. Country und Western in Reinkultur. Kann man überhaupt anbiedernder sein? Wohl kaum.

Gut, das war der Tiefpunkt, es wird besser. Jedoch so richtig zünden kann leider auch der Rest auf Some Girls“ nicht. Wirklich überzeugen können das Titellied „Some Girls“, welches wahrlich ins Ohr geht und Spaß macht. Auch „Beast Of Burden“ kann gefallen, wobei die Version von Bette Midler aus dem Jahr 1984 noch gelungener ist. Nun und der Rest, das ist Rock-Musik, der eher alltäglichen Sorte. Nichts Begeisterndes mehr, allerdings natürlich auch kein Ausschuss. Handwerklich gut gemachte Musik, die sicher bei den Rolling Stones Fans und Freunden der entsprechenden Musikgenres Begeisterung auslöst. Bei allen anderen bin ich mir da nicht so sicher.

Fazit: Wieder einmal zeigt sich, dass ich keine Ahnung von Musik habe. „Some Girls“ erreichte in den USA Platz 1 der US-amerikanischen Billboard Charts und wurde dort zum meistverkauften Album der Stones, mit immerhin sechs Millionen Kopien bis zum Jahr 2000. Außerdem ist es die einzige Scheibe der Rolling Stones, die jemals eine Grammy Nominierung zum besten Album des Jahres erhielt. Den Titel gewannen dann allerdings die Bee Gees mit „Saturday Night Fever“. Auch bei den Kritikern kam die Scheibe gut an, die für viele die beste seit der 1972er Platte „Exile on Main St.“ war. Aber damit noch nicht genug, das Rolling Stone Magazine wählte das Album im Jahr 2003 auf Platz 269 der 500 besten Alben aller Zeiten. Von daher allen, die Musik ganz anders erleben als ich, viel Spaß damit. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Some Girls, Beast Of Burden



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