Sonntag, 11. September 2016

Merlons – Sinn Licht




Merlons – Sinn Licht


Besetzung:

Ani,
P.G. Andreas Haensel,
Fritz Schmitz,
Peter Henrici,
Der Frank


Instrumente: Schalmeyen, Drehleyer, Gitarren, Laute, Bombarde, Violine, Fiedel, Flöte, Bass, Schlagzeug, Percussion, Samples


Gastmusiker:

Phillip Schachinger – Cello
Dana Koppen – 2 Gesang


Label: BMG


Erscheinungsdatum: 1998


Stil: Pop, Rock, Mittelalterrock


Trackliste:

1. Angst (4:34)
2. Insomnia (3:27)
3. Hass (4:05)
4. Gold (3:51)
5. Licht (5:16)
6. Wüsten. Kopf (5:58)
7. Nie wieder (4:18)
8. Feuertanz (3:03)
9. Blinder Blick (3:57)
10. Ihr. Sinn (4:47)
11. Rühr' mich nicht an (3:43)
12. Deswegesweise (3:59)
13. Salamandrina (3:46)
14. Mondenschein (2:02)

Gesamtspieldauer: 56:50




Die Merlons, die auch mal „Merlons Of Nehemiah“, „The Merlons“ oder „Merlons Lichter“ hießen, waren eine Band aus Erlangen, die sich dem Mittelalterrock verschrieben hatten. Dieser typische Klang des Mittelalters, ist zumindest auf der hier vorliegenden Scheibe „Sinn Licht“, jedoch nicht allzu stark ausgeprägt. „Sinn Licht“ wurde im Jahr 1998 auf dem Label BMG veröffentlicht und stellt gleichzeitig das siebte Studio-Album der Band da. Bis zum Jahr 2005 sollte diese Liste noch auf elf Platten anwachsen. Seitdem sind die Merlons allerdings nicht mehr großartig aktiv. Der letzte Eintrag unter den News der Bandhomepage, stammt aus dem April 2009. Die letzten Konzerte haben wohl im Jahr 2007 stattgefunden.

Auf „Sinn Licht“ hört man keinen Mittelalter-Rock mehr im herkömmlichen Sinne. Zwar kommen noch entsprechende, für diese Musik typische Instrumente zum Einsatz, jedoch ist die Musik auf dieser Scheibe sehr viel eher eine Mischung aus Pop und Rock. Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass neben diesen Mittelalterinstrumenten sehr viel Computersound zu hören ist, der so gar nichts mehr mit dem Mittelalter zu tun hat. Die Samples sind ein fester Bestandteil der Musik der Merlons auf „Sinn Licht“. Die Platte wurde so zu einem Pop-Album. Der erhoffte Erfolg ließ dabei jedoch auf sich warten, sodass schließlich Sängerin Ani, die eigentlich Antje heißt, ein Jahr nach Fertigstellung der Platte die Band enttäuscht wieder verließ.

Nun, die Musik auf „Sinn Licht“ ist sicherlich nicht die Neuerfindung des Pop, doch gibt es da eine ganze Menge sehr viel unspektakulärerer Bands, die mit deutlich schlechteren Liedern weit mehr Erfolg haben. Die Lieder auf dieser Platte der Merlons gehen durchaus ins Ohr, klingen abwechslungsreich und auch die Texte sind sehr viel geistreicher und interessanter, als so manches Liebesgesülze. Es gibt die schnelleren Nummern neben den langsameren und man hört Einflüsse der modernen westlichen Pop-Musik genauso heraus, wie orientalische, indische, indianisch angehauchte und mittelalterliche.

Fazit: Ein durchaus interessantes und abwechslungsreiches Album ist „Sinn Licht“ von den Merlons geworden. Verschiedene musikalische Stilrichtungen werden hier miteinander verbunden, von einer Mittalalter-Rockband kann man bei den Merlons auf „Sinn Licht“ mit Sicherheit nicht mehr sprechen. Neben eingängigen Melodien hört man keine Texte vom Reißbrett, sondern durchaus intelligente und durchdachte Lyrics. Zwar fehlt der geniale Ausschlag nach oben, den nach unten sucht man allerdings auch vergeblich. Von daher ein Album, was sich gut hören lässt und mit interessantem Popunterhält. Neun Punkte.

Anspieltipps: Certain People I Know, I Know It's Gonna Happen Someday



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