Dienstag, 28. März 2017

Brian Eno – Here Come The Warm Jets




Brian Eno – Here Come The Warm Jets


Besetzung:

Eno – vocals, synthesizer, guitar, keyboards, treatments, instrumentation


Gastmusiker:

Chris "Ace" Spedding – guitar on tracks 1 and 2
Phil Manzanera – guitar on tracks 1, 2 and 4
Simon King – percussion on tracks 1, 3, 5 to 7 and 10
Bill MacCormick – bass guitar on tracks 1 and 7
Marty Simon – percussion on tracks 2 to 4
Busta Jones – bass guitar on 2, 4, 6 and 8
Robert Fripp – guitar on 3, 5, and 7
Paul Rudolph – guitar on tracks 3 and 10, bass guitar on tracks 3, 5 and 10
John Wetton – bass guitar on tracks 3 and 5
Nick Judd – keyboards on tracks 4 and 8
Andy Mackay – keyboards on tracks 6 and 9, saxophone septet on track 9
Sweetfeed – backing vocals on tracks 6 and 7
Nick Kool & The Koolaids – keyboards on track 7
Paul Thompson – percussion on track 8
Lloyd Watson – slide guitar on track 9
Chris Thomas – extra bass guitar on track 2, mixing


Label: Island Records


Erscheinungsdatum: 1974


Stil: Art Pop, Glam Rock


Trackliste:

1. Needles In The Camel's Eye (3:11)
2. The Paw Paw Negro Blowtorch (3:05)
3. Baby's On Fire (5:19)
4. Cindy Tells Me (3:25)
5. Driving Me Backwards (5:12)
6. On Some Faraway Beach (4:36)
7. Blank Frank (3:37)
8. Dead Finks Don't Talk (4:19)
9. Some Of Them Are Old (5:11)
10. Here Come The Warm Jets (4:04)

Gesamtspieldauer: 42:02




„Here Come The Warm Jets“ ist das erste Solo-Album des Engländers Brian Eno, welches ursprünglich im Januar des Jahres 1974 auf dem Label Island Records veröffentlicht worden war. Der musikalische Stil auf „Here Come The Warm Jets“ bewegt sich hauptsächlich zwischen den Genres Glam Rock und Art Rock, wobei auch sehr experimentelle Ausflüge immer wieder in die Lieder des englischen Musikers mit einfließen. Zur Umsetzung seiner Ideen hat Brian Eno einige bekannte Musiker gewinnen können. So hört man hier John Wetton und Robert Fripp von King Crimson, Simon King von Hawkwind, Bill MacCormick von der Band Matching Mole, Paul Rudolph von Pink Fairies sowie Chris Spedding und alle Mitglieder von Roxy Music mit Ausnahme von Bryan Ferry.

Die Musik auf „Here Come The Warm Jets“ klingt durchaus etwas avantgardistisch, wodurch die Überschrift „Art Rock“ nochmals mit unterstrichen wird. Immer wieder mal klingen die Lieder etwas schräg, scheinen irgendwie abzudriften, um dann allerdings doch wieder in einen harmonischen Part zu münden. Wenn es melodiöser wird, hören sich die Lieder des Brian Eno auch sehr viel poppiger an und zwar in einer Art und Weise, die gar nicht in die frühen 70er Jahre des letzten Jahrhunderts zu passen scheint. Nichts klingt hier antiquiert oder angestaubt, Brian Enos Musik hört sich auf „Here Come The Warm Jets“ so an, wie viele Musiker viele Jahre später klingen wollten.

Trotzdem ist das auch keine ganz leichte Kost, die man mit diesem Album vorgesetzt bekommt. Zudem bedarf es auch mehrerer intensiver Durchläufe der Scheibe, bis man sich die einzelnen Lieder besser erschlossen hat. Menschen, die am liebsten Musik aus dem Radio konsumieren, wird dies wahrscheinlich sogar überhaupt nicht gelingen. Mich reißt das Album auch nicht immer restlos mit. Manches darauf ist für meine Ohren ein wenig zu schräg, will einfach nicht richtig klingen. Aber es gibt auch für mich die wahrlich gelungenen Momente auf „Here Come The Warm Jets“. Am meisten beeindruckt mich „Dead Finks Don't Talk“. Tolle Melodie, schöner, irgendwie groovender Rhythmus und dazu eine etwas verschrobene Stimmung, die das Lied zu etwas Besonderem werden lässt. Dazu gesellt sich noch ein Abschnitt, der den Vorläufer des Rap darstellt. Nun, da behaupte mal jemand, Brian Eno sei nicht innovativ. Wer auf Eingängigkeit steht, wird diese Nummer lieben – auch wenn deren Ende alles andere als melodiös ist.

Fazit: Art Rock gepaart mit etwas Glam Rock und einigen experimentellen Einfällen gibt es auf „Here Come The Warm Jets“, dem ersten Solo-Album des Brian Eno zu hören. Nicht alles darauf geht sofort ins Ohr, manches sogar überhaupt nicht, allerdings ist die Musik auf der Scheibe immer überaus spannend und hörenswert. Die Lieder des Brian Eno sind auf „Here Come The Warm Jets“ weit davon entfernt im Mainstream zu münden, weisen neben den etwas schrägeren Abschnitten doch immer wieder auch sehr melodiöse Parts auf. Für Abwechslung ist immer gesorgt. Neun Punkte.

Anspieltipps: On Some Faraway Beach, Dead Finks Don't Talk, Some Of Them Are Old



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