Samstag, 19. November 2016

Neil Young – Zuma




Neil Young – Zuma


Besetzung:

Neil Young – vocals, guitars


Gastmusiker:

Frank Sampedro – rhythm guitar
Billy Talbot – bass, backing vocals
Tim Drummond – bass on “Pardon My Heart”
Ralph Molina – drums all, backing vocals
Stephen Stills – bass, backing vocals on “Through My Sails”
David Crosby – backing vocals on “Through My Sails”
Graham Nash – backing vocals on “Through My Sails”
Russ Kunkel – congas on “Through My Sails”


Label: Reprise Records


Erscheinungsdatum: 1975


Stil: Folk Rock, Blues Rock


Trackliste:

1. Don't Cry No Tears (2:35)
2. Danger Bird (6:54)
3. Pardon My Heart (3:48)
4. Lookin' For A Love (3:16)
5. Barstool Blues (3:00)
6. Stupid Girl (3:12)
7. Drive Back (3:33)
8. Cortez The Killer (7:31)
9. Through My Sails (2:40)

Gesamtspieldauer: 36:32




„Zuma“ heißt das siebte StudioAlbum des kanadischen Musikers Neil Young. Wieder nahm er es mit seiner, nun neu formierten Band Crazy Horse auf. Die Scheibe erschien im November des Jahres 1975 auf dem Musiklabel Reprise Records, lediglich fünf Monate nach seinem sechsten Album „Tonight's The Night“. Das Album kletterte bis auf Platz 25 der US-amerikanischen Billboard 200 Charts und enthält mit „Cortez The Killer“ eines der bekanntesten Lieder des Neil Young.

Auf „Zuma“ hört man eine Mischung aus Folk Rock und Blues Rock. Der amerikanische Einschlag der Musik kommt hier sehr deutlich zum Tragen, sodass man an der ein oder anderen Stelle auch mal sanfte Annäherungen an den Country heraushört. Allerdings bilden solche Stücke wie „Lookin' For A Love“ glücklicherweise die Ausnahme. Bei Fans und Anhängern von Neil Young steht die Scheibe sehr hoch im Kurs, gilt mit als eine der besten, die der Kanadier jemals veröffentlichte. Ganz so überzeugend klingt das in meinen Ohren allerdings nicht, da neben den bereits nicht begeisternden Country-Anleihen durchaus noch mehr Titel vorhanden sind, die so gar nicht mitreißen können. Ein weiteres Beispiel hierfür wäre die letzte Nummer „Through My Sails“, die Neil Young sogar mit den Kollegen von Crosby, Stills & Nash eingesungen hat. „Through My Sails“ ist ein Titel, der so was von zuckersüß klingt, dass man glaubt lediglich durch das Hören der Musik an Diabetes zu erkranken.

Nun, „Zuma“ hat allerdings auch seine Stärken. „Pardon My Heart“ ist eine wunderschön gefühlvolle Folk Nummer, die eben nicht zuckersüß klingt, sondern melodiös und eingängig. Ein Lied, welches auch länger hängenbleibt. „Stupid Girl“ hingegen ist eine gute Rock-Nummer, ebenfalls ins Ohr gehend und dabei zum Mitwippen anregend. Auch „Drive Back“ fällt genau in diese Kategorie. Und schließlich gibt es auf „Zuma“ mit „Cortez The Killer“ noch einen der bekanntesten Titel des Neil Young. Hier bewegt sich der Kanadier jetzt wieder in den Sphären des Blues und zwar absolut überzeugend. Ein Lied zum Eintauchen und zum Genießen. Abwechslungsreich, bluesig, rockig und der Höhepunkt des Albums.

Fazit: Nicht alles auf „Zuma“ haut einen vom Hocker. Trotzdem ist die Plate natürlich einer der Klassiker im Schaffen des Neil Young. Einige Höhepunkte hält die Scheibe durchaus für die Hörerin und den Hörer parat. Schwierig wird es dann, wenn die Musik zu süßlich wird oder sich dem Genre des Country zu sehr annähert. Für alle Freunde der Musik des Neil Young allerdings natürlich ein Pflichtbesitz. Acht Punkte.

Anspieltipps: Pardon My Heart, Stupid Girl, Cortez The Killer



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