Samstag, 25. Juni 2016

The Sisters Of Mercy – First And Last And Always




The Sisters Of Mercy – First And Last And Always


Besetzung:

Andrew Eldritch – vocals
Craig Adams – bass guitar
Wayne Hussey – guitar, vocals
Gary Marx – guitar
Doktor Avalanche – drums


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1985


Stil: Gothic Rock


Trackliste:

1. Black Planet (4:41)
2. Walk Away (3:24)
3. No Time to Cry (3:59)
4. A Rock And A Hard Place (3:35)
5. Marian (Version) (5:43)
6. First And Last And Always (4:15)
7. Possession (4:42)
8. Nine While Nine (4:10)
9. Amphetamine Logic (4:51)
10. Some Kind Of Stranger (7:20)

Gesamtspieldauer: 46:43




Im März des Jahres 1985 wurde „First And Last And Always“ veröffentlicht, das erste Studioalbum der englischen Gothic Rock Band The Sisters Of Mercy, die sich bereits 1977 in Leeds gegründet hatte. Bei Fans der Band steht die Platte sehr hoch im Kurs, gilt als stilprägend für ein ganzes Genre und hat angeblich auch jede Menge andere Bands und Künstler beeindruckt und inspiriert.

Zu hören ist auf „First And Last And Always“ sehr düstere und sehr elektronisch klingende Musik, die durchaus in die Richtung Gothic Rock zu driften scheint, jedoch auch noch jede Menge Anteile an New Wave enthält. Eingängig klingt das durchaus und die Gothic-Atmosphäre wird hauptsächlich durch den Gesang des Andrew Eldritch geliefert, der sich auch für alle Kompositionen verantwortlich zeigt. Die Musik klingt stark nach den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts und transportiert die musikalische Stimmung dieses Jahrzehnts durchaus sehr treffend. Was allerdings so gar nicht zu funktionieren schien, zumindest zur damaligen Zeit in diesem Tonstudio, das war die richtige Aufnahme oder Abmischung der verschiedenen Titel. Leider gilt diese Feststellung für alle Veröffentlichungen der Platte, egal, ob es sich dabei um die ursprüngliche LP-Ausgabe des Albums handelt oder um eine der „remasterten“ Wiederveröffentlichungen von „First And Last And Always“. Die Musik klingt immer irgendwie verwaschen und mitunter ziemlich dumpf. Kaum zu glauben, dass dies beabsichtigt ist.

Die Höhepunkte auf „First And Last And Always“ befinden sich in der Mitte der Platte. „Marian (Version)“ ist eine tolle und sehr eindringliche Nummer, die zum Teil auch in Deutsch eingesungen wurde. Hier singt Andrew Eldritch gerade so, als ob er eben erst der Gruft entstiegen wäre. Ebenfalls sehr überzeugend klingt das Titellied „First And Last And Always“. Ein Lied, welches schnell ins Ohr geht und bei dem die Gitarre auch einen etwas größeren Auftritt hat. Schließlich sollte man an dieser Stelle auch noch das letzte und längste Stück des Albums, „Some Kind Of Stranger“, erwähnen. Dieses beginnt zunächst relativ mystisch und rockt dann schließlich sogar ein wenig, bis man sich stilistisch irgendwann im New Wave wiederfindet. Auch diese Nummer klingt wieder eher durch den Gesang nach Gothic Rock, weniger durch die Musik selbst, die allerdings ebenfalls schnell ins Ohr geht.

Fazit: Nun, ein Meisterwerk stellt diese Platte sicherlich noch nicht da. Wer allerdings Spaß an New Wave hat, gepaart mit etwas Gothic hat, die oder der wird hier auch auf ihre beziehungsweise seine Kosten kommen. Vieles auf „First And Last And Always“ geht ins Ohr und die Stimme des Andrew Eldritch geht einem sowieso nicht mehr aus dem Kopf. Acht Punkte.

Anspieltipps: Marian (Version), First And Last And Always, Some Kind Of Stranger



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