Sonntag, 19. Juni 2016

Subway To Sally – Herzblut




Subway To Sally – Herzblut


Besetzung:

Eric Fish – Dudelsack, Flöte, Schalmei, Gesang, Barock Oboe
David – Schlagzeug, Perkussion
Frau Schmitt – Violine
Simon – akustische Gitarre, Gesang
Bodenski – akustische Gitarre, Leierkasten, Gesang
Ingo Hampf – Gitarren, Laute
Sugar Ray Runge – Bass


Gastmusiker:

Uschi Laar – Harfe
Benni Cellini – Cello
Josef Bach – Programmierung


Label: Island Records


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Mittelalter Folk, Mittelalter Rock, Industrial Rock


Trackliste:

1. Die Schlacht (4:02)
2. Veitstanz (4:40)
3. Das Messer (4:18)
4. Herrin des Feuers (7:07)
5. Kleid aus Rosen (5:01)
6. Wenn Engel Hassen (6:31)
7. Krötenliebe (3:45)
8. Accingite Vos (4:14)
9. So Rot (3:48)
10. Drei Engel (1:14)
11. Kleid aus Rosen (unplugged) (5:03)

Gesamtspieldauer: 49:48




„Herzblut“ heißt das sechste Studioalbum der Potsdamer Band Subway To Sally, welches im April 2001 bei Island Records veröffentlicht wurde. Die Platte stellte gleichzeitig eine Art Abschluss in der Musik von Subway To Sally dar. Auf „Herzblut“ klingen die Lieder größtenteils noch nach Mittelalter-Musik, auch wenn diese schon sehr rockig klingen. Trotz des Rocks hört man hier jedoch noch jede Menge Instrumente aus der Zeit von vor vielen hundert Jahren wie Dudelsäcke oder Schalmeien. Ab dem nächsten Album „Engelskrieger“ sollte dann allerdings der Rock bis hin zur Neuen Deutschen Härte absolut im Vordergrund stehen und immer weniger an das Mittelalter erinnern.

Auf „Herzblut“ hört man sehr melodiöse und eingängigen Mittelalter-Rock, der durchaus auch schon mit „hart“ zu umschreiben ist. Dabei besingt, beschwört, flüstert und ruft Sänger Eric Fish seine Texte den Hörerinnen und Hörern zu. Subway To Sally erzählen Geschichten in ihren Liedern, die häufig auch noch einen mittelalterlichen Hintergrund beinhalten. Nicht immer klingt das ganz überzeugend, immer wieder dann allerdings doch. Dies ist bei der Musik ebenso. Diese wird dann spannend, wenn sie rockt. Dann klingt das Ganze durchaus mitreißend, wie bei den beiden ersten beiden Titeln „Die Schlacht“ und „Veitstanz“. Nach wenigen Durchläufen haben sich diese beiden Titel sofort im Gehör verankert.

Auch „Herrin des Feuers“ macht Laune. Allerdings fängt dieses Lied sehr getragen an, klingt durch die Laute zu Beginn auch sehr nach Mittelalter-Musik. Die Nummer verfügt jedoch über eine sehr eingängige Melodie und weiß sich somit festzusetzen. Mit Lautstärken, Stimmungen und mehrstimmigem Gesang wird hier gespielt, wodurch das Lied immer mehr an Spannung gewinnt – auch über eine siebenminütige Spieldauer. In eine ähnliche Kategorie fällt „So Rot“. Dieses Lied klingt ebenfalls nach Mittelalter, obwohl der Text – zwar poetisch – nicht unbedingt auf diese Zeit abzielt und eher zeitlos ist.

Auch sonst weiß die Musik von Subway To Sally auf „Herzblut“ zu unterhalten beziehungsweise oft zu überzeugen. Richtige Ausfälle lassen sich nicht ausmachen, auch wenn die Musik und die Texte solcher „Mittelalter-Musik“ nicht immer jedermanns Sache sein dürften. Doch der Rock überwiegt und dies ist dann ein durchaus angenehmer Umstand in der Musik von Subway To Sally.

Fazit: Nach Mittelalter klingt „Herzblut“ von Subway To Sally durchaus noch – aber nicht mehr nur. Eine gehörige Portion Rock verbirgt sich auch auf diesem Album, welches damit für Freundinnen und Freunde des eher „normalen“ Rocks ebenfalls eine interessante Platte darstellt. Die meisten Lieder gehen schnell ins Ohr und der Gesang des Eric Fish klingt in seiner Vielfalt durchaus gelungen. Durchaus auch Musik für Leute, die ihren Met nicht unbedingt aus einem Horn trinken müssen. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Die Schlacht, Veitstanz, Herrin des Feuers, Wenn Engel Hassen, So Rot



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