Samstag, 15. Oktober 2016

The Police – Outlandos d`Amour




The Police – Outlandos d`Amour


Besetzung:

Sting – bass guitar, lead and backing vocals, harmonica, butt piano
Andy Summers – guitar, backing vocals, spoken word, piano
Stewart Copeland – drums, backing vocals, percussion


Gastmusiker:

Joe Sinclair – piano


Label: A&M Records


Erscheinungsdatum: 1978


Stil: Post Punk, Reggae Rock


Trackliste:

1. Next To You (2:54)
2. So Lonely (4:52)
3. Roxanne (3:15)
4. Hole In My Life (4:54)
5. Peanuts (4:02)
6. Can't Stand Losing You (3:04)
7. Truth Hits Everybody (2:54)
8. Born In The '50s (3:45)
9. Be My Girl – Sally (3:23)
10. Masoko Tanga (5:41)

Gesamtspieldauer: 38:48




„Outlandos d'Amour“ nannten die englischen Musiker Sting, Andy Summers und Stewart Copeland – kurz The Police – ihr Debut-Album, welches im November 1978 bei A&M Records erschien. Diese Scheibe wird vom Rolling Stone Magazine auf Platz 38 der „100 besten Debut-Alben“ und auf Platz 428 der „500 besten Alben“ überhaupt gehandelt. Stewart Copelands's Bruder lieh der Band damals 1.500 Pfund, sodass diese das Album über die Dauer von einem halben Jahr einspielen konnte. Die lange Aufnahmezeit begründet sich darin, dass The Police immer nur dann aufnehmen konnten, wenn gerade eine andere Band einen Termin abgesagt hatte und das Studio Surrey Sound nun sowieso leer gestanden hätte – zu mehr hatten diese 1.500 Pfund nicht gereicht. Immer wieder besuchte Miles Copeland die Aufnahmesessions der Band und machte sich über die Lieder lustig. Das änderte sich erst. Als er den Titel „Roxanne“ hörte. Dieser begeisterte ihn und er ging damit schnurstracks zu A&M Records, die sich auch bereit erklärten, die Nummer als Single zu veröffentlichen. Doch die Single floppte und so versuchte es Miles Copeland mit der Nummer „Can't Stand Losing You“ erneut und A&M Records gaben der Band eine zweite Chance. Und diese Nummer startete schließlich in den Charts durch, in deren Sog sich schließlich auch das vorher gefloppte Lied „Roxanne“ gut verkaufte. Auch „So Lonely“ wurde zum Hit und The Police hatten ihren Vertrag bei A&M Records.

Klingt cool, ist es auch. Andererseits sind diese drei Lieder, „So Lonely“, „Roxanne“ und „Can't Stand Losing You“ – genau in dieser Reihenfolge – auch die Nummern des Albums, die wirklich überzeugen können. Wahrlich tolle Lieder, die dieses Debut-Album auch so überzeugend werden lassen. Dazu gesellen sich noch die Nummern „Next To You“ und „Truth Hits Everybody“, welche ebenfalls noch Spaß machen und überzeugen können. Der Rest der Platte allerdings und das sind mit fünf weiteren Liedern immerhin die Hälfte der Platte, sind dagegen eher gewöhnungsbedürftig bis langweilig und belanglos. Warum diese Scheibe dann also eines der besten Debuts der Rock- und Pop-Geschichte sein soll, das bleibt wohl auf ewig das Geheimnis der Rolling Stone Magazine Redakteure.

Egal, vergisst man die schlechteren Titel der Platte, so muss man doch festhalten, dass The Police hier einen ganz neuen Sound in der Rock- und Pop-Welt kreierten. Reggae Rock, solch ein Genre gab es bisher noch nicht und wenn man Titel wie „So Lonely“ und „Roxanne“ hört, weiß man sofort, was dieses Genre musikalisch in sich trägt. Und genau mit diesen zwei Liedern hat Sting zwei Nummern geschrieben, die auf ewig Klassiker der U-Musik bleiben werden.

Fazit: Nicht alles auf „Outlandos d'Amour“ weiß zu überzeugen. Im Gegenteil sogar, etwa die Hälfte der Platte lässt sich zwar diesem neuen Musikgenre Reggae Rock mit zuordnen, doch wenn dieses nur so geklungen hätte, dann hätte dieses Musikgenre ein eher tristes Dasein geführt. Aber da gibt es ja noch die Lieder „So Lonely“, „Roxanne“ und „Can't Stand Losing You“. Und genau diese Titel machen „Outlandos d'Amour“ so überaus hörenswert. Miles Copeland scheint wahrlich einen ganz guten Musikgeschmack zu haben, denn diese Titel waren auch seine Favoriten. Und ist es jetzt das 38-beste Debut-Album? In meinen Ohren nicht, aber kenne ich überhaupt 39 Debut-Alben? Acht Punkte.

Anspieltipps: So Lonely, Roxanne



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