Dienstag, 21. März 2017

Lung – Three Heads On A Plate




Lung – Three Heads On A Plate


Besetzung:

Dave White – guitar, vocals
Brent Gemmill – drums, samples
Phil Williscroft – bass


Label: Restless Records


Erscheinungsdatum: 1994


Stil: Rock, Noise


Trackliste:

1. Swing (4:06)
2. Full Moon (3:52)
3. Splinter (4:30)
4. Car Crash (3:07)
5. Paralysis (3:09)
6. Slaughterhouse (4:42)
7. Cot Death Baby (3:58)
8. Johnny Favourite (3:36)
9. Elvis Asshole (3:16)
10. Resuscitate (2:53)
11. Compellor (4:31)
12. Sleep (3:48)
13. Melonoma (2:38)

Gesamtspieldauer: 48:11




Lung war eine Band aus Neuseeland, die Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts insgesamt zwei Studioalben veröffentlichte. „Three Heads On A Plate“ aus dem Jahr 1994, auf dem Label Restless Records, ist dabei bereits die Wiederveröffentlichung des Albums, welches ein Jahr zuvor noch auf Yellow Bike Records veröffentlicht worden war.

Großartig erfolgreich war die Band trotz der schnellen Wiederveröffentlichung nicht und „Three Heads On A Plate“ ist auch die letzte Veröffentlichung insgesamt geworden. Dies liegt sicherlich nicht nur zu einem unerheblichen Teil an der Art der Musik, die die Neuseeländer hier zelebrieren. Auf der Scheibe hört man zwar noch Rock, dieser driftet allerdings im Verlauf des Albums immer mehr in das Untergenre „Noise“ ab. „Noise“ heißt „Lärm“ und nichts Anderes hört man auf solch Titeln wie zum Beispiel „Compellor“, dem wohl live eingespielten „Sleep“ oder dem letzten Titel „Melonoma“.

Um diese Art der Musik hören zu können, braucht man wahrlich starke Nerven. Da werden absichtlich falsche Töne eingebaut, die Musik kracht nur noch und der Gesang ist eher ein Geschrei als ein Singen. Das Ganze klingt dabei natürlich auch noch überaus aggressiv, um das Gesamtbild auch schön abzurunden. An manchen Stellen, wie bei dem bereits erwähnten „Compellor“, ist die Musik von Lung für mich praktisch unhörbar.

Fazit: Klingt „Three Heads On A Plate“ von Lung zu Beginn noch einigermaßen rockig und fast im Mainstream verankert, so wird es im Laufe des Albums immer abgefahrener, lauter, aggressiver bis schließlich alles im Lärm versinkt und die Scheibe fast unhörbar wird, wenn man zumindest etwas Ästhetik in der Musik erwartet. Bei den gemäßigteren Titeln noch durchaus hörbar und gelungen, dann nur noch Lärm. Definitiv schwierig und absolut nicht mein Ding. Zwei Punkte.

Anspieltipps: Swing, Splinter



(Kein Video vorhanden)

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