Montag, 23. Januar 2017

Tangerine Dream – White Eagle




Tangerine Dream – White Eagle


Besetzung:

Edgar Froese – synthesizers
Christopher Franke – synthesizers
Johannes Schmoelling – synthesizers


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1982


Stil: Elektronische Musik


Trackliste:

1. Mojave Plan (20:09)
2. Midnight In Tula (4:00)
3. Convention Of The 24 (9:37)
4. White Eagle (4:34)

Gesamtspieldauer: 38:22



Nun, wenn das siebzehnte Album von Tangerine Dream etwas beinhaltet, dann ist es zumindest der musikalische Zeitgeist der frühen 80er Jahre des letzten Jahrhunderts. Auf dem Label Virgin Records wurde „White Eagle“ im März des Jahres 1982 veröffentlicht und enthält jede Menge Synthie Pop. Das klingt schon alles sehr fröhlich synthetisch, mag vielleicht damals zur Zeit der Entstehung noch ganz interessant geklungen haben, inzwischen hört sich das Ganze jedoch sehr viel eher nervig an.

Das beginnt gleich mit dem 20-Minüter „Mojave Plan“, ein Lied, welches sich irgendwie zusammenhanglos zusammengeschustert anhört. Hier werden keine Atmosphären oder Stimmungen mehr transportiert, hier hört man „lustige“ Diskoklänge, die im nachfolgenden „Midnight In Tula“ sogar noch ausgeweitet werden. Das klingt alles schon sehr gewöhnungsbedürftig. Ein wenig interessanter wird es dann mit „Convention Of The 24“. Auch das ist Synthie Pop, hört sich hier allerdings schon ein bisschen interessanter an, klingt mitunter sogar ein wenig nach Kraftwerk und entfernt sich schließlich teilweise vom Synthie Pop Eindruck, wird deutlich stimmungsvoller mit angedeuteten Hintergrundchören.

Schließlich folgt am Ende des Albums der Titeltrack „White Eagle“. Dieser stieg sogar in den Charts ein, da er in dem Schimanski Tatort „Das Mädchen auf der Treppe“ zu hören war. Die Nummer hat eine sehr eingängige Sequenzer-Melodie und geht wirklich gut ins Ohr. Ganz bestimmt der Höhepunkt des ganzen Albums.

Fazit: Das elektronische Musik technisch und synthetisch klingt, das ist immer klar. Um dabei zu überzeugen, muss sie jedoch mit Atmosphären und Stimmungen spielen, etwas transportieren. Das schaffen Tangerine Dream hier auf „White Eagle“ leider nur sehr sporadisch. Viel zu oft klingt das Album nach langweiligem Synthie Pop und wird erst gegen Ende der Platte interessanter. Insgesamt bleibt bei „White Eagle“ allerdings doch ein sehr fader Beigeschmack übrig. Sechs Punkte.

Anspieltipps: White Eagle



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