Mittwoch, 17. Mai 2017

Psychoviolets – Too Little, Too Late




Psychoviolets – Too Little, Too Late


Besetzung:

Bob Ramskill – guitar, vocals
Jerry Landers – drums, back-up vocals
Art Space – guitar, keyboards
Steve Nunley – bass


Label: Restless Records


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Rock, Psychedelic Rock


Trackliste:

1. Too Little, Too Late (3:52)
2. 1000 Voices (3:01)
3. Stoned (4:30)
4. End Of It All (4:58)
5. Addicted To The Thought (5:10)
6. Feel Like Giving Up (4:30)
7. Think Twice (3:25)
8. I'm Down (3:40)
9. On The Edge (3:12)
10. Come On (8:18)

Gesamtspieldauer: 44:39




Über die Psychoviolets ist nicht mehr allzu viel zu erfahren. Es scheint zumindest eine US-amerikanische Band gewesen zu sein, denn ihr Debut-Album und gleichzeitig auch ihre einzige Studio-Veröffentlichung ist in Kansas City eingespielt worden. Im Jahr danach gab es noch eine Art Sampler-Veröffentlichung, anschließend war dann endgültig Schluss. Diese eine Studio-Platte erschien im Jahr 1992 auf dem Label Restless Records und trägt den Titel „Too Litte, Too Late“. Bob Ramskill, Sänger und Gitarrist der Psychoviolets, hat sowohl die Musik komponiert, wie auch die entsprechenden Texte geschrieben.

Auf „Too Litte, Too Late“ hört man eine Mischung aus Rock mit leichten Blues-Anteilen, wobei die Musik immer wieder in das Genre Psychedelic Rock abdriftet. Hier gibt es zwar keine abgefahrenen Klanggebilde zu hören, jedoch ziemlich düster klingenden Rock, der von einer irgendwie rau, kantig, ja fast schon dreckig klingenden Gitarren dominiert wird. Die Musik will nicht so recht ins Ohr gehen, auch wenn sie keineswegs atonal klingt. Ohrwürmer sind das jedoch nicht, die man auf „Too Litte, Too Late“ zu hören bekommt. Dumpf-düstere Klänge wabern einem um die Ohren, die fast so wirken, als ob sie sich bei Sonnenaufgang in irgendwelche Keller oder unterirdische Höhlen zurückziehen müssten.

Höhepunkte sind das rockige Titellied „Too Litte, Too Late“, welches gleich am Beginn des Albums zu hören ist. Weiterhin sehr überzeugend klingt „Think Twice“, was die dunkle Atmosphäre des Albums bestens transportiert. Schließlich darf an dieser Stelle auch das letzte und längste Lied des Albums, „Come On“, nicht unerwähnt bleiben. Ebenfalls recht dunkel gehalten, breitet sich dieses Stück immer weiter aus. Ein langes und langgezogenes Gitarrensolo bildet das Herzstück des Titels, der sowohl mit einer schönen Melodie sowie mit einem Spannungsbogen in Form von Akzentuierungen aufwarten kann.

Fazit: „Too Litte, Too Late“ von den Psychoviolets wurde kein großer Erfolg. Von der Band hörte man danach auch nichts mehr. Das liegt sicherlich daran, dass die hier zu hörende Musik keine ganz einfache ist. Sie möchte zunächst nicht so ins Ohr gehen und auch die Lieder bleiben nicht ohne Weiteres hängen. Man sollte ein Freund der etwas düsteren Musik sein und auch langen, nicht zu abwechslungsreichen Gitarrensoli etwas abgewinnen können, dann wird man auch Spaß an dieser Scheibe haben. Ich finde das Ganze auch deshalb nicht schlecht, weil es einfach anders klingt und man solche Musik nicht allzu oft zu hören bekommt. Sicherlich nichts für die „lustige Cabriofahrt“ im Frühling, aber bestens geeignet für einen verregneten Novembertag. Acht Punkte.

Anspieltipps: Too Little, Too Late, Think Twice, Come On



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