Mittwoch, 17. Januar 2018

PJ Harvey – Uh Huh Her




PJ Harvey – Uh Huh Her


Besetzung:

PJ Harvey – vocals, guitars, bass, piano, melodica, accordion, autoharp


Gastmusiker:

Rob Ellis – drums, percussion, backing vocals (3)
Head – backing vocals (3, 5)
Evelyn Isaac – backing vocals (7, 14)


Label: Island Records


Erscheinungsdatum: 2004


Stil: Alternative Rock, Punk, Folk Rock


Trackliste:

1. The Life & Death Of Mr. Badmouth (4:53)
2. Shame (2:33)
3. Who The Fuck? (2:09)
4. Pocket Knife (3:44)
5. The Letter (3:22)
6. The Slow Drug (3:25)
7. No Child Of Mine (1:08)
8. Cat On The Wall (3:03)
9. You Come Through (2:48)
10. It's You (4:13)
11. The End (1:23)
12. The Desperate Kingdom Of Love (2:44)
13. Seagulls (1:11)
14. The Darker Days Of Me & Him (4:34)

Gesamtspieldauer: 47:23




„Uh Huh Her“ heißt das siebte Studioalbum der englischen Musikerin und Sängerin Polly Jean Harvey. Die Platte wurde von ihr über einen Zeitraum von zwei Jahren geschrieben, aufgenommen und produziert – alles in Eigenregie. Auch die Instrumente wurden von ihr, mit Ausnahme des Schlagzeugs, für welches ihr wieder Rob Ellis zur Verfügung stand, selbst eingespielt. „Uh Huh Her“ erschien am 31. Mai 2004 auf dem Plattenlabel Island Records. Auch wenn die Platte mit Platz 29 in den US-amerikanischen Billboard 200 die bisher höchste Platzierung in den USA erreichte, so verkaufte es sich weltweit insgesamt doch schlechter als ihre bisherigen Alben.

Die musikalische Bandbreite auf dem Album ist eine deutlich größere, als noch auf den Vorgängeralben. Zwar hört man auch auf „Uh Huh Her“ wieder Alternative Rock, doch auch der Punk war zurückgekommen und dominiert zum Beispiel solch ein Lied, mit dem für den Punk passenden Titel, „Who The Fuck“. Doch es gibt auf dem Album noch weitere Töne in der Musik der PJ Harvey zu hören. Folk Rock erweitert nun das musikalische Spektrum der Engländerin und gerade diese Titel können auf „Uh Huh Her“ auch sehr überzeugen. Dazu gibt es sogar reine Instrumentalnummern, bei denen es sich im Falle von „Seagulls“, wie könnte es anders sein, um reines Möwengeschrei handelt. Sehr sanfte und eingängige Klänge konkurrieren auf „Uh Huh Her“ mit deutlich schrägeren Tönen, die bis ins Aggressive hineinreichen können.

Einer der Höhepunkte auf „Uh Huh Her“ ist das, aufgrund seiner Instrumentierung sehr ungewöhnliche und auch sonst fast ein wenig avantgardistisch klingende „You Come Through“. Auch jenes sehr kurze, minimalistische und folkige Instrumentalstück „The End“ kann hierzu gezählt werden. Ebenfalls „The Desperate Kingdom Of Love“. Ein Lied, welches wohl ebenso am ehesten dem Folk zugerechnet werden kann, bei dem die Musik und der Gesang der PJ Harvey äußerst zerbrechlich und weich klingen. Und schließlich wäre da noch die letzte Nummer der Platte zu erwähnen, „The Darker Days Of Me & Him“. Eine erneut eher sanfte Nummer, durchaus im Alternative Rock angesiedelt, die sich langsam steigert und bestens ins Ohr geht.

Fazit: „Uh Huh Her“ hat Poly Jean Harvey nicht nur alleine eingespielt, es ist auch das Album, welches die bisher größte musikalische Spannbreite aufweist. Alternative Rock, Punk, Folk und etwas Instrumentalmusik gibt es auf dem achten Album der Engländerin zu hören. Nicht alles davon ist unbedingt hörenswert, einiges jedoch ganz bestimmt. Zwar präsentiert sich „Uh Huh Her“ keinesfalls einheitlich, dafür wird es einem beim Hören niemals langweilig. Es gibt viel zu entdecken. Neun Punkte.

Anspieltipps: You Come Through, The End, The Desperate Kingdom Of Love, The Darker Days Of Me & Him



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