Samstag, 12. März 2016

The Nits – Giant Normal Dwarf




The Nits – Giant Normal Dwarf


Besetzung:

Henk Hofstede – vocals
Robert Jan Stips – keyboards
Rob Kloet – drums


Label: CBS Records


Erscheinungsdatum: 1990


Stil: Pop, Avantgarde


Trackliste:

1. Radio Shoes (3:09)
2. Ice Princess (3:58)
3. Boy In A Tree (5:05)
4. There From Here (2:51)
5. Sugar River (3:37)
6. Around The Fish (3:03)
7. Fountain Man (4:33)
8. Apple Orchard (4:08)
9. Long Forgotten Story (3:02)
10. Giant Normal Dwarf (2:29)
11. Moon Moon (3:08)
12. The Night Owl (3:40)
13. House Of The Sleeping Beauties (4:07)
14. The Infinite Shoeblack (5:46)

Gesamtspieldauer: 52:36




Auch 1990, auf ihrem elften Studioalbum, schafften es die Nits aus den Niederlanden eine ganz eigene Klangwelt für die Hörerinnen und Hörer zu erschaffen. „Giant Normal Dwarf“ erschien Anfang der 90er Jahre wieder auf dem CBS Label und hielt für die Freunde der Band erneut keine durchgängig einfachen, jedoch immer sehr melodiösen Titel parat. Insgesamt vierzehn Lieder gibt es auf der Scheibe zu hören, die qualitativ alle in etwa die gleiche Höhe erreichen. Ausfälle gibt es auf „Giant Normal Dwarf“ also nicht zu beklagen, sehr viel eher eine ganze Menge gute Musik.

Besonders gelungen sind die Lieder der Nits immer dann, wenn die Musik der Holländer am experimentellsten klingt. Denn die Musiker schaffen es neue Wege zu gehen, ohne dabei Musik zu „konstruieren“, die dabei unhörbar wird beziehungsweise sich dann so kompliziert gestaltet, dass man fast eine Gebrauchsanweisung benötigt, um dieses oder jenes Lied auch nur ansatzweise verstehen zu können. Somit gestaltet sich die Mitte der Platte am gelungensten. Dort befinden sich die Nummern „Around The Fish“, „Fountain Man“ und „Apple Orchard“. Alles drei sind Stücke, die es so eben nur von den Nits zu hören gibt und die absolut keine 08/15-Musik darstellen. Auch wenn das zum Teil etwas schräg klingen sollte, so geht es doch ins Ohr und ist irgendwie etwas Besonderes, was man zum Beispiel im Radio so nie zu hören bekommt.

Auch sonst gibt es auf „Giant Normal Dwarf“ noch einiges zu entdecken. Das etwas südamerikanisch angehauchte Eröffnungslied „Radio Shoes“ ist da sicherlich zu erwähnen, das herrlich entspannte und eingängige „Moon Moon“ oder auch die letzte Nummer des Albums, „The Infinite Shoeblack“. Dieses letzte Lied klingt sehr sanft und weich, dann irgendwie fröhlich beschwingt. Auch diese Nummer stellt wieder ein besonderes, ruhiges und beeindruckendes Stückchen Musik dar.

Fazit: Die Nits machen Musik, die nur The Nits machen und auch machen können. Fast schon müsste man für diese niederländische Band ein ganz eigenes musikalisches Genre generieren. Die Musik der Holländer wirkt zwar experimentell und hört sich zumeist auch genau so an, verliert dabei jedoch nichts an ihrer Melodiösität. Ruhige, nicht alltägliche Musik bekommt man auf „Giant Normal Dwarf“ zu hören. Musik, die es immer wieder schafft, dass man einfach genauer zuhören muss. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Around The Fish, Fountain Man, Apple Orchard, The Infinite Shoeblack



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