Donnerstag, 5. Mai 2016

Plexi – Cheer Up




Plexi – Cheer Up


Besetzung:

Michael Angelos – vocals, bass
Michael Barragan – guitar, noises, minimoog, rhodes 88, vocals on "56"
Norm Block – drums, percussion


Gastmusiker:

Melora Creager – cello on "Ordinary Things", "Star Star"
Paul Roessler – keyboards on "Dayglo" and various other sounds


Label: Sub Pop


Erscheinungsdatum: 1996


Stil: Noise Rock, Punk, Rock


Trackliste:

1. Forest Ranger (4:01)
2. Dimension (2:25)
3. Roller Rock Cam (3:08)
4. Peel (5:02)
5. Dayglo (3:09)
6. Ordinary Things (4:01)
7. Bunny (2:08)
8. Change (2:58)
9. Fourget (2:20)
10. Mountains (3:01)
11. Magnet (2:30)
12. 56 (2:04)
13. Star Star (3:58)

Gesamtspieldauer: 40:48




Plexi war eine US-amerikanische Noise Rock Band, die aus den Musikern Michael Angelos (Gesang, Bass), Michael Barragan (Gitarre, Keyboards) und Norm Block (Schlagzeug) bestand. Aktiv war Plexi in der Zeit von 1993 bis 1999, wobei im Jahr 1996 das einzige Album der Band mit dem Titel „Cheer Up“ auf dem Label Sub Pop veröffentlicht wurde.

Das Genre „Noise Rock“ wird dabei wohl durch Titel wie „Dimension“ oder „56“ begründet. Zu einer Art „Hintergrundrauschen“, welches durch eine punkige Gitarre, geradliniges Getrommel und einem schnell gespielten Bass erzeugt wird, wird zusätzlich noch eher gegrölt als gesungen. Das klingt dann auch alles mehr nach Punk in Reinform, als nach sonst irgendetwas. Allerdings können Plexi auch anders klingen, rockig, wie beim Eröffnungstitel „Forest Ranger“ oder den etwas sanfteren „Ordinary Things“ und „Change“. Poppig wie beim letzten Stück „Star Star“, welches sogar mit Streichern aufzuwarten weiß. Und schließlich gibt es sogar experimentelle Ausflüge auf „Cheer Up“. Beim Titel „Bunny“ geht es nun sogar mehr um Atmosphären, eine Melodie findet man bei dieser Nummer absolut nicht mehr.

Somit stellt „Cheer Up“ ein sehr abwechslungsreiches Album dar. Verschiedene musikalische Genres werden hier bedient, die auf diesem Album allerdings sehr sinnig miteinander verwoben scheinen. Nichtsdestotrotz kann die Scheibe dann allerdings doch nicht restlos überzeugen. Die Musik klingt immer wieder gut, läuft jedoch häufig auch einfach nur so vorbei. Dabei hilft es auch nicht, „Cheer Up“ immer und immer wieder einzulegen. Es bleibt ein interessantes und abwechslungsreiches Album, was jedoch nicht zu begeistern weiß.

Fazit: Eine kleine Reise durch verschiedene musikalische Genres tritt man mit „Cheer Up“ von Plexi an. Ein gesundes Maß an Freude am Punk sollte man definitiv mitbringen, um mit der Scheibe „warm“ zu werden. Ich persönlich finde die rockigen Titel darauf am Gelungensten. Schlecht klingt das alles jedoch nicht und man ist eher überrascht, dass es für diese Band nur zu einem einzigen Album reichte. Acht Punkte.

Anspieltipps: Forest Ranger, Ordinary Things



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