Sonntag, 19. März 2017

J.B.O. – Meister Der Musik




J.B.O. – Meister Der Musik


Besetzung:

Vito C. – Gesang (auch unter Wasser), E- und A-Gitarren, Tröten, Wandverkleidung in Empfangshalle, Schlauchknicken
Hannes “G. Laber” Holzmann – Bebrang und Gesüll, E-Gitarren, Ei, Glastür, Peitsche, Gartenschlauch, Nasser Lappen
Holmer “A Bier” Graap – Schlagzeug, Reis-Schatulle, Reis im Wasserkessel, hohe Chorgesänge
Schmitti – Bass, tiefe Chorgesänge, Essen kochen, Orakelsprüche


Label: BMG


Erscheinungsdatum: 1998


Stil: Spaß Metal


Trackliste:

1. Vorwort (0:47)
2. Ällabätsch (2:37)
3. Wir ham ‘ne Party (3:44)
4. Mensch ärgere Dich nicht (4:15)
5. Meister der Musik Teil 1 (2:14)
6. Ich liebe Dir (3:55)
7. Im Verkehr (3:05)
8. Van Halian Harmonists: Jump (3:56)
9. Moderne Dienstleistungen (0:29)
10. Ich schwör‘ (4:07)
11. Bimber Bumber Dödel Dei (3:22)
12. Meister der Musik Teil 2 (2:28)
13. Ein klassischer Tag zum Sterben (6:19)
14. Krieg der Welten (3:35)
15. Heidi Heido Heida (1:04)
16. Ich glaube, Du liebst mich nicht mehr (3:42)
17. Meister der Musik Teil 3 (2:09)
18. Noch ein Meister (1:27)
19. Eine schöne Geschichte (4:08)
20. Verteidiger des Blödsinns (16:28)

Gesamtspieldauer: 1:14:00




„Meister Der Musik“ heißt das dritte Studioalbum der Erlanger Fun Metal Band J.B.O.. Veröffentlicht wurde es im Jahr 1998 auf dem Label BMG. Darauf zu hören gibt es ein muntereres Potpourri aus Eigenkompositionen und Cover-Versionen, die dann mit neuen Texten unterlegt wurden und auf „Frohsinn“ getrimmt wurden.

Nun, was die vier Mitglieder von J.B.O. wahrlich können, das ist Musik machen. Jeder der vier Musiker beherrscht sein Instrument, das wirkt alles sehr professionell. Doch das, was sie da von sich geben, dazu braucht man schon viel Humor, um das lustig finden zu können. „Verteidiger des Blödsinns“ heißt das letzte Lied und von Blödsinn wird nicht nur da gesprochen beziehungsweise gesungen. Allerdings, all das mit „Blödsinn“ zu titulieren, was man hier zu hören bekommt, ist fast schon gewagt und wäre ein Lob. Lustig ist das nämlich nicht besonders, zumindest ich kann damit so überhaupt nichts anfangen. Und man nenne mich prüde, aber man kann es auch mit dem Herausbrüllen von Kraftausdrücken übertreiben. Dazu andauernd diese schlüpfrigen Anspielungen, all das langweilt einfach irgendwann. Ich höre auch englische Texte durchaus bewusst und da ist auch nicht alles sehr geistreich, aber das hier von J.B.O., das ist einfach nur platt und manchmal auch primitiv.

Wenn die Band sich eher auf Metal konzentrieren würde und nicht dauernd über die eigenen „Scherze“ lachen müsste, dann wäre die Musik von J.B.O. deutlich interessanter. Dieses „Fun“ vor dem Metal in der Genre-Bezeichnung macht eine ganze Menge kaputt. Wie singt die Band auch so schön in dem Lied „Ällabätsch“: „Wir scheißen auf jedes Niveau“. Wenn dies das Ziel war, kann man nur zur Zielerreichung gratulieren. Und nochmal, das gilt ausschließlich für gar so „lustigen“ Texte und den ganzen Klamauk darum herum. Die Musik ist gut, jedoch einfach nicht anhörbar, durch den ganzen Quatsch der herum mitproduziert wird.

Fazit: Bekannte und eigene Lieder wurden hier auf „Blödsinn“ getrimmt, wie es J.B.O. selbst so schön sagen. Das mag vielleicht auf einer Live-Bühne noch einigermaßen wirken, auf Platte oder CD funktioniert das nur sehr eingeschränkt. Gerade dieser etwas übertriebene Frohsinn treibt einen fast in den Wahnsinn. Mist, da wird mir klar, warum ich auch keinen Karneval mag, ganz klar mein Fehler, sorry J.B.O.. Drei Punkte.

Anspieltipps: Meister der Musik, alle Teile



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