Donnerstag, 21. Januar 2016

Willard Grant Conspiracy – Regard The End




Willard Grant Conspiracy – Regard The End


Besetzung:

Simon Alpin – acoustic and electric guitar, mandolin, vocals
Chris Eckman – grand piano, guitar
Yuko Murata – grand piano, melodica
Josh Hillman – violin
David Michael Curry – viola, saw, vocals
Peter Linnane – field organ
Robert Fisher – acoustic guitar, vocals
Nathan Logus – drums, percussion
Pete Sutton – bass guitar
Dennis Cronin – trumpet
Drew O'Doherty – electric guitar
Jess Klein – vocals
Kristin Hersh – vocals
John Dragonetti – drum loops, assorted sounds
Blake Hazard – vocals
Paul Austin – acoustic guitar, bass
T.W. Walsh – keyboards
Gary Johnston – percussion


Label: Kimchee Records


Erscheinungsdatum: 2003


Stil: Americana, Alternative Country


Trackliste:

1. River In The Pines (4:45)
2. The Trials Of Harrison Hayes (3:16)
3. Beyond The Shore (3:13)
4. The Ghost Of The Girl In The Well (4:50)
5. Twistification (5:23)
6. Another Man Is Gone (3:22)
7. Soft Hand (5:43)
8. Rosalee (3:31)
9. Fare Thee Well (4:09)
10. Day Is Passed And Gone (1:47)
11. The Suffering Song (7:51)

Gesamtspieldauer: 47:55



„Regard The End“ heißt das sechste offizielle Album von Willard Grant Conspiracy, welches im Jahr 2003 bei Kimchee Records veröffentlicht wurde. Wieder einmal hatte Robert Fisher zahlreiche Musiker um sich scharen können, mit denen er dann elf neue Lieder einspielte. Geschrieben wurden die Titel alle von Robert Fisher im Alleingang, jedoch benötigte er zum Einspielen dieser Tracks erneut jede Menge Musiker, die ihn bei der Umsetzung seiner musikalischen Ideen unterstützen konnten.

Das Ergebnis ist – wie immer bei Willard Grant Conspiracy – eine Ansammlung von saften, meist sehr zurückhaltenden Liedern, die genremäßig gar nicht mehr so zwischen Alternative Country und Americana angesiedelt sind, sondern sehr viel eher ganz klare Ausschläge hin zum Folk zeigen beziehungsweise hören lassen. Die akustische Gitarre des Robert Fisher steht dabei immer im Vordergrund, genau wie dessen meist etwas tieferer und somit durchaus sonorer und warmer Gesang. Ebenfalls wurden dieses Mal die Streicher stark in die Musik von Willard Grant Conspiracy auf „Regard The End“ integriert. Violine und Viola sind fast allgegenwärtig und verleihen der Musik noch zusätzliche Wärme. Dazu gesellt sich eine, oft im Hintergrund und damit sehr zurückhaltend gespielte Trompete und fertig ist der dichte und bewegende Sound der Band auf diesem Album.

Jedoch trotz dieser Dichte klingt die Musik von Willard Grant Conspiracy auf „Regard The End“ immer sehr zerbrechlich und auch auf ihre Art und Weise sehr leicht. Über allem steht dabei die Melodiösität. Harmonien werden hier mit Harmonien verbunden, sodass alles, jedes Lied, ohne Ausnahme, immer sehr eingängig klingt. Jeder Titel klingt sanft und melodiös. Dadurch könnte man jetzt durchaus mutmaßen, dass die Musik der Band auf „Regard The End“ oftmals in die Langeweile abdriftet, denn großartige Abwechslung gibt es weder im Stil der Musik noch in der Instrumentierung. Trotzdem kommt dieses Gefühl der Langeweile hier jedoch nie auf, da einen zumindest ab und an besondere Melodieführungen wieder aufhorchen lassen. Das schaffen zwar nicht alle Titel auf „Regard The End“ gleichermaßen, aber es gibt jene Nummern zumindest.

Fazit: Es gibt Musikhörerinnen und Hörer, die legen dann Musik auf beziehungsweise ein, wenn sie entspannen, den Kopf frei bekommen, runter kommen wollen – dies alles nach einem anstrengenden Tag zum Beispiel. Für all jene Menschen scheint Robert Fisher seine Musik zu schreiben. Für Menschen die mit dem Musikhören in eine Traumlandschaft entschwinden wollen, genau für jene ist dieses Album geeignet. Folk Musik bestimmt die Lieder auf „Regard The End“, Country gibt es hier nicht zu hören, sodass Freunde dieses Genres vielleicht nicht enttäuscht werden, jedoch sicherlich was anderes erwarten dürften. Für Folk-Freunde bestens geeignet. Zehn Punkte.

Anspieltipps: The Trials Of Harrison Hayes, Fare Thee Well



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