Donnerstag, 1. Juni 2017

Rammstein – Mutter




Rammstein – Mutter


Besetzung:

Till Lindemann – vocals
Richard Z. Kruspe – electric guitar
Paul H. Landers – electric guitar
Oliver "Ollie" Riedel – bass guitar
Christoph "Doom" Schneider – drums
Christian "Flake" Lorenz – keyboards


Label: Universal Music


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Neue Deutsche Härte, Industrial Metal


Trackliste:

1. Mein Herz brennt (4:39)
2. Links 2-3-4 (3:36)
3. Sonne (4:33)
4. Ich will (3:37)
5. Feuer frei! (3:11)
6. Mutter (4:32)
7. Spieluhr (4:46)
8. Zwitter (4:17)
9. Rein raus (3:10)
10. Adios (3:50)
11. Nebel (4:54)

Gesamtspieldauer: 45:09



„Mutter“ heißt das dritte Studioalbum der deutschen Band Rammstein. Es erschien im April des Jahres 2001 auf dem Label Motor Music, einer Tochter von Universal Music. Im Gegensatz zum Vorgängeralbum ist die Musik auf „Mutter“ sehr viel eingängiger geworden und einen weiteren Unterschied gibt es auch bei den Texten festzustellen. Diese sind nicht mehr ganz so provokativ geraten, wie noch auf der Vorgängerscheibe und damit auch für jüngere Musikhörerinnen und Musikhörer gut hörbar.

Der Stil der Neuen Deutschen Härte ist auf „Mutter“ zwar durchaus noch vorhanden, doch deutlich mehr Stücke sind auf diesem Album sanfter und nachdenklicher gehalten, haben mitunter gar balladeske Züge. Lieder wie „Mutter“, „Spieluhr“ und „Nebel“ zeigen auf dem Album die eher musikalisch sanfte Seite der Band. Über die Inhalte der Texte, die alle einigermaßen Spekulationsspielraum übrig lassen, gibt es ganz unterschiedliche Deutungsversuche. Aussagen in irgendeine Richtung werden dabei von der Band zumeist nicht weiter kommentiert.

Gerade diese eher ruhigen Stücke gehen gut ins Ohr und hallen dort auch nach. Doch auch die härteren Nummern können dieses Mal überzeugen. „Sonne“, was ursprünglich als Einlauflied für die Klitschko-Brüder gedacht war, spielt ebenso mit Tempi, Rhythmen und Stilen wie „Ich will“. Dabei sind die beiden Stücke allerdings immer melodiös und eingängig – auch in den sehr rockigen Abschnitten. Im Grunde genommen kann man dies allerdings auf fast jedes Lied auf „Mutter“ übertragen, sodass eine Heraushebung sicherlich eine reine Geschmackssache ist. Festzuhalten bleibt dabei jedoch immer, dass Rammstein hier elf Lieder auf das Album gepackt haben, die wirklich fast ausnahmslos wirken und auch mit den weiteren Durchläufen noch an Eingängigkeit gewinnen.

Fazit: „Mutter“ von Rammstein macht Spaß. Dies gilt nicht nur für Freunde der Neuen Deutschen Härte, denn auf dem Album befinden sich auch Nummern, die im eingängigen Rock verwurzelt sind. Die Musik auf „Mutter“ ist abwechslungsreich und geht fast durchgängig ins Ohr. Dazu übertreibt es Till Lindemann dieses Mal auch nicht mit seinem Gesang, der zwar häufig noch martialisch klingt, jedoch auf „Mutter“ in einer durchaus akzeptablen Art und Weise. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Sonne, Mutter, Spieluhr, Nebel



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