Sonntag, 15. Januar 2017

Brian Eno – Another Green World




Brian Eno – Another Green World


Besetzung:

Brian Eno – guitars, snake guitar, desert guitars, digital guitar, castanet guitars, club guitars, bass guitar, vocals, synthesizer, tapes, organ, farfisa organ, hammond organ, choppy organs, piano, grand piano, chord piano, prepared piano, uncertain piano, leslie piano, yamaha bass pedals, synthetic percussion, electric percussion, spasmodic percussion, treated rhythm generator, peruvian percussion, electric elements, unnatural sounds


Gastmusiker:

Robert Fripp – wimshurst guitar, restrained lead guitar, wimborne guitar
John Cale – viola section
Phil Collins – drums, percussion
Percy Jones – fretless bass
Rod Melvin – rhodes piano, lead piano,
Paul Rudolph – bass, anchor bass, snare drums, bass guitar, guitar, assistant castanet guitars


Label: Island Records


Erscheinungsdatum: 1975


Stil: Art Pop


Trackliste:

1. Sky Saw (3:27)
2. Over Fire Island (1:51)
3. St. Elmo's Fire (3:02)
4. In Dark Trees (2:31)
5. The Big Ship (3:01)
6. I'll Come Running (3:49)
7. Another Green World (1:41)
8. Sombre Reptiles (2:21)
9. Little Fishes (1:34)
10. Golden Hours (4:00)
11. Becalmed (3:56)
12. Zawinul / Lava (3:00)
13. Everything Merges With The Night (3:59)
14. Spirits Drifting (2:36)

Gesamtspieldauer: 40:55




„Another Green World“ heißt das dritte Studio-Album des englischen Musikers Brian Eno. Veröffentlicht wurde die Platte im September des Jahres1975 auf dem Label Island Records. Unterstützt wurde Brian Eno bei den Aufnahmen unter anderem durch die Musiker Robert Fripp, Phil Collins und John Cale. „Another Green World“ war nur mäßig erfolgreich und konnte sich weder in den USA noch in Großbritannien in den Charts platzieren. Bei den Kritikern wurde die Scheibe allerdings sehr gelobt und auch für viele Brian Eno Fans stellt „Another Green World“ sein bestes Album überhaupt dar.

Dass die Platte nicht besonders kommerziell erfolgreich war, muss und wird einen nicht besonders überraschen, wenn man sie sich anhört. Auf „Another Green World“ ist zwar Pop Musik zu hören, jedoch in einer dermaßen unkommerzionellen und oftmals auch minimalistischen Ausprägung, dass sich das Album überhaupt nicht großartig verkaufen konnte. Auf „Another Green World“ hört man Art Pop, mal mit Gesang, mal ohne. Die Lieder deuten dabei bereits auf die Zusammenarbeit von Brian Eno mit David Bowie hin, die nur wenige Jahre später Alben wie „Heroes“ oder „Low“ hervorbringen sollte. Die einzelnen Titel auf „Another Green World“ klingen zwar durchaus eingängig, allerdings auch ein wenig verschroben und schräg. Die Musik hört sich trotzdem nicht so an, als ob sie ständig im Radio gespielt werden würde und wird sie auch nicht. Alles klingt auf seine Art und Weise etwas ungewöhnlich und gerade dieser Umstand macht „Another Green World“ überaus spannend und so hörenswert.

Klingt die ehemalige erste Plattenseite noch etwas poppiger, so hört man auf der früheren zweiten Seite des Albums etwas mehr Experimente und Ambient Musik. Beides klingt bei Brian Eno jedoch gelungen und macht Spaß. So finden sich auch unter den gesungenen, wie auch unter den instrumentalen Titeln, Höhepunkte. Zu ersten gehören die Nummern „St. Elmo's Fire“ und „Golden Hours“, zu letzteren, die beiden relativ kurzen und aufeinanderfolgenden Lieder „Sombre Reptiles“ sowie „Little Fishes“.

Fazit: Ein eindrucksvolles und durchaus auch etwas seltsames Album ist „Another Green World“ von Brian Eno geworden. Sehr viele Ideen hatte der Musiker hier, die er in zumeist kurzen Titeln umsetzte. Die Musik auf der Scheibe geht ins Ohr und ist dabei trotzdem irgendwie schräg. Musik kann überraschen, wie man an der außergewöhnlichen Scheibe „Another Green World“ sieht. Elf Punkte.

Anspieltipps: St. Elmo's Fire, Sombre Reptiles, Little Fishes, Golden Hours



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