Dienstag, 28. Februar 2017

Placebo – Once More With Feeling: Singles 1996-2004




Placebo – Once More With Feeling: Singles 1996-2004


Besetzung:

Brian Molko – lead vocals, guitars, bass guitar, keyboards, piano, percussion, harmonica, saxophone
Stefan Olsdal – bass guitar, guitars, keyboards, piano, backing vocals
Robert Schultzberg – drums, percussion
Steve Hewitt – drums, percussion


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Hut Records


Erscheinungsdatum: 2004


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. 36 Degrees (3:07)
2. Teenage Angst (2:40)
3. Nancy Boy (3:19)
4. Bruise Pristine (3:36)
5. Pure Morning (3:59)
6. You Don't Care About Us (4:01)
7. Every You Every Me (3:34)
8. Without You I'm Nothing (4:14)
9. Taste in Men (3:59)
10. Slave To The Wage (3:46)
11. Special K (3:50)
12. Black-Eyed (3:44)
13. The Bitter End (3:11)
14. This Picture (3:35)
15. Special Needs (3:29)
16. English Summer Rain (3:10)
17. Protège-Moi (3:14)
18. I Do (2:27)
19. Twenty Years (4:19)

Gesamtspieldauer: 1:07:22




„Once More With Feeling: Singles 1996–2004“ ist ein Kompilationsalbum der englischen Alternative Rock Band Placebo. Veröffentlicht wurde das Album am 30. November 2004 auf dem Label Hut Records. Auf „Once More With Feeling: Singles 1996–2004“ sind alle Singles der Band in diesem Zeitraum enthalten. Die einzige Ausnahme stellt dabei ihre Debut-Single „Come Home“ dar. Dazu finden sich auf der Scheibe noch drei neue, bisher noch nicht veröffentlichte Titel. Diese Titel erklingen am Ende des Albums und heißen „Protège-Moi“, „I Do“ und „Twenty Years“.

Placebo stehen für kraftvollen und eingängigen Alternative Rock, bei dem auch immer sehr viel Wert auf die Melodie gelegt wird. In zu große Härte driftet die Musik der Engländer niemals ab. Das klingt alles sehr melodisch und geht zu jeder Zeit ins Ohr. „Once More With Feeling: Singles 1996–2004“ bietet dabei einen sehr schönen Überblick über das Schaffen und die Musik von Placebo in diesen ersten Jahren des Bandbestehens. Jedes Lied von Placebo ist durchdrungen vom Gesang des Brian Molko, der sicherlich nicht jedermanns Sache ist, allerdings in seiner Zerrissenheit und anscheinenden Unsicherheit perfekt zum Sound von Placebo passt.

Auf solch ein „Best Of…“-Album gleich noch drei neue Lieder hinzuzufügen, lässt natürlich einen etwas faden Beigeschmack zurück. Dies bedeutet natürlich nichts anderes als einen Kaufanreiz für den Fan, der doch eigentlich schon alles von „seiner“ Band besitzt. Ganz fair ist das nicht, denn man hätte die Lieder natürlich auch mit auf die nächste Scheibe packen können. Nun, sei es drum, Placebo und deren Management haben sich anders entschieden und leider kann man an dieser Stelle noch nicht einmal behaupten, dass sich die drei Titel sowieso nicht lohnen. „Protège-Moi“ ist schon eine sehr überzeugende Nummer, wohingegen das kurze „I Do“ eher nach Durchschnitt klingt. Allerdings ist die letzte Nummer des Albums, „Twenty Years“, dann durchaus ein Höhepunkt, nicht nur dieser Zusammenstellung, sondern auch im Schaffen von Placebo. Tolle Melodie, schöne Steigerung und eine allgegenwärtige Melancholie, die über dem Titel schwebt, obwohl dies sicherlich kein langsames Lied ist. Sehr gelungen.

Fazit: „Once More With Feeling: Singles 1996–2004“ vermittelt den Hörerinnen und Hörern des Albums einen guten Überblick über die Musik von Placebo in den ersten Jahren ihrer Karriere. Gut gemachten Alternative Rock hört man hier, meist im Mid-Tempo gehalten, der dabei auch mal an Fahrt gewinnt, allerdings auch an anderer Stelle leiser und sanfter daherkommt. Um in den musikalischen Kosmos von Placebo einzusteigen, ist „Once More With Feeling: Singles 1996–2004“ bestens geeignet. Neun Punkte.

Anspieltipps: Every You Every Me, The Bitter End, This Picture, Protège-Moi, Twenty Years



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