Dienstag, 29. November 2016

Traffic – Mr. Fantasy




Traffic – Mr. Fantasy


Besetzung:

Jim Capaldi – drums, percussion, vocals
Dave Mason – guitar, mellotron, sitar, tambura, shakkai, harmonica, percussion, bass guitar, vocals
Steve Winwood – organ, guitar, bass guitar, piano, harpsichord, percussion, vocals
Chris Wood – flute, saxophone, organ, percussion, vocals


Gastmusiker:

Jimmy Miller – maracas on "Dear Mr. Fantasy"
Steve Marriott – backing vocals and percussion on "Berkshire Poppies"
Ronnie Lane – backing vocals and percussion on "Berkshire Poppies"
Ian McLagan – backing vocals and percussion on "Berkshire Poppies"
Kenney Jones – backing vocals and percussion on "Berkshire Poppies"


Label: Island Records


Erscheinungsdatum: 1967


Stil: Rock


Trackliste:

1. Heaven Is In Your Mind (4:20)
2. Berkshire Poppies (2:58)
3. House For Everyone (2:06)
4. No Face, No Name, No Number (3:34)
5. Dear Mr. Fantasy (5:42)
6. Dealer (3:12)
7. Utterly Simple (3:19)
8. Coloured Rain (2:43)
9. Hope I Never Find Me There (2:09)
10. Giving to You (4:2$)


Bonus Tracks der remasterten Wiederveröffentlichung:

11. Paper Sun (Mono) (3:26)
12. Dealer (Mono) (3:34)
13. Coloured Rain (Mono) (2:54)
14. Hole In My Shoe (Mono) (2:56)
15. No Face, No Name, No Number (Mono) (3:35)
16. Heaven Is In Your Mind (Mono) (4:15)
17. House For Everyone (Mono) (2:05)
18. Berkshire Poppies (Mono) (2:55)
19. Giving To You (Mono) (4:14)
20. Smiling Phases (Mono) (2:43)
21. Dear Mr. Fantasy (Mono) (5:34)
22. We're A Fade You Missed This (Mono) (0:53)

Gesamtspieldauer: 1:13:51




„Mr. Fantasy“ heißt das erste Album der englischen Band Traffic. Steve Winwood gründete, nachdem er die Spencer Davis Group verlassen hatte, zusammen mit Jim Capaldi, Chris Wood und Dave Mason die Band im April 1967 und bereits im Dezember desselben Jahres wurde die Debutplatte auf dem Musiklabel Island Records veröffentlicht. Das Album kletterte bis auf Position 16 der britischen Album Charts und erreichte immerhin Platz 88 in den US-amerikanischen Billboard 200 Charts. Dave Mason hatte die Band allerdings schon wieder verlassen, bevor das Album veröffentlicht worden war. Dies ist auch der Grund, warum die Platte in den USA mit einem anderen Cover veröffentlicht wurde, auf dem nur noch die restlichen drei Musiker zu sehen waren. Auch hieß der ursprüngliche Titel dort: „Heaven Is In Your Mind“. Zudem ist die Songauswahl dort eine andere. Drei neue Titel waren da mit „Paper Sun“, „Hole In My Shoe“ und „Smiling Phases“ zu hören, wohingegen die beiden Dave Mason Lieder „Hope I Never Find Me There“ und „Utterly Simple“ entfernt wurden. Das letzte Stück der US-Ausgabe „We're A Fade, You Missed This“ ist dagegen lediglich das Ende der Langversion von „Paper Sun“. Genau diese mono US-Ausgabe des Albums ist dieser remasterten Fassung der Scheibe in Form der Bonus Tracks hinzugefügt worden. Guter Service.

Nun, dieses erste Album von Traffic klingt durchaus nach den 60er Jahren. Soll heißen, man hört der Platte ihr Alter an – zum Teil sogar sehr deutlich. Das wiederum muss an sich nichts Schlechtes bedeuten, denn nach 60ies Pop, der heute eher altbacken und langweilig klingt, hört sich die Scheibe nicht an – zumindest nicht allzu oft. Ob das jetzt allerdings gleich Psychedelic Rock ist, den man hier hört, wie auch immer wieder zu lesen ist, das sei mal so dahingestellt. Klar gibt es die ein oder andere zur damaligen Zeit neue und unkonventionelle Idee zu hören und die seit Einführung durch die Beatles in Mode gekommene Sitar darf auch nicht fehlen, trotzdem ist das schon eher Pop-Rock der Endsechziger, denn irgendeine psychedelisch geratene Musik.

Die Lieder von Traffic auf „Mr. Fantasy“ gehen ins Ohr. Einen 08/15- Sound zelebrieren die drei bis vier Engländer hier ebenfalls nicht. Sitar, Mellotron, Orgel, Flöte, Saxophon und noch jede Menge weitere Musikinstrumente sorgen für sehr viel Abwechslung auf der Scheibe und auch für immer wieder andere Stimmungen in den einzelnen Liedern auf „Mr. Fantasy“. Dabei klingt die Musik immer melodisch, ohne anbiedernd oder kommerziell zu wirken. Die Höhepunkte des Albums finde ich auf der ersten Hälfte der englischen Ausgabe der Platte sowie in den drei Titeln, die nur auf der amerikanischen Version vorhanden waren. Diese Lieder überzeugen noch ein wenig mehr als die restlichen Stücke und lassen die Scheibe insgesamt zu einer guten Platte werden.

Fazit: Ein gutes Debut-Album ist Traffic mit „Mr. Fantasy“ gelungen. Zwar hört man der Musik auf dem Album immer wieder das Alter an, die Lieder jedoch sind abwechslungsreich, nie langweilig und gehen dabei zumeist auch noch gut ins Ohr. Psychedelisch klingt das alles zwar nur marginal, sehr viel eher nach Pop-Rock der späten 60er Jahre. Dieser hört sich allerdings gut und überzeugend an, macht Spaß. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Heaven Is In Your Mind, No Face No Name No Number, Dear Mr. Fantasy, Hole In My Shoe



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