Montag, 14. März 2016

Joe Walsh – But Seriously, Folks...




Joe Walsh – But Seriously, Folks...


Besetzung:

Joe Walsh – vocals, guitars, synthesizer


Gastmusiker:

Joe Vitale – drums, percussion, synthesizer, flute, backing vocals
Willie Weeks – bass guitar
Jay Ferguson – keyboards, vocals
Joey Murcia – guitar
Jody Boyer – backing vocals
Don Felder – pedal steel guitar on "Second Hand Store" and guitar on "At The Station"
Glenn Frey – backing vocals
Don Henley – backing vocals
Timothy B. Schmit – backing vocals
Bill Szymczyk – tambourine, vocals, background vocals


Label: Asylum Records


Erscheinungsdatum: 1978


Stil: Rock


Trackliste:

1. Over And Over (4:53)
2. Second Hand Store (3:35)
3. Indian Summer (3:03)
4. At The Station (5:08)
5. Tomorrow (3:39)
6. Inner Tube (1:25)
7. Theme From Boat Weirdos (4:43)
8. Life's Been Good (8:04)

Gesamtspieldauer: 35:22




„But Seriously, Folks..." nannte der US-amerikanische Musiker und Multi-Instrumentalist Joe Walsh sein viertes Solo-Studio-Album. Im Mai 1978 wurde es auf dem Label Asylum Records veröffentlicht und kletterte bis auf Platz 8 der US-amerikanischen Billboard Charts. Unterstützung bekam Joe Walsh bei den Aufnahmen zu „But Seriously, Folks..." durch seine vier Eagles-Kollegen Felder, Frey, Henley und Schmit, mit denen er seit zwei Jahren auch in jener Band zusammen musizierte.

„But Seriously, Folks..." klingt immer dann überzeugend, wenn es nicht zu Amerikanisch klingt, soll heißen, wenn in den Liedern auf Country-Einflüsse verzichtet wird. Diese gibt es zwar nicht zu oft auf „But Seriously, Folks...", aber solch ein Titel wie „Second Hand Store“ kann einem schon auf den Zeiger gehen, wenn man Musik mit europäischen Wurzeln und Ohren hört – muss nicht, aber kann sein. Dann gibt es auf dieser Scheibe auch noch ein paar relativ süßliche Titel, wie zum Beispiel „Tomorrow“. Hier klingt die Musik des Joe Walsh dann ein wenig anbiedernd und auf die schnelle Eingängigkeit hin komponiert. Muss man ebenfalls nicht unbedingt mögen.

Aber es gibt natürlich auch deutlich bessere Titel auf dieser Platte zu hören. Da ist zum einen der fröhliche und ins Ohr gehende Opener des Albums „Over And Over“. Noch nichts wirklich Besonders, doch ein nettes und gelungenes Pop-Rock Lied. Richtig gut wird es dann allerdings gegen Ende der Platte. Die letzten drei Lieder, von denen die ersten beiden reine Instrumentalnummern sind und gleichzeitig mit die Höhepunkte der Scheibe darstellen. Es beginnt mit dem kurzen „Inner Tube“. Pianoklänge, Synthesizer und auch mal eine Orgel gibt in diesem relaxten und sphärischen Stück zu hören. Entspannt klingt anschließend auch „Theme From Boat Weirdos“. Gar nicht rockig ist dieses Lied und es erinnert teilweise ein wenig an Filmmusik.

Dieses Stück mündet in „Life’s Been Good“, dem wahren Höhepunkt der Scheibe. Das Lied wurde als Single auf eine Spieldauer von viereinhalb Minuten gekürzt, entwickelte sich zum größten Einzelhit des Joe Walsh und kletterte bis auf Platz 12 der US-amerikanischen Charts. Das Lied ist eine nette, ins Ohr gehende Nummer, an manchen Stellen fast ein wenig nach Reggae klingend, die vor allen Dingen in den Instrumentalpassagen sehr zu überzeugen weiß, in denen sie allerdings rockt.

Fazit: Ein außergewöhnliches Album stellt „But Seriously, Folks...“ ganz sicher nicht dar. Allerdings eine ganz nette Rock-Scheibe, auf der Joe Walsh seine Mitgliedschaft bei den Eagles nicht verleugnen kann. Ab und an driftet die Musik schon in die Sphären dieser Süd-Staaten Band. Nicht alles kann auf „But Seriously, Folks...“ überzeugen, richtig schlecht wird es allerdings auch nicht. Durchschnitt eben, nicht mehr und nicht weniger. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Over And Over, Inner Tube, Life's Been Good



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